Niger: Erste Hilfe nach den Fluten

Auswärtiges Amt unterstützt CARE mit 81.000 Euro / Hilfe für 10.000 Menschen

Während Ostafrika von einer Dürre geplagt wird, erleben die Menschen auf der anderen Seite des Kontinents derzeit schwere Niederschläge und Überschwemmungen. Die Vereinten Nationen melden, dass in Westafrika bis zu 600.000 Menschen von den Fluten betroffen sind.

Im Norden des Niger, rund um das Air-Gebirge und die Stadt Agadez, haben sintflutartige Regenfälle starke Zerstörung angerichtet. Ein Deich ist gebrochen und viele Gemeinden in der Region wurden überflutet. Die meisten Gebäude sind den Wassermassen nicht gewachsen und das feuchte Fundament droht einzustürzen. In Agadez sind bereits jetzt etwa 3500 Häuser komplett zerstört. Und es kommt noch schlimmer: Das Wasser hat auch Gemüsegärten, Felder und Brunnen beschädigt und den Menschen damit ihre Lebensgrundlage genommen.

CARE arbeitet vor Ort seit Jahren mit HED Tamat zusammen, einer lokalen Organisation, die sich für Tuareg-Nomaden einsetzt. Bereits kurz nach Eintreffen der Fluten hat CARE 10.000 Euro Soforthilfe für HED Tamat bereitgestellt. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes kann die Hilfe nun ausgeweitet werden.

HED Tamat wird rund 10.000 Menschen mit dem Nötigsten versorgen können. Die Helfer verteilen Haushaltspakete, in denen Wasserkanister, Kessel, Tassen, Kellen, Moskitonetze und Schlafmatten enthalten sind. Weiterhin erhalten die Menschen auch Werkzeuge und CARE-Mitarbeiter zeigen ihnen, wie sie zerstörte Brunnen reparieren können. Um Infektionskrankheiten vorzubeugen, verteilt HED Tamat Medikamente gegen Typhus, Durchfallerkrankungen bei Kindern, Malaria und Augeninfektionen.