Niger: Hilfe nach der Flut

CARE-Länderdirektor Johannes Schoors berichtet über die Notlage der Menschen im Niger und die dringend benötigte Unterstützung nach der Flut

Seit einem Monat kämpft Niger mit starken Regenfällen und Fluten. Mehr als 130.000 Menschen sind davon betroffen, 32 Menschen kamen in den Fluten ums Leben. Die Wassermassen rissen Häuser mit sich und zerstörten Ackerland und ganze Ernten. Am stärksten betroffen sind die westlichen Regionen, zum Beispiel Tillabéry an der Grenze zu Mali. Mehr als 8.500 Menschen mussten von dort in sicherere Gebiete umgesiedelt werden.

Johannes Schoors, Länderdirektor für CARE im Niger berichtet:

„Die an Mali grenzenden Regionen tragen bereits eine große Last mit sich, da sie sich noch von der Dürre und Hungersnot 2011 und 2012 erholen. Nach wie vor finden dort auch tausende Malier Zuflucht, die im letzten Jahr vor Hunger und internen Konflikten im Norden ihres Landes geflohen sind. In Tillabéry leiden fast eine Million Menschen unter Nahrungsmittelknappheit und der Ausbruch der Cholera erschwert die Lage zusätzlich. Seit der letzten Flut besteht ein erhöhtes Bedürfnis nach sauberem Wasser, Nahrung, Obdach und anderen lebenswichtigen Gütern.

Obwohl Straßen zuweilen unpassierbar sind und die Arbeit erschweren, sind die CARE-Teams in den betroffenen Gebieten unterwegs. Wir treffen auf Menschen, die in Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden, die nicht zerstört wurden, Schutz suchen. Andere Betroffene fanden Zuflucht in eilig errichteten Evakuierungszentren. Ihnen fehlt es an der grundlegendsten Versorgung, zum Beispiel mit sauberem Trinkwasser.“

CARE hat die Menschen im Niger bereits in der Vergangenheit bei Fluten in den Jahren 2006, 2010 und 2012 mit Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern unterstützt und ihnen den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ermöglicht. In 22 Gemeinden in der Provinz Tillabéry setzt CARE Projekte um, mit denen auch Flüchtlinge aus dem Nachbarland Mali unterstützt werden. „Wir wollen jetzt den Betroffenen dieser Flut helfen. Dafür benötigen wir dringend Gelder“, so Schoors.

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