Pakistan: Die Hilfe kommt an

Mobile Kliniken, Zelte, Nahrungsmittel, sanitäre Einrichtungen – alles wird dringend gebraucht

Die schlechten Nachrichten aus Pakistan reißen nicht ab. Nach Angaben der Regierung sind 17,2 Millionen Menschen von den Fluten betroffen, also jeder zehnte Bewohner des Landes. Die Wassermassen bedrohen jetzt vor allem den Süden des Landes, wo ganze Dörfer weggespült werden. Aber auch im Norden, wo das Wasser zurückweicht, ist die Not groß.

Eines der größten Probleme ist nach wie vor, dass viele Gebiete von jeglicher Hilfe abgeschnitten sind, da Straßen, Brücken und Wege überschwemmt oder zerstört sind. Rund 800.000 Menschen können nur aus der Luft mit Helikoptern versorgt werden. Im bergigen Norden des Landes müssen die Helfer teilweise ihre Fahrzeuge zurücklassen und sich zu Fuß und mit Maultieren in die überfluteten Gebiete begeben.

Die gute Nachricht: CARE ist vor Ort und kann mit Hilfe von lokalen Partnern lebenswichtige Hilfsgüter zu den Menschen bringen.

Was hat CARE bereits erreicht?

CARE war bereits vorher im Norden Pakistans aktiv und konnte sofort mit der Nothilfe beginnen. In der Provinz Khyber Pakshtoon Kwa leisten mobile Kliniken medizinische Hilfe. Diese Krankenstationen auf Rädern fahren von Dorf zu Dorf und behandeln die Menschen, die ihren ganzen Besitz verloren haben. Sie sind der Hitze, den Moskitos und dem verschmutzten Wasser schutzlos ausgeliefert und damit anfällig für Hautkrankheiten und Infektionen. Das Team besteht immer aus mindestens einem Arzt und einer Ärztin. Damit wird sichergestellt, dass sich auch Frauen ohne Bedenken oder Scham an die medizinischen Fachkräfte wenden können.

In Sindh hat CARE gemeinsam mit dem lokalen Partner HANDS zwölf Camps für vertriebene Familien errichtet. Die gelagerten Hilfsgüter und Zelte wurden direkt an die Menschen verteilt, inzwischen ist auch Nachschub angekommen. Ein dringendes Problem ist die hygienische Situation in den Camps und Gebieten, wo die Menschen sich niedergelassen haben. CARE baut Latrinen und hat bereits 500.000 Päckchen mit Wasserreinigungspulver ins Land gebracht. Inzwischen wurden auch zwei Wasseraufbereitungsanlagen in Nowshera aufgebaut. Sie liefern 4.000 Liter sauberes Wasser pro Stunde und können damit 5.000 Menschen versorgen.

Was ist geplant?

CARE plant, insgesamt mindestens 300.000 Menschen zu unterstützen. In den ersten neun Monaten konzentriert sich die Arbeit auf medizinische Versorgung, Unterkünfte, Wasser und sanitäre Anlagen. Bis Ende des Jahres 2011 wird CARE die Menschen dabei unterstützen, ihre Lebensgrundlagen wiederaufzubauen. Dazu gehören der Bau von Unterkünften und die Wiederherstellung von Feldern und Gärten.

Hilfe aus Deutschland:

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird CARE in den kommenden Wochen Nahrungsmittel verteilen. Insgesamt erhalten 55.000 Menschen Mehl, Hülsenfrüchte, Tee, Zucker und proteinhaltige Kekse. Diese helfen vor allem Kindern dabei, ausreichend Nährstoffe zu sich zu nehmen und damit Krankheiten und Mangelernährung vorzubeugen. Das Auswärtige Amt hat ebenfalls Gelder für die Soforthilfe bereitgestellt. Davon werden zunächst Zelte und Hilfsgüter gekauft.

Bitte unterstützen Sie CARE dabei, vor Ort zu helfen:

Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
Online spenden unter www.care.de/spenden-helfen
Schicken Sie eine SMS mit CARE an die 81190 und unterstützen Sie uns mit 5€ (zzgl. SMS-Versand, Charity-Erlös 4,83€/SMS).