Pakistan: Häuser und Getreide von Fluten zerstört

Im Süden Pakistans hat der Monsunregen Überflutungen in den Provinzen Punjab, Sindh und Balochistan schwere Schäden verursacht. Etwa 4,5 Millionen Menschen sind davon betroffen, 300.000 Menschen mussten in Hilfsunterkünften unterkommen. Fast 90 Prozent der betroffenen Bevölkerung erhielt keine Flutwarnung.

Waleed Rauf, Länderdirektor von CARE Pakistan, sagte: „In einigen Regionen lebt die Bevölkerung immer noch unter freiem Himmel und wartet auf Hilfe von den Behörden. Die Menschen brauchen dringend Unterkünfte, sauberes Wasser und Zugang zu medizinischer Versorgung.“
Es werden zwar keine weiteren schweren Überflutungen erwartet, aber der Wiederaufbau steht erst am Anfang. Manche Straßen sind noch immer überflutet. Einige Regionen sind somit auf dem Landweg nicht erreichbar. Es müssen Boote eingesetzt werden, um Hilfsgüter zu transportieren. 44.500 Quadratkilometer Ackerland wurden zerstört, mehr als 400.000 Häuser und 3.000 Schulen wurden beschädigt.

Vor allem schmutziges Wasser ist eine große Gefahr für die Menschen. Viele Menschen erkranken an Durchfall oder anderen durch schmutziges Wasser übertragbare Krankheiten. Auch sanitäre Anlagen wurden von den Fluten zerstört, was die Hygienezustände noch weiter verschlechtert.

CARE hilft besonders in schwer erreichbaren Regionen

Die Fluten haben außerdem etwa 75 Prozent der Getreidebestände in dem besonders betroffenen Distrikt Rajanpur zerstört, darunter Zuckerrohr, Reis, Mais und Baumwollpflanzen, die bald geerntet werden sollten. Somit entfällt die Lebensgrundlage und Nahrungsversorgung zahlreicher Menschen.  

In Rajanpur werden dringend Zelte, sauberes Wasser, Nahrungsmittel und Hygiene-Kits benötigt. CARE hat mobile Gesundheitsstationen eingerichtet, um auch die Menschen in schlecht erreichbaren Regionen versorgen zu können. CARE kümmert sich hierbei besonders um schwangere Frauen, junge Mütter und Kleinkinder. CARE plant außerdem, die Menschen mit kleinen Geldbeträgen und „Cash-for-Work“-Programmen zu unterstützen, damit sie sich Nahrungsmittel kaufen, ihre Häuser wiederaufbauen und ihre Lebensgrundlage wiederherstellen können.