Pakistan: Mit dem Wasser kam die Not

Chronologie der Flutkatastrophe und der CARE-Nothilfe

Die pakistanische Regierung schätzt, dass inzwischen mindestens 18,7 Millionen Menschen von den Fluten betroffen sind, also jeder zehnte Bewohner des Landes. Über 1,8 Millionen Häuser sind zerstört, ganze Regionen überschwemmt. Der Monsun brachte Ende Juli schwere Regenfälle über das südasiatische Land und damit eine schleichende Katastrophe.

Die Chronologie zeigt, wie sich die Lage im Land entwickelte und wie die CARE-Nothilfe umgesetzt wird.

  • 28. Juli: Erste Meldungen vom CARE-Länderbüro in Pakistan sprechen von Sturzfluten und heftigen Regenfällen in Belutschistan und Punjab. Schätzungen gehen von knapp 150.000 betroffenen Menschen aus.
  • 02. August: Der Regen fällt weiter, inzwischen verbreiten sich Informationen, dass weite Teile des Landes entlang des Indus-Flusses von schweren Überflutungen betroffen sind. Die Vereinten Nationen gehen bereits von 1,3 bis 2,5 Millionen Betroffenen aus. In der nördlichen Provinz Khyber Pakshtoon Kwa ist CARE bereits seit 2009 mit mobilen Kliniken im Einsatz. Die Hilfe wird sofort ausgeweitet.

  • 04. August: Vor Ort wird immer deutlicher, dass die Katastrophe enorme Ausmaße annimmt. CARE konnte bereits 3.000 Menschen mit mobilen Kliniken behandeln. Der Süden des Landes um die Provinz Sindh ist noch nicht stark betroffen. Doch Hilfsorganisationen sind alarmiert und bereiten sich auf einen größeren Einsatz vor. Denn eins scheint bereits klar: „Es wird noch mehr Regen kommen.“
  • 06. August: CARE-Pressesprecher Thomas Schwarz kommt in Pakistan an. Der Flieger musste aufgrund der schweren Regenfälle zwischenlanden. Seine Eindrücke schildert er im CARE-Blog.
  • 09. August: CARE-Mitarbeiter Mujahid Hussain berichtet aus Nowshera: "Es ist schwer, alle Menschen zu erreichen, da das Gebiet sehr bergig ist." Teilweise müssen die Nothelfer Hilfsgüter mit Maultieren transportieren.
  • 13. August: Die Spendenbereitschaft in Deutschland ist noch verhalten. Die Bilder im Fernsehen zeugen zwar von großer Not, aber viele Menschen zögern noch. Kommt die Hilfe an? CARE-Vorsitzender Scharrenbroich appelliert an die Bundesregierung und die Bevölkerung, zu helfen."Die ehrliche und direkte Verwendung der Spenden ist garantiert."
  • 16. August: CARE warnt vor einer Hungerkrise. Die Ernte ist in weiten Teilen des Landes zerstört. Die Menschen brauchen Nahrungsmittel und neues Saatgut.
  • 18. August: In einer Videobotschaft richtet sich die 20jährige schwangere Balqis an die Welt.
  • 23. August: Was konnte CARE bis jetzt tun? Die Warenlager wurden geleert, Zelte, Kleidung, Küchengeräte und Hygiene-Pakete verteilt. In Sindh wurden zwölf Camps errichtet. CARE arbeitet mit lokalen Partnern, die jahrelange Erfahrungen in den betroffenen Regionen haben. Damit wird garantiert, was in Deutschland immer wieder gefragt wird: Kommt die Hilfe auch wirklich an?
  • 30. August: Mobile Kliniken, Zelte, Nahrungsmittel, sanitäre Einrichtungen – CARE arbeitet mit Hochdruck in den Flutgebieten. Und die Hilfe wird ausgeweitet: Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kann CARE bis November 55.000 Menschen mit Mehl, Hülsenfrüchten, Tee, Zucker und proteinhaltige Keksen versorgen. Das Auswärtige Amt hat ebenfalls Gelder für die Soforthilfe bereitgestellt. Davon werden Zelte und Hilfsgüter gekauft.
  • 31. August: Die Spendenbereitschaft nimmt zu. CARE erhält zunehmend Unterstützung, zum Beispiel aus dem Allgäu. Wie sich die Lage vor Ort entwickelt, berichtet CARE-Mitarbeiter Wolfgang Gressmann in seinen eigenen Worten und mit Fotos.
  • 03. September: Auch Künstler unterstützen die CARE-Nothilfe: Udo Lindenberg und Sasha Waltz sammeln Spenden für Pakistan
  • 07. September: Zwei Millionen Kinder in Pakistan verpassen den Schulanfang. Zum Weltbildungstag erinnert CARE daran, wie wichtig die Betreuung von Kindern in der Katastrophe ist.

  • 20. September: Die Bundesregierung erhöht ihre Unterstützung für Pakistan um zehn Millionen Euro. CARE begrüßt das Engagement und weist dabei daraufhin, dass unabhängige Organisationen die Hilfe garantieren.

23. September: Die aktuellsten Zahlen der CARE-Nothilfe:


Mobile Kliniken, Gesundheits- und Hygieneaufklärung

•    Provinz Khyber Pakshtoon Kwa = 47.523 Menschen
•    Südpunjab = 21.057 Menschen
•    Sindh = 11.387 Menschen

Zelte und Hilfsgüter (Küchenutensilien, Moskitonetze, Hygiene-Sets u.a.)
•    Khyber Pakshtoon Kwa = 16.803
•    Sindh = 1.885

Sauberes Wasser (Aufbereitungsanlagen, Wasserreinigungspulver)

•    Khyber Pakshtoon Kwa = 16.976 Menschen
•    2 Wasseraufbereitungsanlagen = Wasser für 5.000 Menschen pro Tag

Zusätzlich haben die CARE-Teams bereits 148 Latrinen gebaut, 735 Tiere geimpft und Nahrungsmittel für 1.368 Haushalte (rund 8.200 Menschen) verteilt.

Insgesamt konnte CARE bereits rund 122.000 Menschen erreichen.

Bitte unterstützen Sie CARE dabei, in Pakistan zu helfen:
Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
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