Pakistan: Schmutziges Wasser - große Gefahr

Trinkwasseranlagen von CARE sorgen für sauberes Wasser

Pakistan erlebte vor mehr als drei Monaten die schlimmsten Überschwemmungen seiner Geschichte: Mehrere Millionen Obdachlose, bis zur sieben Milliarden Euro geschätzte Sachschäden und 2.000 Tote sind die traurige Bilanz. Seitdem leiden die Betroffenen unter den schweren Folgen der Flut, sie haben keine Häuser, kein Einkommen, keine Ernte.

CARE Deutschland-Luxemburg hat diese Woche zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen nach Pakistan ausgeflogen, um die Flutopfer in der Region Sindh mit frischem Wasser zu versorgen. Dort haben Tausende Menschen, vor allem Kinder, kein sauberes Trinkwasser. „Der derzeitige hygienische Zustand in Pakistan nach der Hochwasserkatastrophe ist sehr dramatisch. Eine der größten Gefahrquellen für die Betroffenen ist schmutziges Wasser. Dadurch können sie lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen oder Cholera bekommen“, sagt CARE-Pressesprecher Thomas Schwarz, der zu Beginn der Fluten Pakistan für knapp drei Wochen besuchte und ab dem 25. Oktober erneut im Land unterwegs ist. In vielen Teilen Sindhs ist das Wasser noch nicht abgeflossen, Dörfer und Felder sind weiterhin überschwemmt. Das stehende Wasser ist eine Brutstätte für Moskitos, Seuchen wie Malaria und Dengue-Fieber breiten sich aus.

Durch mehrfache Ultrafiltration der Trinkwasseranlagen kann das verseuchte Wasser von Bakterien, Viren und Trübstoffen sauber gereinigt und zu Trinkwasser aufbereitet werden. Jede der zwei von Solarenergie betriebenen Anlagen kann pro Tag rund 8.000 Liter Trinkwasser filtern.

Die Nothilfe wird nun langsam in den Wiederaufbau übergehen. Denn nachdem die Betroffenen mit dem Nötigsten versorgt wurden, geht es darum, ihnen eine Perspektive zu geben und ihr Leben wieder aufzubauen.