Philippinen: Partner für den Aufschwung

Vor fast drei Monaten sorgte Wirbelsturm Haiyan auf den Philippinen für verheerende Zerstörung. Auch Familie Dacillio verlor ihr Zuhause und wichtigste Einkommensquelle.

Gemeinsam mit ihren fünf Töchtern wohnen Michael und Emma Dacillio in Santa Fe in der Region Leyte auf den Philippinen. Sie führen eine gute Ehe: Er kümmert sich um den Bauernhof und sorgt für den Lebensunterhalt der Familie. Emma ist für die Erziehung ihrer Kinder und den Haushalt zuständig. Sie sind nicht reich, aber müssen auch nicht hungrig zu Bett gehen. Ihre Reisfelder bringen genug Ertrag, um alle Familienmitglieder zu ernähren.

Dass alle Mägen gefüllt sind, ist vor allem Michael zu verdanken. Er ist der Hauptverdiener der Familie und sehr fleißig. Neben der Bewirtschaftung seiner eigenen Felder arbeitet er als Traktorfahrer auf Farmen in der Nachbarschaft. So sichert er sich und seiner Familie ein zusätzliches Einkommen. Im Juni 2013 war deshalb genug Geld da, um Emma einen langersehnten Wunsch zu erfüllen: Das Haus der Familie konnte frisch renoviert werden und jede Tochter bekam ihr eigenes Schlafzimmer.

Plötzlich war alles verloren

Aber Wirbelsturm Haiyan, der Anfang November letzten Jahres für verheerende Zerstörung auf den Philippinen sorgte, nahm ihnen fast alles. Das neue Haus wurde durch den Wirbelsturm komplett zerstört. Jetzt, fast drei Monate später, lebt die Familie in einer provisorischen Hütte, die mit einer Plastikplane bedeckt ist und aus beschädigten Holzwänden besteht. Die Notunterkunft ist viel schlimmer als ihr altes Haus, bevor es renoviert wurde.

Doch glücklicherweise konnte Michael die Ernte einbringen, bevor Taifun Haiyan alles zerstörte. Obwohl manche der Säcke nass wurden, schaffte er es den Reis zu retten. Er trocknete die Körner einfach in der Sonne. Zwar war die Reisqualität nicht die gleiche, aber die Rettung hatte etwas Gutes. Die Familie musste in den schwierigen Wochen direkt nach dem Taifun nicht hungern.

Trotz Zerstörung gibt es Hoffnung

Dennoch schmerzt Emmas Herz, wenn sie an ihr altes, gerade erst renoviertes Zuhause denkt. Jetzt haben sie einfach kein Geld mehr, um ihr Haus wieder so herzurichten, wie es vorher war. Als Emma hörte, dass CARE Baumaterial an Überlebende verteilt, deren Häuser zerstört wurden, war sie sehr glücklich.

Während der Verteilung von Baumaterial am 8. Januar, zwei Monate nach der Katastrophe, gingen Emma und ihr Mann zum nahegelegenen Gemeindezentrum und nahmen Werkzeuge und andere Materialien für die Reparatur ihres Hauses entgegen. Bald wird CARE Michael und Emma auch mit Bargeld unterstützen, damit sie noch mehr Einzelteile kaufen und schneller helfen können ihre Heimat wieder aufzubauen.

„Ohne die Hilfe von CARE könnten wir die Kosten für ein neues Hausdach gar nicht aufbringen. Für uns ist das eine sehr große Unterstützung. Aber wir können auch nicht mehr lange in unserem provisorischen Haus leben. Für unsere Töchter ist das einfach nicht gut. Dank der Unterstützung von CARE und anderen Partnerorganisationen können wir nun nach vorne schauen und darauf hoffen, dass wir bald wieder in einem besser gebauten Haus wohnen können“, erklärt Emma.