Schwere Energiekrise in Tadschikistan

Eine ernste Energiekrise hat in Tadschikistan für Millionen Einwohner zu einem Mangel an Nahrung und Heizmaterial geführt. CARE leistet Nothilfe für mehr als 17.000 Menschen.

Das Land erlebt einen der rauesten Winter seit den letzten 30 Jahren. In den am schwersten betroffenen Gebieten Duschanbe, Yovon, Vahdat und Varzob verteilt CARE Lebensmittel, warme Kleidung, Heizöfen und Brennmaterial. Mit mobilen Gesundheitszentren verbessert CARE die medizinische Grundversorgung in abgelegenen Gebieten.

Die Menschen in Tadschikistan leiden im Winter häufig an Elektrizitäts- und Nahrungsmittelknappheit. Rekordtiefstände der Wasserspeicher, die das Hauptwasserkraftwerk des Landes speisen, verschlimmern die Situation jedoch. Viele ländliche Regionen haben nur ein oder zwei Stunden am Tag Zugang zur Stromversorgung. Nachts sinken die Temperaturen bis auf minus 20 Grad Celsius.

Kinder hungern in Waisenhäusern

Stark betroffen sind auch Waisenhäuser und Kindergärten, die CARE mit Notvorräten versorgt.
„Die Waisenhäuser in Tadschikistan haben nicht die Mittel, um dieser Krise entgegenzutreten“, berichtet Sylvia Francis, stellvertretende Landesdirektorin von CARE in Tadschikistan. „Die Kinder haben nicht genug zu essen und drängen sich zusammen, um nicht zu frieren. “

Mehrere Teile Zentralasiens haben dieses Jahr mit einem extrem kalten Winter zu kämpfen.
CARE International versorgte in Tadschikistan bereits vor der Krise 12. 000 Schulkinder, 4.400 Schwangere und stillende Mütter mit Nahrung. CARE ist seit 1994 im Land aktiv. Die Arbeitsgebiete umfassen die Bereiche Ernährungs- und Existenzsicherung, Gesundheit, Katastrophenhilfe, Landwirtschaft und Abwassersysteme.