Sierra Leone: Bereits über 19.000 Menschen an Cholera erkrankt

CARE verteilt in dem westafrikanischen Land Hygieneartikel und Trinksalzlösungen und klärt die Bevölkerung über Cholera auf.

Die Zahl der Cholera-Erkrankungen in Sierra Leone steigt weiterhin an. Derzeit sind bereits über 19.000 Menschen erkrankt, 274 Menschen sind an der Cholera gestorben. Neue Fälle wurden auch aus der bis dahin nicht betroffenen Region Koinadugu im Nordosten des Landes gemeldet. Damit sind nun 12 der 13 Regionen des Landes betroffen und 4,6 Millionen Menschen gefährdet. Im Westen, der besonders betroffen ist, meldeten 84 der 106 Gesundheitseinrichtungen Cholera-Fälle.

So hilft CARE

CARE verteilt über 1.240.000 Wasseraufbereitungstabletten, rund 100.620 Seifen und knapp 27.000 Päckchen mit Trinksalzlösungen in vier Regionen des Landes. Außerdem verteilt CARE Vorsorge-Kits an 5.100 Familien in den betroffenen Gebieten. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium identifiziert CARE weitere Risikogebiete. Über das Radio informiert CARE gemeinsam mit Vertretern der örtlichen Gesundheitsbehörden die Bevölkerung darüber, was Cholera ist und wie man sich vor ihr schützen kann. CARE unterstützt die Regierung bei der Koordination, bei der Errichtung und Ausbesserung von Wasser- und Sanitäranlagen. Außerdem versucht CARE, so viele gesellschaftliche Kräfte wie möglich zu mobilisieren, damit jeder Mensch in Sierra Leone weiß, mit welchen Hygienemaßnahmen er sich vor der Durchfallerkrankung schützen kann. Insgesamt erreicht CARE über 820.000 Menschen mit Informationen und Hygieneartikeln. Die Zahl der Neuerkrankungen konnte bereits verringert werden.

CARE in Sierra Leone

CARE International arbeitet bereits seit 50 Jahren in Sierra Leone. Im letzten Jahrzehnt hat sich CARE vor allem der Bekämpfung der Ursachen von Armut und sozialer Ungerechtigkeit gewidmet und erreicht damit jährlich mehr als 2,6 Millionen Menschen. CARE konzentriert sich dabei auf diejenigen, die in schwer zugänglichen Gebieten leben und führt Maßnahmen zu Ernährung und Gesundheit, wirtschaftlicher Entwicklung sowie der Stärkung von Frauen und gesellschaftlichen Organisationen durch.