Sierra Leone: Cholera-Erkrankungen vor allem im Westen des Landes

CARE Sierra Leone mobilisiert alle zur Verfügung stehenden Mittel, um weitere Cholera-Erkrankungen zu verhindern.

Im Januar dieses Jahres ist die Cholera in Sierra Leone ausgebrochen. Bereits 7.757 Menschen haben sich mit der Durchfallerkrankung infiziert. 134 starben. Besonders der Westen des westafrikanischen Landes ist betroffen.

Cholera wird hauptsächlich über verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel übertragen. Unzureichende Abwasser- und Müllbeseitigung, mangelnde Hygiene sowie heftige Regenfälle, die zu Überflutungen und Wasserverschmutzungen führten, hat die Bevölkerung besonders anfällig für die durch Wasser übertragbare Krankheit gemacht. Cholera kann innerhalb weniger Stunden zum Tode führen.

Das Gesundheitsministerium arbeitet mit Partnern wie CARE daran, Informationen über den Schutz vor der Krankheit zu verbreiten. Es werden etwa Ratschläge zum gründlichen Händewaschen, Abkochen des Trinkwassers und der Reinigung von Nahrungsmitteln vor dem Verzehr gegeben. Die Regierung hat drei Notfallzentren in der Nähe der Hauptstadt Freetown eingerichtet, in denen neuerkrankte Patienten aufgenommen werden. Die staatlichen Krankenhäuser behandeln alle Cholera-Fälle unentgeltlich.

CARE Sierra Leone mobilisiert alle zur Verfügung stehenden Mittel, um den Cholera-Ausbruch einzudämmen. Dabei konzentriert sich die Arbeit auf die Regionen Bombali, Kambia, Koinadugu, Tonkolili und Western Area. In Zusammenarbeit mit örtlichen Gesundheits-Teams verbreitet CARE etwa über Radio-Sendungen Informationen über die Krankheit und darüber, wo bereits erkrankte Menschen Hilfe bekommen können. Bei öffentlichen Informationsveranstaltungen werden Cholera-Präventionskits an betroffene und gefährdete Gemeinden verteilt. Zusätzlich schulen die CARE-Teams Freiwillige aus den Gemeinden und Vereinigungen zur Cholera-Vorbeugung und mobilisieren die Gemeinden.

CARE Sierra Leone ist Mitglied einer nationalen Cholera-Arbeitsgruppe, die sowohl Ausbreitung als auch Ausmaß der Epidemie ständig erfasst und mögliche Strategien zur Eindämmung erarbeitet.