Sierra Leone: Von der Schulmahlzeit zum Personalmanager

Zum 50-jährigen Jubiläum erinnert sich ein CARE-Mitarbeiter an seine eigene Kindheit, die auch durch ein CARE-Ernährungsprogramm geprägt wurde.

Im Jahr 1974 war Festus Davis in der Grundschule im östlichen Teil von Sierra Leones Hauptstadt Freetown. Bis dahin hatte der Sechsjährige nicht viel für die Schule übrig. Aber dann passierte etwas, das seinen Blickwinkel für immer verändern sollte.

Es begann an dem Tag, an dem Festus Lehrer ihn und seinen Klassenkameraden aufforderte, zukünftig Teller und Löffel mit in den Unterricht zu bringen. CARE ermöglichte, dass in Festus’ Grundschule jeder Schüler eine warme Mahlzeit am Tag bekam.

„Für uns war das Essen plötzlich der Anreiz zur Schule zu kommen“, berichtet Festus lächelnd. „Ich erinnere mich noch gut, dass Teller und Löffel die ersten Dinge waren, die ich morgens in meine Schultasche packte.“

Heute ist Festus Personalmanager bei CARE

CARE unterstützt seither mit lokalen Organisationen abgelegene Gemeinden dabei, neue Straßen zu bauen. CARE leistete auch  während des zehnjährigen Bürgerkrieges Hilfe.

Heute herrscht in Sierra Leone Frieden und CARE kämpft gegen Armut und für die Integration sozialer Minderheiten.

 

Und auch in Festus’ Leben hat sich einiges geändert: Während er als Schüler noch Hilfe von CARE bekam, arbeitet er heute als Personalmanager für CARE Sierra Leone. Gleich nachdem er seinen Abschluss in der Tasche hatte, erfuhr er zufällig von dem Stellenangebot. 

Lebhaft erinnert er sich an den Tag seines Bewerbungsgesprächs: „Ich war eine dreiviertel Stunde zu früh. Während ich wartete, las ich im Empfangsbereich Statements über das Selbstverständnis und die Visionen von CARE. Da wurde mit bewusst, dass ich jetzt eine Chance habe, etwas zurückzugeben. Denn das CARE-Programm war damals der Grund, warum ich überhaupt zur Schule gegangen bin und eine gute Ausbildung erhalten habe.“