Sozialer Wandel durch Sport – Interkulturelle Jugendbegegnung 2011

14 kenianische Mädchen zu Besuch: Willkommen in Deutschland!

Vom 18. bis zum 30. Juni sind 14 kenianische Mädchen anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen auf Einladung der Hilfsorganisation CARE zu Besuch in Deutschland und Luxemburg. Die Mädchen haben ihre Gruppe selbst auf Suaheli „Sisi Nyota – Wir sind Stars“ getauft. Sie treffen in Deutschland auf fußballbegeisterte deutsche Jugendliche, tragen Freundschaftsspiele aus und nehmen an verschiedenen Kultur- und Sportevents teil.

13 Tage quer durch Deutschland und Luxemburg
Ihre Reise führt sie in große Städte wie Berlin oder Köln und in kleinere Städte wie Töging am Inn oder Herzogenaurach. Durch die Begegnung beider Kulturen sollen Solidarität, Verständnis und Freundschaft auf- und Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit abgebaut werden. Für die kenianischen Mädchen, die zwischen 12 und 15 Jahre alt sind, ist es ihr erster Auslandsaufenthalt.

Lesen Sie hier auch unseren Blog "Hallo Deutschland!" (20.06), Ein Remis, mehr als 11 Freundinnen und Reiseplanungen (19.06), Kicken mit den Löwen (21.06), Von Bayern nach Bonn und ein großer Topf Ugali (24.06) von Katharina Nordhorn und Nick Kohl, die die Mädchen auf ihrer Reise begleiten.


Teamgeist durch Sport und Spaß

Sie wurden von einer Vielzahl an Bewerberinnen ausgewählt, um ihr besonderes Engagement, ihren sportlichen Ehrgeiz und ihren Teamgeist zu stärken. Die Sportlerinnen, die in Kenia in armen Verhältnissen leben, wurden bereits in Kenia in Workshops, Ausflügen und beim Zusammentreffen mit deutschen Jugendlichen auf die Reise vorbereitet. Die Mädchen werden zudem von zwei Betreuerinnen sowie der Koordinatorin des Projekts, Dr. Auma Obama begleitet. Die Reise wird unter anderem von der Bundesliga-Stiftung und adidas unterstützt.

„Sozialer Wandel durch Sport“
Die 14 Mädchen von „Sisi Nyota“ nehmen in Kenia an der CARE-Initiative „Sozialer Wandel durch Sport“ teil, die von Auma Obama betreut wird. Das Sport- und Betreuungsprogramm bietet benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Alternative zum Leben auf der Straße. Durch verschiedenste sportliche Aktivitäten wie Fußball, Handball oder Tauziehen sollen Jugendliche – vor allem Mädchen– stärkeres Selbstvertrauen gewinnen und ihre Teamfähigkeit und Sozialkompetenzen ausbauen.

Sport vermittelt den jungen Menschen Kenntnisse, die sie auch in anderen Lebensbereichen anwenden können, um so Armut und soziale Not zu überwinden. Gleichzeitig entwickeln sie ein besseres Körpergefühl, lernen ihre Fähigkeiten und Grenzen kennen und können Respekt, Fairplay und Zusammenspiel aus dem Sport auch auf ihren Alltag übertragen.

Der sportliche Rahmen wird auch dafür genutzt, Hygiene und Gesundheitsvorsorge, HIV/AIDS-Prävention und Gleichberechtigung anzusprechen. Die Jugendlichen haben außerdem die Möglichkeit, sich aktiv als Teamkapitän oder Trainer einzubringen und so Organisationskompetenz und Führungsqualitäten zu erlernen.

Unsere Fotogalerie porträtiert die kenianischen Mädchen, ihre Träume für die Zukunft und ihre Vorstellungen vom fernen Deutschland.