Sudan: CARE muss alle Hilfsaktionen einstellen

Projekte im Nordsudan und Darfur geschlossen

Bonn, 6. März 2009. CARE hat alle Hilfsprojekte eingestellt und fliegt internationale Mitarbeiter aus dem Sudan aus. Damit leistet CARE einer Anweisung der sudanesischen Regierung Folge, die am gestrigen Donnerstag der Hilfsorganisation die Arbeitserlaubnis entzogen hat. CARE ist eine der größten Hilfsorganisationen im Sudan und unterstützt mehr als anderthalb Millionen Menschen in Nordsudan und in der Krisenregion Darfur mit lebenswichtigen Hilfsgütern. 

CARE wurde mitgeteilt, alle Operationen einzustellen und Besitztümer im Lande, inklusive Computern und Fahrzeugen, der sudanesischen Regierung zu übergeben. Die internationalen Mitarbeiter müssen den Sudan sofort verlassen. Mindestens zwölf weitere Hilfsorganisationen im Sudan sind ebenfalls aufgefordert worden, die Hilfe einzustellen. 

“Der Sudan ist eines der ärmsten Länder weltweit. Dies wird desaströse Auswirkungen auf Millionen Menschen im Sudan haben, die auf die humanitäre Unterstützung in Form von Lebensmitteln, Trinkwasser und medizinischer Hilfe angewiesen sind”, sagt Wolfgang Jamann, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. “CARE ist in Sorge darüber, wie die Ärmsten der Armen nun überleben werden ohne die Hilfe der großen Organisationen”, so Jamann weiter. “Wir hoffen, demnächst unsere Arbeit wieder aufnehmen zu können und planen, gegen die Entscheidung Einspruch zu erheben.” 

CARE operiert unabhängig vom Internationalen Strafgerichtshof und ist eine von religiöser Anschauung, ethnischer Herkunft und politischem Bekenntnis unabhängige Organisationen. Im Sudan arbeitet CARE seit 28 Jahren mit Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser und Hygiene, Bildung und Gesundheit in den sudanesischen Provinzen Nord- und Südkordofan als auch in der Hauptstadt Khartum. In den letzten sechs Jahren hat CARE lebensrettende Nothilfe in Darfur und im Nachbarland Tschad geleistet, der größten humanitären Katastrophe weltweit. Die Hilfe im Sudan ist eine von CAREs größten Programmen in Ost- und Zentralafrika mit mehr als 650 Mitarbeitern. Darunter befinden sich 30 internationale Mitarbeiter, der Großteil besteht aus sudanesischen Angestellten. Das Hauptbüro in Khartum leitet 13 Unterbüros in ganz Nordsudan. 

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CARE engagiert sich mit über 14.000 meist lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 69 Ländern für die Überwindung von Armut, Hunger und Krankheit. CARE blickt auf 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft. Für seine sorgfältige Verwendung von Spendengeldern trägt CARE Deutschland-Luxemburg das DZI-Spendensiegel und wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit dem ersten Platz des Transparenzpreises 2008 ausgezeichnet.