Syrien: „Uns sind die Hände gebunden“

Aktion vor dem deutschen Bundestag: Mehr als 20 Hilfsorganisationen fordern Zugang zu belagerten Gebieten in Syrien

Zum sechsten Jahrestag der Syrienkrise machte CARE zusammen mit mehr als 20 weiteren deutschen Hilfsorganisationen darauf aufmerksam, dass weiterhin mehr als fünf Millionen Menschen in 13 belagerten oder schwer erreichbaren Gebieten in Syrien ausharren müssen.

Gemeinsam standen heute mehr als 100 humanitäre Helfer und Vorstandsmitglieder der Hilfsorganisationen mit verbundenen Händen vor dem Bundestag, während Pressemitteilungen vorgelesen wurden, die die Organisationen in den vergangenen sechs Jahren verschickt hatten – eine Chronologie des Horrors.

„Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren. Aleppo ist bis heute Inbegriff des Grauens, den Menschen erleben, die komplett eingeschlossen sind. In Syrien gibt es jedoch insgesamt 13 Orte wie Aleppo“, teilten CARE und weitere Organisationen mit.

Ein Statement mit weiteren Forderungen der Organisationen finden Sie hier.

Am Abend des 9. März fand ebenfalls ein parlamentarischer Abend statt, zu dem der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Prof. Dr. Matthias Zimmer, einlud. CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel berichtete den anwesenden Abgeordneten: „Im Jahr 2016 wurden zahlreiche medizinische Einrichtungen in Syrien angegriffen. Wir können zwar über eine Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts reden, aber wir sehen, dass es im Moment mit Füßen getreten wird. Wir fordern vollständigen humanitären Zugang zu belagerten Gebieten in Syrien, weil wir jede Woche zusätzlich 300.000 Menschen mit dringend benötigter Hilfe erreichen könnten.“

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