Tosende Stürme und bebende Erde

Die humanitären Einsätze von CARE in den letzten sechs Monaten

CARE kennt sich mit Krisen und Katastrophen aus. Seit mehr als sechzig Jahren leistet die Organisation dort Hilfe, wo Menschen alles verloren haben – sei es durch Gewalt, Naturkatastrophen oder Unfälle. Solche Krisen kommen plötzlich, und dann muss schnell reagiert werden. Mit über 14.000 Mitarbeitern weltweit ist CARE International gut darauf vorbereitet, zügig zu helfen. Das zeigen die Nothilfeeinsätze des letzten halben Jahres:

Niger: Das Wasser kam zu schnell

Anfang September richteten sintflutartige Regenfälle starke Zerstörung rund um das Air-Gebirge und die Stadt Agadez an. Die meisten Gebäude waren den Wassermassen nicht gewachsen und brachen komplett zusammen. Das Wasser hat auch Gemüsegärten, Felder und Brunnen beschädigt und den Menschen damit ihre Lebensgrundlage genommen. CARE arbeitet vor Ort mit der lokalen Tuareg-Organisation HED-Tamat zusammen. Die Helfer verteilen Haushaltspakete, Medikamente und Werkzeuge.

Vietnam, Laos, Kambodscha: Ein Sturm kennt keine Grenzen

Am 27. September traf der Wirbelsturm Ketsana auf das südostasiatische Festland und zog über Vietnam, Laos und Kambodscha. In Vietnam konnte ein Großteil der Bevölkerung evakuiert werden, aber der Wirbelsturm änderte kurzfristig seine Richtung und überraschte damit noch weitere Regionen, die nicht ausreichend vorbereitet waren. CARE ist in allen drei Ländern präsent und arbeitete bereits vor dem Wirbelsturm in den betroffenen Regionen. Die Nothilfe umfasste Nahrung, Küchensets, Saatgut und andere Gebrauchsgegenstände.

 

Indonesien: Die Erde bebt – schon wieder

Erdbeben sind in Indonesien leider keine Seltenheit. Dass die Erde aber nur drei Tage nach dem Wirbelsturm Ketsana bebte, der die Nachbarländer heimsuchte, das bedeutete für die Nothilfeteams von CARE eine große Herausforderung. Aber auch in Indonesien ist CARE mit einem erfahrenen Team lokaler Mitarbeiter vor Ort und konnte deshalb schnell helfen.

-> Update: Wie und wo hilft CARE in Südostasien?

Haiti: Nichts ist mehr wie es war

Der 12. Januar 2010 wird in die Geschichte des kleinen Karibikstaates als ein Tag der Zerstörung eingehen. Ein Erdbeben der Stärke 7,0 verwüstete innerhalb weniger Sekunden fast die gesamte Hauptstadt Port-au-Prince und viele umliegende Gebiete. „La catastrophe“ - die Katastrophe wird das Erdbeben von der Bevölkerung genannt. Über 220.000 Menschen starben, mehr als drei Millionen sind betroffen.

 

CARE ist seit mehr als 50 Jahren in Haiti und konnte mit 130 Mitarbeitern unmittelbar Hilfe leisten. Inzwischen haben die Nothelfer knapp 280.000 Menschen mit Unterkünften, Haushaltsgegenständen, Nahrung und Hygieneartikeln erreicht. Schwangere Frauen und junge Mütter erhalten besondere Unterstützung.

-> Eindrücke der CARE-Mitarbeiter Anton Markmiller, Rick Perera und Sabine Wilke im Blog aus Haiti

Chile: Die Beben hören nicht auf

Gleicher Kontinent, gleiche Naturgewalt: Am 27. Februar erschütterte ein schweres Erdbeben Chile. Zwar ist das Land besser entwickelt als Haiti und auf Erdbeben vorbereitet, aber die Stärke der Erschütterung brachte große Zerstörung. Rund 200 Nachbeben lassen die Menschen seitdem nicht zur Ruhe kommen. CARE unterstützt eine lokale Partnerorganisation bei der Nothilfe für entlegene Gebiete in der Nähe des Epizentrums bei Concepción.

-> Berichte von CARE-Mitarbeiter Thomas Schwarz aus Chile im Blog



Niger, Indonesien oder Haiti – diese Naturkatastrophen treffen plötzlich ein und können mit einem Datum versehen werden. Daneben gibt es aber auch unzählige schleichende Krisen und andauernde Konflikte, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Dazu gehört etwa die Dürre in Ostafrika, die Folgen des Klimawandels für ärmere Länder und der stetig wachsende Flüchtlingsstrom in Kenia. CARE braucht auch für diese Einsätze Unterstützung.

Bitte helfen Sie CARE dabei, weltweit Not zu lindern.
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