UN-Flüchtlingsgipfel in New York: Gutem Willen müssen konkrete Handlungen folgen

Dem gestrigen UN-Gipfel in New York müssen konkrete Handlungen zum Schutz von Flüchtlingen folgen, fordert die Hilfsorganisation CARE.

New York/Bonn, 20. September 2016. Nach dem gestrigen UN-Gipfel in New York fordert die Hilfsorganisation CARE konkrete Handlungen zum Schutz von Flüchtlingen. „Der Gipfel war ein positiver Schritt in die richtige Richtung, aber beim heutigen Folgegipfel müssen konkrete Zusagen gemacht werden“, so CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. Die Regierungsvertreter waren im Rahmen der UN-Generalversammlung zusammengekommen, um eine Resolution zur globalen Flüchtlingskrise zu verabschieden. Dem ersten Flüchtlingsgipfel der Vereinten Nationen folgt heute ein zweiter, von Präsident Obama ins Leben gerufener Gipfel. Ziel ist ein globaler Pakt für besseren Schutz, Versorgung und Perspektiven für geflüchtete Menschen.

 
Die „Zusagen“ der UN Mitgliedsstaaten jedoch wurden lediglich als Absichtserklärungen formuliert. „UN Mitgliedsstaaten müssen dafür verantwortlich gemacht werden, wenn sie gegen internationale Abkommen und Flüchtlingsrecht verstoßen. Sie müssen die globale Verantwortung für Flüchtlinge teilen, und nicht weiter- und aufschieben.“ Dies, so CARE, beinhaltet etwa die Bekämpfung der Fluchtursachen und Unterstützung für Entwicklungsländer, die insgesamt fast 90 Prozent aller Flüchtlinge weltweit aufgenommen haben. CARE fordert, dass 10 Prozent der Flüchtlinge weltweit bis zum Ende des Jahres in reichere Staaten umgesiedelt werden. „Der Gipfel zeigt, dass die internationale Gemeinschaft wachgerüttelt ist. Zu viele Menschenleben sind auf dem Spiel, der Status Quo kann nicht so weitergehen. Dem guten Wille müssen nun unbedingt Taten folgen“, so Zentel.
 
Weltweit sind mit knapp 60 Millionen mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor. Dennoch werden derzeit von den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen noch nicht einmal die nach dem zweiten Weltkrieg beschlossenen Mindeststandards eingehalten. „Es muss mehr getan werden, um legale Fluchtrouten zu schaffen und Schutz für Menschen auf der Flucht zu garantieren“, so Zentel.

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