Überschwemmungen im südlichen Afrika

Starke Regenfälle haben weite Teile des südlichen Afrika überflutet. Vor allem im Mosambik und Sambia überschwemmen große Ströme wie der Sambesi, der viertlängste Fluss Afrikas, ganze Dörfer und Felder.

Nutztiere ertrinken in den Wassermassen und lassen ihre Besitzer ohne Einkommen zurück. Der Sambesi entspringt in Sambia und schiebt die Wassermassen durch das gesamte Land bis nach Mosambik, wo er schließlich in den indischen Ozean mündet. In Mosambik werden viele Einwohner an die Überschwemmung im Jahr 2001 erinnert, die als eine der größten in der Geschichte des Landes zählt. Damals gingen die Bilder einer Frau, die in einer Baumkrone ein Baby gebar um die Welt – und auch diesmal müssen Rettungskräfte die Menschen aus den Spitzen der Bäume bergen. Der Wasserpegel nähert sich bereits der Marke vom Jahr 2001; wenn es weiter regnet könnte die Grenze sogar übertreten werden. CARE hat Plastikplanen, Wassertanks und –kanister ausgeteilt und hält ein Rettungsboot für Evakuierungen bereit.

«Wir haben erst die Hälfte der Regenzeit hinter uns, aber schon mehr als das Doppelte der normalen Niederschläge», berichtet Michael Schroll, deutscher Mitarbeiter von CARE in Sambia. Auch dort haben die Überflutungen Straßen, Brücken, Häuser und Feldfrüchte zerstört. CARE beobachtet die Lage und bereitet Nothilfemaßnahmen vor.