Weltflüchtlingstag 2014: Online-Videochat mit Flüchtlingen

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Ein Tag, an dem weltweit mehr als 43 Millionen Flüchtlinge geehrt werden, für ihre Stärke und Entschlossenheit.

Aber was bedeutet es eigentlich Flüchtling zu sein? Wie ist es in einem Flüchtlingscamp aufzuwachsen? Vor welchen Herausforderungen stehen Flüchtlinge, die in Camps und städtischen Gebieten leben? Was sind ihre Träume? Was sind ihre Hoffnungen für die Zukunft? Am 19. Juni, um 13 Uhr deutscher Zeit (ursprünglich war 12h angegeben, wir bitten den Fehler zu entschuldigen!), diskutieren syrische Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon sowie Flüchtlinge aus Somalia in Dadaab, dem größten Flüchtlingscamp der Welt in Kenia, in einem CARE-Online-Videochat. Interessierte können die Podiumsdiskussion über Google Hangout verfolgen und Fragen stellen.

Teilnehmer: Flüchtlinge aus Syrien und Somalia

Ali Sandeed, 26, ist syrisch-palästinensischer Flüchtling und lebt zurzeit im Libanon. Dort leitet er ein Projekt für syrische und libanesische Freiwillige. Gemeinsam mit der CARE-Partnerorganisation DPNA organisiert er Trainings, in denen Freiwillige lernen, dass Bewusstsein für bessere Hygienebedingungen zu erhöhen. „Ich fühle das Leid der Flüchtlinge, der Syrer, der Palästinenser, der syrischen Palästinenser. Ich fühle ihr Elend, ihre zerstörten Hoffnungen, ihre Träume. Was mich antreibt, ist der Wille, meine Landsleute im Libanon zu unterstützen.“

Nada Daly, 30, kommt aus der syrischen Hauptstadt Damaskus. Nada studierte englische Literatur und arbeitete als Lehrerin, bevor sie im August 2012 nach Amman, Jordanien, floh. „Jeder sollte dort leben, wo er sich zugehörig fühlt. Jeder sollte dort leben, wo er möchte, ohne Angst und ohne Krieg.“

Abdi Hussein Noor, 23, ist somalischer Flüchtling und lebt in Dadaab, dem größten Flüchtlingscamp der Welt in Kenia. Abdi kam 1991 dorthin, als er drei Jahre alt war. Er besuchte eine der Grundschulen von CARE, jetzt arbeitet er als Trainer in einem CARE-Zentrum. Er unterstützt junge Flüchtlinge bei der Ausbildung ihrer beruflichen Fähigkeiten, als Internet-Café-Betreiber und Trainer für Computertechnologie. „Nichts ist wichtiger als Frieden.“