Weltgipfel gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten geht zu Ende

CARE begrüßt den letzte Woche in London stattgefundenen Gipfel gegen sexualisierte Kriegsgewalt, als bislang beispiellose Möglichkeit die Gräuel von Vergewaltigungen in Kriegsgebieten zu beenden.

Das innovative und interaktive Forum hat dazu beitragen, dass Barrieren zwischen Diplomaten, Überlebenden und Helfern aus besonders betroffenen Gebieten überwunden werden konnten. Bei runden Tischen mit Außenministern und Militärobersten hatten Aktivisten die Möglichkeit das letzte Wort zu ergreifen.

Die Botschaft von CARE wurde gehört. Im Abschlussprotokoll des Gipfels konnte festgehalten werden, dass „gut durchdachte Gesetze und internationale Vereinbarungen nicht ausreichen, wenn die Einstellung der Menschen sich nicht verändert“. US-Außenminister John Kerry, UK-Außenminister William Hague und Schauspielerin Angelina Jolie betonten: Damit Gewalt gegen Frauen und Mädchen beendet wird, muss bei der Ungleichheit der Geschlechter angesetzt werden. Männer müssen aktive Befürworter dieser Agenda werden, anstatt das Problem allein den Frauen zu überlassen.

Einstellungen müssen verändert werden

An den Diskussionen des Gipfels beteiligten sich Männer, die bereits aktiv mitarbeiten Geschlechterungleichheit zu bekämpfen, aber es muss noch viel getan werden, um die Einstellung gegenüber Frauen in den Köpfen der Menschen zu verändern. Jungen und junge Männer müssen lernen, ihre Einstellungen zu sexualisierter Gewalt und alltäglichem Sexismus zu hinterfragen und zu ändern. Unsere Arbeit in Konfliktgebieten und ehemaligen Konfliktregionen hat gezeigt, dass die Arbeit mit Männern und Jungen den Gewaltkreislauf beenden kann. Also rufen wir weiterhin Regierungen auf der ganzen Welt dazu auf, geschlechtliche Gleichberechtigung und die Beendigung von Gewalt gegen Frauen auf den nationalen Lehrplan zu setzen. Dieser Aufruf kann auf change.org unterstützt werden.

Hilfe für Betroffene sexualisierter Gewalt

CARE befürwortet insbesondere die Verpflichtungen zum Abschlussprotokoll der USA, Großbritanniens und Somalias und hofft auf weitere Staaten, die den Kampf gegen sexualisierte Gewalt mit finanziellen und technischen Beiträgen unterstützen. Zur Generalversammlung der Vereinten Nationen im September, fordert CARE Staaten deshalb auf, diesem guten Beispiel zu folgen und die Hilfe für Betroffene sexualisierter Gewalt auszuweiten.

Der Erfolg des Weltgipfels gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten wird sich zeigen, wenn die zugesagten Verpflichtungen das Leben der Menschen in akuten Konfliktsituationen und ehemaligen Krisenregionen verändert.