Weltwassertag: Gute Nachrichten aus Haiti

Kein Ausbruch von Seuchen / Sanitäreinrichtungen und Trinkwasser bleiben Priorität der Nothelfer

Auch zwei Monate nach dem Erdbeben in Haiti sind noch keine nennenswerten Ausbrüche von Krankheiten registriert worden, die durch verschmutztes Trinkwasser entstehen. Denn Regierung und Hilfsorganisationen haben gemeinsam schnell reagiert. Zum heutigen Weltwassertag unterstreicht CARE deshalb, wie wichtig die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser ist, vor allem nach einer großen Katastrophe wie dem Erdbeben vom 12. Januar.

“Wir sind sehr erleichtert, dass es noch keine Ausbrüche von Seuchen wie Cholera gegeben hat. Das ist nach einer solchen Katastrophe leider oft der Fall“, sagt Sophie Perez, die Länderdirektorin von CARE Haiti. „Unsere Arbeit im Wasser- und Sanitärbereich, die Verteilung von Hygienepaketen und nicht zuletzt Aufklärung über richtiges Verhalten wie etwa Händewaschen haben sich hier als Erfolg erwiesen.“ Aber Sanitäreinrichtungen und Trinkwasser bleibe die oberste Priorität der Nothelfer, gerade weil in diesen Wochen die Regenzeit beginne, so Perez.

 “CARE ist seit 1954 in Haiti aktiv und hat in vielen Katastrophen Nothilfe geleistet, häufig nach Wirbelstürmen und Überflutungen”, schildert Perez die Erfahrungen der Organisation. “Und jedes Mal sehen wir, dass mit den Fluten auch das Seuchenrisiko steigt. Der Durst kann die Menschen dazu treiben, schmutziges Wasser zu trinken. Deshalb ist es lebenswichtig, sauberes Trinkwasser bereitzustellen, aber auch Toiletten und Abwassersysteme.”

CARE hat unmittelbar nach dem Erdbeben Nothilfe geleistet und bereits am darauffolgenden Tag Wasserreinigungstabletten verteilt. Sie helfen, selbst schmutziges Wasser trinkbar zu machen. Kurz darauf haben die CARE-Helfer so genannte „Wasserblasen“ neben den spontan errichteten Camps aufgestellt. Das sind tragbare Tanks, in denen 10.000 Liter Trinkwasser gespeichert werden kann, das regelmäßig von Tanklastwagen nachgefüllt wird.

CARE errichtet derzeit Latrinen und Vorrichtungen zum Händewaschen für die Menschen in den Camps. Die CARE-Mitarbeiter organisieren zusätzlich Theater-, Tanz- und Gesangsvorführungen auf kreolisch, um über richtiges Hygieneverhalten aufzuklären. Langfristig hat sich CARE zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den haitianischen Behörden die öffentliche Wasserversorgung wieder auf- und auszubauen, sowohl in bestehenden Stadtvierteln als auch in den Gebieten, wo Übergangsunterkünfte für Überlebende des Erdbebens errichtet werden.

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