Wirbelsturm Aila in Bangladesch

CARE verteilt Trinkwasser und Proteinkekse

Dhaka/Bonn, 4. Juni 2009. Mehr als 3,5 Millionen Menschen sind von den Folgen des Wirbelsturms Aila betroffen. Bislang wurden 155 Todesfälle gezählt, viele Menschen werden noch vermisst. Auch jetzt, knapp zwei Wochen nach dem Sturm, sind noch immer Tausende Menschen in den entlegeneren Gebieten ohne Unterstützung, sie haben Häuser, Felder und ihre Tiere verloren.

Kurz nachdem Aila am Montag, den 25. Mai auf die Küste Bangladesch und Ostindiens traf, hat das Nothilfeteam von CARE Bangladesch Wasseraufbereitungsanlagen installiert. Diese Anlagen können stündlich 3.000 Liter Wasser filtern. Zudem hat CARE nahrhafte Proteinkekse an 5.000 Familien verteilt.

Erneut zerstört

Der Wirbelsturm Aila hat denselben Teil des Landes getroffen, der bereits 2007 vom Wirbelsturm Sidr zerstört wurde. 3.500 Menschen starben damals, mehr als zwei Millionen mussten fliehen. Viele der Gemeinden haben gerade erst begonnen, sich von der Verwüstung zu erholen. Doch jetzt sind alle Straßen und Häuser wieder zerstört. Frisch bepflanzte Reisfelder wurden einfach weggespült, die Saat ist zerstört. CARE hatte 1.200 Häuser für Überlebende des Wirbelsturms Sidr gebaut.

Haus eines CARE-Mitarbeiters unter Wasser

„Der Süden Bangladeschs war total verwüstet, nachdem der Wirbelsturm Sidr im November 2007 über das Land hinweg fegte. Jetzt sind die Menschen wieder betroffen“, sagt Nick Southern, Länderdirektor von CARE in Bangladesch. „Durch einen unglücklichen Zufall hat der Sturm Aila das Land während Flut getroffen, so dass die nachfolgenden Wellen einfach die Schutzdämme durchbrachen. Einer unserer Kollegen rief uns an und berichtete, dass sein Haus völlig unter Wasser stände. Er könne nur noch im oberen Stockwerk leben. Das gesamte Gebiet sei unter Wasser.“