Wirbelsturm Phailin in Indien: Katastrophenvorsorge rettet Leben

CARE-Mitarbeiter Adam Poulter berichtet über die Notlage der Menschen aus Indien nach dem Zyklon Phailin und erklärt, warum Katastrophenvorsorge Leben rettet.

Schätzungsweise 1.000 Dörfer und Städte der ostindischen Bundesstaaten Odisha und Andhra Pradesh müssen nach der Verwüstung durch Zyklon Phailin ohne Strom auskommen. Der Wirbelsturm überflutete niedrig gelegene Gebiete an der Küste und zerstörte knapp drei Millionen Hektar Ackerland – die Heimat von über zehn Millionen Menschen.

 

Viele der mehr als eine halbe Million Menschen, die vorübergehend in Notunterkünften untergebracht wurden, kehren nun wieder in ihre Heimat zurück. Die meisten von ihnen werden ihr Hab und Gut zerstört vorfinden. CARE arbeitet eng mit indischen Behörden zusammen, um Betroffene mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Trinkwasser, Hygiene- und Überlebenspaketen, Fußmatten und Solarlampen ausstatten zu können.

 

Obwohl Zyklon Phailin ähnlich stark, schnell und zerstörend war wie der Wirbelsturm Paradip im Jahr 1999, der damals fast 10.000 Menschen in Odisha und Andhra Pradesh tötete, kamen diesmal wesentlich weniger Menschen ums Leben.

 

„Bislang ist die Rede von 13 Todesfällen“, berichtet CARE-Mitarbeiter Adam Poulter. Obwohl diese Zahl sich im Laufe der Aufräumarbeiten wahrscheinlich noch erhöhen wird, sind – gemessen an dem Ausmaß des Zyklons – verhältnismäßig wenig Todesfälle zu beklagen.

 

Poulter, der nach dem Wirbelsturm Paradip von 1999 den Wiederaufbau in Odisha unterstützte, führt diesen geringen Verlust von Menschenleben auf die der Katastrophenvorsorge der letzten zehn Jahre im Osten Indiens zurück. Technologische Verbesserungen wie die verbreitete Nutzung von Mobiltelefonen und ein Wetter-Frühwarn-System waren wichtige Werkzeuge in der Reaktion auf den riesigen Wirbelsturm.

 

„Katastrophenvorsorge rettet Leben. Simulationen, Kartierung und andere Vorbereitungsmaßnahmen, die von indischen Behörden und Hilfsorganisationen wie CARE in Zusammenarbeit mit Dorfgemeinschaften vor Ort getroffen wurden, bildeten den entscheidenden Unterschied zwischen 1999 und 2013. Menschen aus der Region wussten diesmal viel früher von dem nahenden Sturm. Indische Behörden konnten klare Anweisungen geben, was zu tun ist und wo Menschen hingehen können, um sich in Sicherheit zu bringen“, sagte Poulter.

 

Im vergangenen Jahr erreichte CARE mit seinen Katastrophenvorsorge-, Notfall- und Wiederaufbau-Programmen fast 12,5 Millionen Menschen in 47 Ländern.

 

 

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