Zentralamerika: Hochwasser gefährdet Ernährungssicherheit

Etwa 1,5 Millionen Menschen sind von heftigen Unwettern betroffen. CARE hilft mit Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser.

Rund 1,5 Millionen Menschen in El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Honduras sind von starkem Hochwasser betroffen. In ärmeren, ländlichen Gebieten wurden bereits 120 Todesfälle gemeldet. Mehr als 100.000 Menschen mussten in Notunterkünften Schutz finden. Vor allem der Zugang zu abgelegenen Gebieten ist häufig nicht mehr möglich, weil Straßen und Brücken durch die Unwetter zerstört wurden.

In Abstimmung mit den lokalen Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen haben CARE-Nothilfe-Teams in den vier betroffenen Ländern eine erste Einschätzung der Schäden und Bedürfnisse vorgenommen. Viele Menschen in den betroffenen Gemeinden haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Nahrungsmittelvorräte und sauberes Trinkwasser werden knapp. Vor allem der Verlust der Ernte durch die Zerstörung der Felder raubt vielen Menschen ihre Lebensgrundlage und Einkommensquelle.

In einigen Regionen Guatemalas wurden etwa 80 Prozent der Nutzpflanzen wie Bohnen und Mais zerstört - zudem könnte sich die Situation durch die Erhöhung der Nahrungsmittelpreise verschärfen. In Guatemala ist der Preis für Mais im Landesdurchschnitt bereits um 10 Prozent gestiegen, in den betroffen Regionen sogar um 25 Prozent. In Teilen des Landes muss aufgrund von verunreinigtem Wasser mit dem Ausbruch von Epidemien gerechnet werden.

Die Nothilfe von CARE konzentriert sich zunächst auf die Wasser- und Nahrungsmittelversorgung der betroffenen Bevölkerung, um Ernährungssicherheit trotz der ausfallenden Ernte gewährleisten zu können und seuchenartigen Krankheiten vorzubeugen. Außerdem werden Wasserleitungen und Straßen repariert und sanitäre Anlagen instandgesetzt.