Zwei Jungen stehen im Regen auf der Straße.

CARE-Hilfe in Mosambik

Mosambik: Neuer Wirbelsturm bringt Zerstörung

Nur wenige Wochen nach Zyklon Idai ist Zyklon Kenneth am 26. April im Norden Mosambiks mit Windgeschwindigkeiten von 220 Stundenkilometern auf Land getroffen und verursachte verheerende Zerstörung. „Ich arbeite seit drei Jahrzehnten in der Katastrophenhilfe. Aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Mir fehlen die Worte“, berichtet Daw Mohamed, Leiter der Einsatzgruppe in der Provinz Cabo Delgado, erschüttert. Schätzungen zufolge waren in Mosambik 370.000 Menschen von diesem erneuten Sturm betroffen; viele werden es noch auf lange Zeit bleiben. Tausende sind obdachlos und hungrig, Straßen und Brücken sind überschwemmt, Bäume entwurzelt.

Dabei hatten die Bewohner der Region kaum Zeit, die Folgen von Zyklon Idai zu bewältigen, der in Mosambik, Simbabwe und Malawi über 1.000 Menschenleben gekostet hatte. Idai war Mitte März mit zerstörerischer Kraft auf Land getroffen. Mehr als 240.000 Gebäude – Wohnhäuser, Krankenhäuser und Schulen – wurden zerstört oder beschädigt. Über 73.000 Menschen wurden obdachlos. Unsere Nothilfe-Teams haben im Katastrophengebiet bislang über 103.000 Menschen mit dringend benötigter CARE-Hilfe erreicht, um der ersten großen Not zu begegnen. 

Weitere Hilfe wird mobilisiert, denn sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und Notunterkünfte sind das, was die Überlebenden nach wie vor am dringendsten brauchen. „Wir haben noch einige Hilfsgüter gelagert, aber die Bestände sind nicht mehr groß“, berichtet CARE-Helferin Ninja Taprogge. 

Bitte helfen Sie, unsere Hilfe weiter auszubauen.

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Drei Monate nach Zyklon Idai. So kommt ihre Hilfe an:

So können Sie helfen

80 Euro

2 Latrinen-Bausets

120 Euro

Ein großes Wasser-CARE-Paket

200 Euro

Notunterkunft für 6 Familien


Blogbeiträge aus Mosambik

CARE-Helferin Ninja Taprogge berichtet einen Monat nach dem Wirbelsturm Idai aus Mosambik:

"4.072 Fälle von Cholera in Mosambik. Innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der Menschen, die mögliche Symptome von Cholera aufweisen, rasant an. Wäre ich in Deutschland, würde es sich für mich – so schlimm es klingen mag – wahrscheinlich nur um eine weitere Zahl aus dem Katastrophengebiet im südlichen Afrika handeln. Doch seit gestern bin ich hier in Beira, einer der Regionen in Mosambik, die am stärksten unter den Folgen von Zyklon Idai leidet. Und das verändert alles."

WeiterlesenAlle Beiträge aus Mosambik 

CARE-Helferin Jennifer Bose in Mosambik

Wirbelsturm Idai – CARE hilft

Die Schule, die als Notunterkunft diente, ist nach dem Zyklon Idai zerstört

Im Dorf Inhamizua wurde eine Schule, die als Notunterkunft für 300 Menschen diente, durch Zyklon Idai zerstört.

Überschwemmungen und Verwüstung machen sich nach dem Wirbelsturm bemerkbar

In der Großstadt Beira ist jeder Einwohner von den Verwüstungen und Überschwemmungen betroffen, die Tropensturm Idai verursacht hat.

Verwüstung nach Sturm Idai

Praia Nova Village ist eines der am stärksten betroffenen Viertel in Beira. Die an der Küste gelegene Barackensiedlung hatte dem schweren Sturm kaum etwas entgegenzusetzen.

CARE hilft z.B. mit sauberem Wasser

Nach dem Wirbelsturm kehren die Menschen zurück nach Praia Nova Village. Was sie jetzt zum Überleben brauchen, sind sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel.

Mutter mit Baby auf dem Arm

Enia Joao lebt mit ihren drei Kindern in Praia Nova Village. "Ich habe noch nie so einen Sturm erlebt", sagt sie erschüttert.

Essende Kinder

In Notunterkünften erhalten auch die Kleinsten dringend benötigte Nahrung. 

Erste Hilfsgüter werden verteilt.

Die ersten Lastwagen mit Hilfsgütern sind angekommen. Hier werden Plastikplanen gegen den anhaltenden Regen verteilt.

Betroffene aus der Region Dondo warten bei einer Verteilung von CARE auf Zeltplanen und Hygiene-Care-Pakete.

Anstehen für ein CARE-Paket: Im Dorf Nhamaibwe, eine Autostunde von Beira entfernt, verteilen Helfer Hygieneartikel und Zeltplanen.

Ein Junge vor dem Zelt seiner Familie. CARE errichtet Notunterkünfte für die von Wirbelsturm Idai Betroffenen in der Region Donda, Mosambik.

Ein Dach über dem Kopf ist überlebenswichtig. Für 50 Familien, die durch den Wirbelsturm ihre Häuser verloren haben, stellt CARE Zelte bereit.

Eine Frau aus Nhamaibwe bei Beira trägt ein Hilfspaket von CARE über dem Kopf. CARE leistet in Mosambik Unterstützung für die Menschen, die durch Wirbelsturm Idai alles verloren haben.

Die Hilfe von CARE kommt an! Dennoch brauchen die Betroffenen dringend weitere Unterstützung. 


Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Ein Mann trinkt Wasser aus einem Brunnen.

Hygiene für alle

Im ländlichen Mosambik ist die Sanitär- und Abwasserversorgung nicht organisiert. Fäkalien gelangen leicht ins Trinkwasser – mit teils tödlichen Konsequenzen. In 22 Gemeinden baut CARE mit der Bevölkerung flächendeckend sanitäre Anlagen. Jeder Haushalt installiert eine Latrine, 40 zentrale Trinkwasserverteilstellen werden eingerichtet. In den Dörfern gründet und schult CARE Hygienekomitees mit dem Ziel, dass das Trinkwasser vor Ort in Zukunft wirklich sicher ist.

 

Eine Frau mit einem Tuch auf dem Kopf, blickt in die Kamera.

Schule gegen den Hunger

Ein Großteil der Bevölkerung in Mosambik lebt von der Landwirtschaft. Zunehmend unregelmäßige Niederschläge und längere Trockenperioden haben die kargen Ernten in den letzten Jahren um bis zu 30 Prozent gesenkt. In der erntefreien Zeit leiden die Familien Hunger. CARE hilft und organisiert für Kleinbauern "Farmer Field Schools". Hier lernen sie den Umgang mit neuen Anbaumethoden und dürreresistenten Gemüsearten. Mit gutem Saatgut von CARE können sie das Erlernte auf den eigenen Feldern umsetzen.

 

Zwei Frauen sitzen auf dem Boden und zählen Geld.

Überlebenshilfe in der Dürre

Lang anhaltende Dürren haben die landwirtschaftliche Produktion Mosambiks stark verringert. Fast 1,5 Millionen Menschen im Land benötigen deswegen humanitäre Hilfe. Um besonders gefährdete Familien vor dem Hunger zu bewahren, verteilt CARE Lebensmittelgutscheine. Sehr arme Haushalte, schwangere und stillende Frauen oder Familien, die durch HIV-erkrankte oder behinderte Mitglieder besonders belastet sind, sollen so in der Lage sein, ihren Grund­nahrungsmittel­bedarf zu decken.


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