Eine Mutter mit ihren Kindern steht vor einem Zelt in Somalia

CARE-HILFE IN SOMALIA

Somalia: Helfen sie im Kampf gegen die Dürre

Aufgrund von Dürre leiden in Ostafrika Millionen Menschen Hunger. 6,7 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der somalischen Bevölkerung, benötigen dringend Hilfe. 185.000 Kinder sind bereits akut unterernährt. „Wir sehen ähnliche Warnsignale wie 2011, als mehr als 260.000 Menschen während der Hungersnot in Somalia starben. Wir dürfen auf keinen Fall warten, bis uns die Bilder sterbender Kinder erreichen“, sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg.

Layla und ihre Kinder mussten jeden Tag eineinhalb Stunden zum nächsten Brunnen laufen, um Wasser zu holen. Doch das Wasser war verunreinigt. "Drei meiner Kinder starben an Cholera. Jetzt versuche ich, meine anderen Kinder zu retten. Ich bin so traurig", erzählt Layla. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie in einem Camp in Bosaso, wo sie von CARE mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.

Somalia ist zudem eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Seit 1988 herrscht ein grausamer Bürgerkrieg, der viele zur Flucht zwingt. Die Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Viehzucht, die meisten als Nomaden oder Halbnomaden. Doch der Klimawandel erschwert zusätzlich ihr Überleben mit zunehmend fatalen Dürren. Die Unterernährungsrate ist mit 20 Prozent eine der höchsten der Welt.

In Somalia hat CARE bisher über 400.000 Menschen mit Trinkwasser, Bargeld-Hilfe und anderen Hilfsgütern erreichen können. Zusätzlich verbessert CARE im Norden des Landes die Wasserversorgung. Der Bau von Latrinen und Hygieneaufklärung schützen vor der Ausbreitung von Cholera und Durchfall.

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Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Ein Leher unterrichtet Männer in einer Schule.

Wasser zum Überleben

Viele Brunnen in Somaliland wurden von internationalen Helfern gebaut. Als sie gingen, brach die Wasserversorgung der Bevölkerung wieder zusammen. Denn Instandhalten und Warten konnte die lokale Bevölkerung die eingeführten Technologien selber nicht. Das will CARE ändern, schult neu gegründete Wasserkomitees aus den Dörfern, aber auch Behördenvertreter in den Technologien und setzt gemeinsam mit ihnen kaputte Wassersysteme wieder instand. CARE stellt sicher, dass die dörflichen Wasserbeauftragten die Systeme auch in Zukunft pflegen und warten und sorgt dafür, dass ihr Einsatz in den Gemeinden entlohnt wird.

 

 

Eine lachende Frau steht mit ihrer Familie vor einem Zelt.

Bessere Ernten und Einkommen

Besonders arme und gefährdete Familien unterstützt CARE dabei, sich zusätzlich zum kargen Ackerbau ein Einkommen aufzubauen. Durch das Herstellen von Nahrungsmitteln für den Verkauf, durch Bienenzucht oder Fischerei. CARE bildet Frauen in den gewählten Handwerken aus und gibt Starthilfe. Kleinspargruppen und Alphabetisierungskurse geben ihnen zusätzlich soziale und finanzielle Sicherheit sowie einen Zugang zu Kleinkrediten und Versicherungen.

Ein Mann arbeitet mit einer Schüppe an einem Wasserloch.

Hygiene und Gesundheit, wo Wasser knapp ist

Um langfristig die Gesundheit vor Ort zu sichern und Cholera keine Chance mehr zu geben, verbessert CARE die Sanitärversorgung und baut mit der Bevölkerung Latrinen. CARE gründet Hygiene- und Gesundheitskomitees und zeigt den Gemeinden, wie gefährlich für sie die Vermischung von Trinkwasser mit Fäkalien ist und wie sehr das Nutzen von Latrinen dagegen hilft. Gleichzeitig baut CARE in den Dörfern Regenwasserspeicher. 1.000 Liter pro Dorf können so sicher gelagert werden.


Blogbeiträge aus Somalia

Frau mit Kind auf dem Schoß

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge unserer CARE-Mitarbeiter. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

In einem Camp in Bosaso, im Norden Somalias, suchen verzweifelte Familien Zuflucht vor der Dürre. CARE betreibt hier ein Ernährungszentrum, um unterernährten Kindern, sowie schwangeren und stillenden Müttern zu helfen. Fünf von ihnen erzählen ihre Geschichte.

Blog aus Somalia: Mütter erzählen Weitere Beiträge aus Somalia


So können Sie helfen

80 Euro

Alphabetisierung von 6 Frauen

120 Euro

Anteilig einen Werkzeugkoffer für 1 Wassertechniker

200 Euro

345 L Regenwasserspeicher



CARE über die Lage in Somalia

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Somalia: Flüchtlinge, Hunger & Hoffnung


Fotogalerie: Dürre in Somalia

Eine Mutter steht mit ihren Kindern vor einem Zelt in Somalia

Dürre

„Früher gab es immer irgendwo Wasser und Nahrung, aber jetzt ist das ganze Land betroffen“, sagt Nura Abdi Nuur, Mutter von sieben Kindern. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mehrere Ziegen trinken aus dem Brunnen

Brunnen

Dieser Brunnen wurde von ausgewanderten Somaliern in den USA finanziert und von CARE gebaut und gewartet. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Eine Familie holt gemeinsam Wasser

Versorgung

Der Brunnen versorgt etwa 5.000 Menschen und ihr Vieh mit Wasser. Zusätzlich werden hier täglich etwa 20-25 Tanklaster mit Wasser befüllt. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Ein Vater und seine Töchter stehen vor einem Brunnen

Fußweg

Mahdi Hirsi Maah und seine Töchter Hodan und Kawsar müssen bis zu sieben Stunden zum Brunnen hin- und zurücklaufen. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mitarbeiter von CARE sprechen mit Somaliern

CARE-Mitarbeiter

CARE-Mitarbeiter sprechen mit einer Frau, die wegen der Dürre ihre Heimat verlassen musste. (Foto: CARE/Anders Nordstega)


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