Eine Mutter mit ihren Kindern steht vor einem Zelt in Somalia

CARE-HILFE IN SOMALIA

Somalia: Helfen sie im Kampf gegen den Hunger

Nach drei Jahren verheerender Dürre traf am 19. Mai der tropische Zyklon Sagar auf den Nordwesten des Landes und hinterließ eine Spur der Zerstörung in den Staaten Puntland und Somaliland. Im Süden haben zudem starke saisonale Regenfälle Überschwemmungen verursacht. Fast 800.000 Menschen sind betroffen, über 230.000 mussten ihre Dörfer verlassen. Zudem hat der Regen Felder überflutet und damit Ernten und Lebensgrundlagen zerstört. Insgesamt benötigen 5,4 Millionen Menschen dringend Hilfe – fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung. 

Somalia ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Seit Anfang der 1990er Jahre herrschen politische Unruhe und Gewalt im Land, die viele Menschen zur Flucht zwingen. Die Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Viehzucht, die meisten als Nomaden oder Halbnomaden. Doch der Klimawandel erschwert zusätzlich ihr Überleben mit zunehmend fatalen Dürren. Die Unterernährungsrateist mit 20 Prozent eine der höchsten der Welt.

In Somalia hat CARE bisher fast 730.000 Menschenmit Trinkwasser, Bargeldhilfe und anderen Hilfsgütern erreichen können. Zusätzlich verbessert CARE im Norden des Landes die Wasserversorgung. Der Bau von Latrinen und Hygieneaufklärung schützen vor der Ausbreitung von Cholera und Durchfall.

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Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Ein Leher unterrichtet Männer in einer Schule.

Wasser zum Überleben

Viele Brunnen in Somaliland wurden von internationalen Helfern gebaut. CARE schult die lokale Bevölkerung in neu gegründeten Wasserkomitees sowie Behördenvertreter in den Technologien und setzt gemeinsam mit ihnen kaputte Wassersysteme wieder instand. So stellt CARE sicher, dass die dörflichen Wasserbeauftragten die Systeme auch in Zukunft pflegen und warten können und sorgt dafür, dass ihr Einsatz in den Gemeinden entlohnt wird.

 

Eine lachende Frau steht mit ihrer Familie vor einem Zelt.

Bessere Ernten und Einkommen

Besonders arme und gefährdete Familien unterstützt CARE dabei, sich zusätzlich zum kargen Ackerbau ein Einkommen aufzubauen. Durch das Herstellen von Nahrungsmitteln für den Verkauf, durch Bienenzucht oder Fischerei. CARE bildet Frauen in den gewählten Handwerken aus und gibt Starthilfe. Kleinspargruppen und Alphabetisierungskurse geben ihnen zusätzlich soziale und finanzielle Sicherheit sowie einen Zugang zu Kleinkrediten und Versicherungen.

Ein Mann arbeitet mit einer Schüppe an einem Wasserloch.

Hygiene und Gesundheit, wo Wasser knapp ist

Um langfristig die Gesundheit vor Ort zu sichern und Cholera keine Chance mehr zu geben, verbessert CARE die Sanitärversorgung und baut mit der Bevölkerung Latrinen. CARE gründet Hygiene- und Gesundheitskomitees und zeigt den Gemeinden, wie gefährlich die Vermischung von Trinkwasser mit Fäkalien ist und wie sehr das Nutzen von Latrinen dagegen hilft. Gleichzeitig baut CARE in den Dörfern Regenwasserspeicher. 1.000 Liter pro Dorf können so sicher gelagert werden.

Layla mit einem ihrer Kinder.

Laylas Kampf gegen Cholera

Layla und ihre Kinder mussten jeden Tag eineinhalb Stunden zum nächsten Brunnen laufen, um Wasser zu holen. Doch das Wasser war verunreinigt. "Drei meiner Kinder starben an Cholera. Jetzt versuche ich, meine anderen Kinder zu retten. Aber ich habe nichts mehr, was ich ihnen geben könnte. Ich bin so traurig", erzählt Layla. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie in einem Camp in Bosaso im Norden Somalias, wo sie von CARE mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.


Blogbeiträge aus Somalia

Frau mit Kind auf dem Schoß

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge unserer CARE-Mitarbeiter. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

Warum bedeutet Regen für die Menschen in Somalia sowohl Hoffnung als auch Angst? Das erklärt Karl-Otto Zentel, der kürzlich das Krankenhaus in Burao und ein Flüchtlingscamp für Binnenvertriebene in der Nähe von Ainaba besucht hat.

Blog aus Somalia: Regen macht Hoffnung und Angst 

Blog aus Somalia: Das Wenige teilenWeitere Beiträge aus Somalia


So können Sie helfen

80 Euro

Alphabetisierung von 6 Frauen

120 Euro

Werkzeugkoffer für 1 Wassertechniker (anteilig)

200 Euro

1 Jahr Schulgeld für 1 Kind



CARE über die Lage in Somalia

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Somalia: Flüchtlinge, Hunger & Hoffnung


Fotogalerie: Dürre in Somalia

Eine Mutter steht mit ihren Kindern vor einem Zelt in Somalia

Dürre

„Früher gab es immer irgendwo Wasser und Nahrung, aber jetzt ist das ganze Land betroffen“, sagt Nura Abdi Nuur, Mutter von sieben Kindern. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mehrere Ziegen trinken aus dem Brunnen

Brunnen

Dieser Brunnen wurde von ausgewanderten Somaliern in den USA finanziert und von CARE gebaut und gewartet. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Eine Familie holt gemeinsam Wasser

Versorgung

Der Brunnen versorgt etwa 5.000 Menschen und ihr Vieh mit Wasser. Zusätzlich werden hier täglich etwa 20-25 Tanklaster mit Wasser befüllt. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Ein Vater und seine Töchter stehen vor einem Brunnen

Fußweg

Mahdi Hirsi Maah und seine Töchter Hodan und Kawsar müssen bis zu sieben Stunden zum Brunnen hin- und zurücklaufen. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mitarbeiter von CARE sprechen mit Somaliern

CARE-Mitarbeiter

CARE-Mitarbeiter sprechen mit einer Frau, die wegen der Dürre ihre Heimat verlassen musste. (Foto: CARE/Anders Nordstega)


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