Ein unterernährtes Kind bekommt medizinische Zusatznahrung (Foto: CARE/Estey)

CARE-HILFE IM SÜDSUDAN

Hungersnot im Südsudan

Fast fünf Millionen Menschen im Südsudan – über 40 Prozent der gesamten Bevölkerung – können sich nicht mehr selbst versorgen und sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Im Juli werden es voraussichtlich 5,5 Millionen sein. In zwei Landkreisen wurde im Februar 2017 sogar eine Hungersnot ausgerufen. Dort sind über 100.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht. Ohne weitere Hilfe wird diese Zahl bald auf eine Million ansteigen.

Aufgrund der seit nun schon drei Jahren andauernden Gewalt mussten hunderttausende Familien ihr Zuhause verlassen und leben seitdem als Vertriebene im eigenen Land. Mehr als 1,5 Millionen Südsudanesen sind in die Nachbarländer geflohen sind, über 930.000 davon nach Uganda. Viele Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, haben gleichzeitig auch ihr Land verloren. Die Felder werden nicht länger bewirtschaftet. Dadurch werden im ganzen Land weniger Lebensmittel produziert und die Preise steigen rapide an. In der trockenen Jahreszeit werden zudem die Wasserressourcen knapp, was die ohnehin schon prekäre Ernährungssituation des Landes noch zusätzlich verschlimmert.

CARE unterstützt die am stärksten gefährdeten Familien mit Essen, Wasser und Medikamenten.

Helfen Sie den Menschen im Südsudan mit Ihrer Spende!

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Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Zwei Frauen tragen Säcke mit Saatgut.

Kampf gegen den Hunger

Per Luftfracht bringt CARE Lebensmittel, Saatgut und Werkzeug dorthin, wo Vertriebene und aufnehmende Gemeinden akut Hunger leiden. Deutsche Spenden versorgen Hungernde in der Region Upper Nile. CARE schult zu effektiven Anbaumethoden, untersucht unterernährte Kinder und hilft mit Ergänzungsnahrung.

Eine Frau kümmert sich um die medizinische Versorgung.

Hilfe für Kliniken

CARE unterstützt 50 Gesundheitskliniken unter schwierigsten Bedingungen mit Material, Finanzen, Personal und mobilen Gesundheitsteams dabei, die medizinische Versorgung auch in abgelegenen Gebieten aufrechtzuerhalten. Jede der Kliniken behandelt pro Woche bis zu 2.000 große und kleine Patienten, leistet Geburtshilfe, impft und ist gleichzeitig Ernährungs- und Behandlungsstation für unterernährte Kleinkinder.

Ein Mädchen blickt ernst in die Kamera.

Aufbau eines Hygienesystems

Im Südsudan sichert CARE die Trinkwasser- und Hygieneversorgung für 77.000 Schutzsuchende. Dafür wurden 170 Latrinen und 60 Waschhäuser gebaut, 20 Bohrlöcher repariert, Wassermanagement-Teams und Dorf-Hygieneberaterinnen geschult sowie Hygiene-Pakete bereitgestellt. Mit dieser Hilfe konnte CARE bislang 27.000 Menschen erreichen und sie damit vor Cholera und anderen Krankheiten schützen.


Blogbeiträge aus dem Südsudan

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge von CARE-Mitarbeitern. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

Die kleine Nyahok ist im Südsudan unter schwierigsten Bedingungen aufgewachsen. Hunger, Durst und Gewalt sind ihre täglichen Begleiter. CARE-Nothelferin Lucy Beck hat sie getroffen und schreibt im Blog „Fünf Jahre Südsudan. Fünf Jahre Nyahok.“ über ihre Flucht und den Kampf ums Überleben.

Blogbeiträge aus dem Südsudan

 

 


So können Sie helfen

80 Euro

8x Med. Zusatznahrung gegen Unterernährung

120 Euro

4.800 sterile Handschuhe

200 Euro

3 Überlebenspakete für Familien



Fünf Jahre Südsudan. Fünf Jahre Zeieya.

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Hilfe für Zeieya


Fotogalerie: CARE-Hilfe im Südsudan

Zeieya vor ihrem Haus im Südsudan. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Zwei Jahre Flucht vor Gewalt, zwei Jahre Schutz im Flüchtlingscamp der Vereinten Nationen: Jetzt sind Zeieya und ihre Familie wieder in ihrer Heimat, doch ihr Haus ist zerstört. Die Familie lebt bei Verwandten.

Sie teilen sich Haus, Arbeit, Hof - und Hühner mit Verwandten. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Sie teilen sich Haus, Arbeit, Hof - und Hühner mit Verwandten.

Zeieya bedeutet übersetzt „Beginn einer neuen Ära“. Geboren ist die 5-Jährige einen Tag vor der Unabhängigkeitserklärung des Südsudans am 9. Juli 2011.

Im Südsudan gibt es nur wenig sauberes Wasser. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Temperaturen über 40 Grad Celsius bedeuten wenig Wasser, verunreinigte Quellen und die Gefahr zu erkranken.

Zieya lebt bei Verwandten. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Zeieyas Mutter Martha sorgt allein für sieben Kinder und die Mutter. Ihre Hauptaufgabe ist es, ausreichend Wasser und Nahrung zu beschaffen.  

Anstatt zur Schule zu gehen, versorgt Zeieya Ziegen. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Anstatt zur Schule zu gehen, versorgt Zeieya die Ziege. Ihre Hoffnung: Sie bekommt Junge und gibt Milch. Ihre Familie hat auf der Flucht alles verloren, nun ist sie auf Hilfe von Organisationen wie CARE angewiesen.

Zeieya hilft ihrer Mutter dabei, kleine Zweige zum Kochen zu sammeln. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Zeieya hilft ihrer Mutter dabei, kleine Zweige zum Kochen zu sammeln. Heute wird die Familie nur von einer Mahlzeit Hirsebrei  am Nachmittag satt werden müssen. 

Regelmäßig geht Zeieya für Feuerholz und Wildfrüchte in den Wald. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Eine Stunde Fußweg und drei Stunden Sammeln: Regelmäßig geht Zeieya für Feuerholz und Wildfrüchte in den Wald. Pro Bündel verdient sie rund 2,70 Euro auf dem Dorfmarkt. 

Zeieya und ihre Schwestern gehen nicht zur Schule. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Wie viele andere Mädchen in ihrem Alter gehen auch Zeieya und ihre Schwestern nicht zur Schule.

Ihre Mutter kann die Schule nicht bezahlen, deshalb helfen die Kinder im Haus oder versuchen Geld zu verdienen. 

Richtige Spielsachen besaß Zeieya nie. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Richtige Spielsachen besaß Zeieya nie, denn auch vor der Flucht gehörte ihre Familie zu den Ärmsten der Armen. Nun müssen alle Mädchen mit Alltagsgegenständen in Spielzeug umwandeln. Sie imitieren die Arbeit der Großen und „kochen“ oder „mahlen Hirse". 

Die Familie leidet Hunger, weil Felder nicht kultiviert werden können. (Foto: CARE/ Lucy Beck)

Zeieyas Mutter Martha (im roten Kleid) bereut die Entscheidung der Rückkehr in die Heimat. Die Familie leidet Hunger, weil Felder nicht kultiviert werden können. 


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