Die 10-jährige Roida hält ein Essenspaket von CARE in den Händen. (Foto: CARE/Prior)

CARE-HILFE IN BANGLADESCH

Bangladesch: Geflüchtete brauchen dringend Hilfe

Seit die Situation in Myanmar im August 2017 eskalierte, sind hunderttausende Menschen vor Gewalt und Verfolgung ins Nachbarland geflohen. Aktuell befinden über 900.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch, über 70 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. „Viele Familien schlafen in Feldern und auf schlammigen Wegen, weil sie nirgendwo anders hin können. Sie brauchen dringend sauberes Trinkwasser, Essen und einen sicheren Schlafplatz", berichtet CARE-Helferin Jennifer Bose. Den Geflüchteten fehlt es an medizinischer Versorgung, sicheren Unterkünften und sanitären Anlagen. Die Gefahr von Seuchen und tödlichen Krankheiten wie Cholera ist allgegenwärtig. Und der drohende Monsun verschärft die Lage zusätzlich: Schätzungen zufolge können in den kommenden Wochen und Monaten 4.000 Unterkünfte und Gebäude in den von CARE betreuten Flüchtlingscamps durch Regen, Überschwemmungen und Erdrutsche beschädigt oder zerstört werden.

Das Nothilfe-Team von CARE ist rund um die Uhr im Einsatz. Die Mitarbeiter leisten medizinische Betreuung durch mobile Kliniken und versorgen tausende unterernährte Kinder. Sie verteilen Hygieneartikel, Kochutensilien und Reparaturmaterial für Unterkünfte. Neben Brunnen, Latrinen und Waschgelegenheiten hat CARE vier Gesundheitszentren und sieben Schutzräume für Frauen und Mädchen (Women Friendly Spaces) eingerichtet, die ihnen medizinische Versorgung sowie Sicherheit Zugang zu Informationen und psychosozialer Unterstützung bieten.

Bislang hat CARE mit seiner Hilfe über 340.000 Geflüchtete erreicht. Damit Familien aber auch in den kommenden Tagen und Monaten dringend benötigte Hilfe erhalten, brauchen wir Ihre Unterstützung.  

Jetzt spenden


So können Sie helfen

80 Euro

2 Hygiene-CARE-Pakete

120 Euro

Bau einer Latrine

200 Euro

Unterkunfts-CARE-Pakete für 5 fünfköpfige Familien


CARE leistet Hilfe für traumatisierte Frauen in Bangladesch


Hygiene: ein Schlüssel zu besserer Gesundheit

Durch die Verteilung von Hygienepaketen sowie dem Bau von Sanitäranlagen hilft CARE im Potibonia Camp, die Verbreitung von Seuchen und Krankheiten einzudämmen. CARE hat bislang mehr als 30.000 Geflüchtete mit sauberem Trinkwasser, Sanitär- und Hygienemaßnahmen erreicht. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Hygieneschulungen zu. Einer von derzeit 37 Trainern ist Afsar Ali Akandh, den viele im Camp nur unter dem Spitznamen „Poopman“ kennen. Seine Aufklärungsarbeit findet großen Anklang. Warum? Dies zeigt dieses Video.

Der "Poopman" im Einsatz für mehr Sauberkeit


Blogbeiträge aus Bangladesch

Jennifer Bose von CARE unterstützt die Hilfe in Bangladesch.

Auf unserem Blog sind Sie näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge von CARE-Mitarbeitern. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

Im letzten Jahr reiste CARE-Helferin Jennifer Bose nach Bangladesch um von der dramatischen Situation der Flüchtlinge aus Myanmar zu berichten. Ihre Eindrücke aus dem Flüchtlingscamp Balukhali, dem größten in Bangladesch, beschreibt Sie im Blog:

Fundstücke: Damit spielen die Kinder im Flüchtlingscamp in Bangladesch

Weitere Blogbeiträge aus Bangladesch

Factsheet Bangladesch: Flucht aus Myanmar



Weitere CARE-Projekte in Bangladesch

Frauen sitzen zusammen und lernen

Gesundheit für Kinder und Schwangere

Wir bilden qualifizierte Gemeindegesundheitsarbeiterinnen aus, die auch als Geburtshelferinnen tätig sind und für die Registrierung der Schwangeren und Neugeborenen sorgen. So soll die Gesundheitsberatung und –vorsorge in den Textil produzierenden Regionen des Landes gestärkt und die medizinische Betreuung gewährleistet werden. Das jüngste CARE-Projekt konnte die Gesundheit, Hygiene und Lebensbedingungen von 3.250 Menschen in 12 Gemeinden und Standorten großer Textilzulieferer verbessert werden.

Eine Gruppe lächelnder Textilarbeiterinnen

Aufbau einer fairen Textilproduktion

Körperliche Gesundheit ist eine Grundvoraussetzung, um arbeiten zu können, ihr Schutz ein wesentliches Arbeitsrecht. Ausgebildete CARE-Gesundheitshelferinnen besuchen die Textilfabriken zwei- bis dreimal pro Woche. Dabei schauen sie auch auf die Arbeits- und Sicherheitsbedingungen vor Ort und nehmen Einfluss auf das Management. Helfen Sie uns, in diesem wichtigen Bereich, die richtigen Weichen zu stellen.

Eine Frau lacht zusammen mit ihrer kleinen Tochter

Erfolge im Kampf gegen Unterernährung

"Shouhardo" bedeutet auf Bengalisch "Freundschaft". "Shouhardo" ist auch der Name eines Ernährungsprojektes, das CARE über vier Jahre in drei Regionen Bangladeschs durchgeführt hat. Ziel war, den chronischen Hunger in 400.000 armen Familien und die damit verbundenen Wachstumsstörungen bei Kleinkindern zu vermindern. Dass diese Hilfe erfolgreich war, zeigt jetzt eine unabhängige Studie.

 



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