Kinder in Nepal die im Schlamm gespielt haben

CARE-HILFE IN NEPAL

Nepal: 3 Jahre nach dem Erdbeben

Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast jeder Vierte lebt unterhalb der Armutsgrenze. Besonders Angehörige ethnischer Minderheiten oder der Kaste der „Unberührbaren" haben es schwer.


Vor drei Jahren erschütterte Nepal ein verheerendes Erdbeben: Mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala galt es als schwerstes Erdbeben seit 80 Jahren. Das Epizentrum lag nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu, die Auswirkungen waren jedoch noch in Indien zu spüren. Mehr als eine Million Häuser wurden durch das Erdbeben am 25. April 2015 und ein weiteres, das sich am 12. Mai 2015 ereignete, zerstört oder stark beschädigt. Knapp 9.000 Menschen kamen ums Leben.


CARE ist weiterhin in Nepal aktiv und unterstützt die Menschen langfristig in den Bereichen Ernährungssicherheit sowie Familienplanung und Müttergesundheit, mit Unterkünften, Wasser- und Sanitäranlagen, bei der Vorbeugung und Aufklärung über geschlechterspezifische Gewalt sowie beim Katastrophenmanagement. Bisher erhielten 190.000 Menschen in einem oder mehreren Bereichen Unterstützung.

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Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Ein Junge hilft, Hilfsgüter aus einem Helikopter auszuladen.

Soforthilfe nach der Katastrophe

Im ersten Monat nach dem verheerenden Erdbeben vor drei Jahren unterstützte CARE rund 23.000 Haushalte aus den Distrikten Dhading, Gorkha, Sindhupalchowk und Lamjung westlich und nordöstlich von Kathmandu mit Essenspaketen, Notunterkünften und Hygieneartikeln. Neben Zeltplanen, Wellblechen und Werkzeugen für die Unterkünfte verteilte CARE etwa Saatgut und Trinkwasser und baute Latrinen und Wasserstellen. Die kurzfristige Nothilfe nach dem Erdbeben erreichte insgesamt 300.000 Menschen.


CARE-Helfer im Gespräch mit einer Frau aus Nepal

Hilfe ist weiterhin nötig

CARE ist weiterhin in Nepal aktiv und unterstützt die Menschen langfristig in den Bereichen Ernährungssicherheit sowie Familienplanung und Müttergesundheit, mit Unterkünften, Wasser- und Sanitäranlagen, bei der Vorbeugung und Aufklärung über geschlechterspezifische Gewalt sowie beim Katastrophenmanagement. 80 Wasserstationen und mehr als 1.400 Latrinen konnten bisher repariert oder errichtet werden. CARE führt außerdem Hygieneschulungen durch, damit sich Krankheiten nicht so schnell ausbreiten. Bisher erhielten 190.000 Menschen in einem oder mehreren Bereichen Unterstützung.

Eine Frau aus Nepal baut eine Mauer auf.

Langfristiger Wiederaufbau

Handwerkern und Hausbesitzern hilft CARE dabei, ihre Häuser stabiler und sicherer wiederaufzubauen. Kleinbauern erhalten Saatgut, Tierfutter und landwirtschaftliche Geräte. „Ohne die Hilfe von CARE hätten wir nichts zu essen“, sagt Fulmaya. „Ich züchte Ziegen und besitze einen Büffel. Jetzt bin ich die Brotverdienerin in meiner Familie.“
CARE richtet außerdem Geburtsstationen ein oder stattet sie neu aus, schult Geburtshelfer und Ärzte, damit Schwangere ihre Kinder sicher zur Welt bringen können. Zudem baut CARE erdbebensichere Schulen und bereitet Schüler auf den Katastrophenfall vor.

Drei Maedchen aus Nepal sind zusammen auf dem Bild in ihrer Schule

Frauen und Mädchen wollen für sich selbst sprechen

Frauen und Mädchen, die in Notsituationen erfahrungsgemäß einer erhöhten Gefahr für sexualisierte und geschlechterspezifische Gewalt ausgesetzt sind, unterstützt CARE durch Aufklärungsarbeit in den Schulen und Gemeinden. „Das Training hat mich selbstbewusster gemacht. Ich weiß jetzt, dass wir Frauen für uns selbst sprechen sollten“, sagt Anita nach einer Diskussionsveranstaltung über die Rolle von Frauen in ihrer Gemeinde. Heute setzt sie sich gegen Kinderheirat und alle Formen der Diskriminierung gegenüber Frauen ein. „Durch die Diskussionen habe ich mich positiv verändert.“

Factsheet Nepal


Blogbeiträge aus Nepal

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge von CARE-Mitarbeitern. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

„Wie sieht der Alltag sechs Monate nach einem Erdbeben aus? Welche Sorgen, Nöte und Ängste beschäftigen Betroffene und was lässt sie wieder neue Hoffnung schöpfen?" Der Fotograf Brian Sokol und CARE-Mitarbeiter Grishma Aryal begleiten Menschen beim Wiederaufbau im Nordosten Nepals.

Blogbeiträge aus Nepal


So können Sie helfen

40 Euro

sind ein wichtiger Beitrag, um eine Gesundheitsstation mit Antibiotika, Schmerzmitteln und weiteren lebenswichtigen Medikamenten auszustatten.

70 Euro

helfen dabei, fünf Familien mit Werkzeug für den Wiederaufbau der eigenen Unterkunft auszustatten.

120 Euro

kostet ein Training für Handwerker. Dabei werden Maurer und Schreiner im erdbebensicheren Bauen geschult.


News

Nepal: Ein Dach für Dhan

Ein Jahr nach den Erdbeben: Wie Menschen mit körperlicher Einschränkung den Wiederaufbau meistern.

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Nepal: Durch Bargeldhilfen zu mehr Selbständigkeit

Sechs Monate nach den Erdbeben wird immer noch dringend Hilfe benötigt. CARE verteilt unter anderem Bargeld, damit Betroffene Hilfsgüter auswählen können, die sie am nötigsten brauchen.

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Nepal: Neues Leben inmitten von Trümmern

Nach den Erdbeben unterstützt CARE Neugeborene und ihre Mütter mit Bargeld und Hygiene-Produkten.

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CARE-Nothilfe gegen den Monsun in Nepal

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Nepal: Der Wettlauf gegen den Monsun


Fotogalerie CARE-Hilfe in Nepal

CARE fördert diese Hoffnung. Foto: CARE/Johanna Mitscherlich

Yashoda

Yashoda Zuhar unterstützt das Gender-Team von CARE Nepal. Sie sagt: "Die Menschen haben ihre Häuser verloren, nicht aber ihre Hoffnung."

Ein Beispiel der Zerstörung ist dieser Trümmerhaufen. Foto: CARE/Prashanth Vishwanathan

Zerstörung in Khokana

Manche Bewohner Khokanas kehren in ihre beschädigten Häuser zurück, andere harren in den Zeltlagern aus.


Meist sind die Unterkünfte kaum bewohnbar. Foto: CARE/Lucy Beck

Zerstörung in Khokana

Manche Bewohner Khokanas kehren in ihre beschädigten Häuser zurück, andere harren in den Zeltlagern aus.

Sie sind auf Hilfe dringend angewiesen. Foto: CARE/Prashanth Vishwanathan

Leben in Notunterkünften

Überlebende des Erdbeben, wie diese zwei Kinder, warten im Lager Shanka Park in Kathmandu auf die Lieferung von Hilfsgütern.

Diese Menschen haben viel zu erzählen. Foto: CARE/Prashanth Vishwanathan

Im Gespräch

Ein CARE-Mitarbeiter spricht mit Überlebenden des Erdbebens, die im Shanka Park in Kathmandu auf Hilfsgüter warten.

Auch viele Kinder sind vom Erdbeben betroffen. Foto: CARE/Glyn Riley

Im Gespräch

CARE-Nothilfekoordinator Santosh Sharma spricht mit Überlebenden des Erdbeben in einem Zeltlager in Kathmandu.

CARE ist vor Ort präsent. Foto: CARE/Grishma Aryal

Hilfsgüter

CARE verteilt Hilfsgüter im Halchowk Camp in Kathmandu.

Drei Tropfen reinigen einen Liter Wasser. Foto: CARE/Lucy Beck

Hilfsgüter

Sauberes Wasser ist ein dringend benötigtes Gut. CARE hat 3.000 Flaschen Wasserreiniger bereitgestellt.

Manche Regionen sind von der Infrastruktur größtenteils isoliert. Foto: CARE/Glyn Riley

Verteilung von Hilfsgütern

CARE-Mitarbeiter und Freiwillige beginnen mit der Verteilung von Hilfsgütern. Schnell sollen sie auch abgelegene Regionen erreichen.

CARE scheut dabei keine weiten Wege. Foto: CARE/Madhav P. Dhakal

Erste Hilfsgüter kommen an

Nach und nach erreichen dringend benötigte Hilfsgüter auch entlegene Regionen.

So haben Viele wieder einen Platz zum Schlafen. Foto: CARE/Lucy Beck

Verteilung von Hilfsgütern

Auch Matratzen werden in die betroffenen Gebiete transportiert.

Die Freude ist den Menschen anzusehen. Foto: CARE/Prashanth Vishwanathan

Verteilung von Hilfsgütern

CARE versorgt Betroffene unter anderem mit Matratzen, damit sie nicht mehr direkt auf dem kalten Boden schlafen müssen.

Ein CARE-Mitarbeiter übergibt Hilfsgüter an eine Mutter mit Kleinkind. Foto: CARE/Ruhani Kaur

Verteilung von Hilfsgütern

Im Dorf Paslang haben CARE-Mitarbeiter Nothilfe-Pakete mit Decken, Kanistern und Hygienekits an 46 Haushalte verteilt.

"Ich habe mein Haus und meinen ganzen Besitz verloren, aber mein kleines Mädchen ist das wertvollste, das ich je hatte", sagt sie. Foto: CARE/Chiranjibi Nepal

Asmita

Die 20-jähirge Asmita hat kurz nach dem Erdbeben eine gesunde Tochter zur Welt gebracht.

Die Dorfgemeinschaft möchte, dass er bald wieder arbeitet, aber er hat noch zu große Angst. Foto: CARE/Johanna Mitscherlich

Kul

Kul ist der Schmied des Dorfes. Auch sein Haus wurde durch das Erdbeben völlig zerstört.

"Ich hoffe, dass wir unser Haus vor dem Monsun wieder aufbauen können", sagt sie. Foto: CARE/Johanna Mitscherlich

Sansara

CARE hat Sansara und ihre Familie mit Hygienekits, Haushaltsgegenständen und Planen für ein Zelt versorgt, in dem sie jetzt zu elft leben.


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