Portrait einer Frau im Jemen, die traurig ihre Hände vor den Kopf hält

CARE-HILFE IM JEMEN


Notruf Jemen: Hunger und Cholera bedrohen Menschenleben

Jemen ist das ärmste Land im Nahen Osten. Seit dem erneuten Ausbruch der Gewalt im März 2015 ist die Lage für die Zivilbevölkerung vor Ort dramatisch:

70 Prozent der Bevölkerung, fast 19 Millionen Menschen, brauchen dringend Hilfe.
3,3 Millionen Menschen sind im Land vor Kämpfen auf der Flucht.
9 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Wasser- und Sanitäranlagen.
Zwei Drittel der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Sieben Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht.
 

Und jetzt ist auch noch die Durchfallerkrankung Cholera, die besonders für geschwächte Körper lebensgefährlich ist, auf dem Vormarsch. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet von fast 220.000 Cholera-Fällen im Jemen, jeden Tag kommen 5.000 neue Fälle hinzu. Etwa 1.400 Menschen sind bereits an der Krankheit gestorben. Diese Epidemie trifft das Land zu einer Zeit, in der die Institutionen, die für die Bereitstellung von Gesundheitsversorgung, Wasser und Hygiene verantwortlich sind, am Rande des Zusammenbruchs stehen. Nach mehr als zwei Jahren des Konflikts sind nur noch weniger als die Hälfte der Einrichtungen funktionsfähig. CARE ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die trotz des Bürgerkriegs im Jemen weiter Hilfe leisten. Wir unterstützen Familien mit Lebensmitteln und Bargeld und stellen sauberes Wasser in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Schulen bereit, setzen Wasserquellen instand und verteilen Hygiene- und Cholera-Kits, um weitere Infektionen zu verhindern.

Unsere langfristigen Entwicklungsprogramme setzen wir soweit wie möglich fort.
Über 1,6 Millionen Menschen hat CARE bisher mit seiner Hilfe erreicht.

In unserem Factsheet fassen wir die wichtigsten Informationen zur Lage im Jemen noch einmal zusammen.

Das ZDF heute-journal berichtet über die Situation im Jemen, CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel berichtet von seiner Reise vor Ort.

Bitte helfen Sie uns, diese Hilfe schnellstmöglich auszuweiten und Hunger und Cholera vor Ort zu bekämpfen!

Jetzt spenden


VIDEOBOTSCHAFT: Jemen – Ihre Hilfe ist gefragt

Video starten
Video starten

Cholera-Epidemie im Jemen

Die zweijährige Amal ist an Cholera erkrankt.

Die zweijährige Amal liegt auf dem Schoß ihrer Mutter, als sie gerade die Cholera-Isolierstation des Aljomhuri-Krankenhauses in der jemenitischen Stadt Hajja verlassen wollen. Vor zwei Tagen hatte sich Amal mit Cholera angesteckt. Ihre Mutter versuchte sie zu Hause wieder gesund zu pflegen, doch der starke Durchfall und das Erbrechen wurden nicht besser. Amal wurde immer schwächer, war dehydriert und konnte keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Schlussendlich traf die Mutter die schwierige, doch lebenswichtige Entscheidung, ihre Tochter in ein Krankenhaus zu bringen.

„Immer wenn der Lastwagen mit Wasser in unser Dorf kommt, kaufe ich ihm für 12.000 Rial (etwa 34 Euro) Wasser ab. Ich dachte, dass dieses Wasser sicher für meine Familie wäre“, berichtet Amals Mutter. Viele Familien sind jetzt von diesen Wasserlieferungen abhängig. Sie ergänzen die Wasserversorgung der lokalen Behörden, die es lediglich alle drei Monate in die Dörfer schaffen. Doch auch das gelieferte Wasser stellt ebenfalls eine Gefahr dar. Auch wenn es bereits Kampagnen gibt, die Lieferanten für einen hygienischen Umgang mit diesem lebenswichtigen Gut sensibilisieren sollen, ist dies oftmals nicht ausreichend. Denn oft handelt es sich bei diesen Lieferwägen um nicht geschlossene Container und auch die Beimengung von Chlortabletten wird vernachlässigt. All dies steigert das Risiko von Ansteckungen.

CARE stellt sauberes Wasser bereit, setzen Wasserquellen instand und verteilen Hygiene- und Cholera-Kits, um weitere Infektionen zu verhindern. Unterstützen Sie CAREs Kampf gegen die Cholera mit Ihrer Spende!


Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Eine Frau hält eine Care Tüte in der Hand.

Nothilfe für Binnenflüchtlinge

Im Jemen befinden sich derzeit über zwei Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Kämpfen im eigenen Land. Sie und die aufnehmenden Gemeinden sind dringend auf Unterstützung angewiesen. CARE verteilt an beide Seiten Lebensmittelhilfen, Hygiene- und Kleinkinder-CARE-Pakete, sichert die Trinkwasserversorgung und baut Latrinen für mehr Hygiene. 55 lokale Nichtregierungsorganisationen schult CARE darin, wie sie trotz der schwierigen Sicherheitslage effektiv und gesichert helfen können.

 

 

Jugendliche sitzen vor einem großen Plakat.

Ausbildung für Jugendliche

Im Bezirk Hajjah haben es Jugendliche nicht leicht: In der ländlichen Region gibt es kaum Infrastruktur oder eine Chance zur beruflichen Ausbildung. CARE ermöglicht Jugendlichen, insbesondere Mädchen, eine dreimonatige Berufsausbildung. Zum Beispiel in den Bereichen Imkerei, Schneiderei, Tischlerei, Friseur- und Beautysalongründung, Automechatronik oder Maurer-, Maler- und Metallarbeit. Zudem bietet CARE Alphabetisierungskurse und Trainings in der Gründung und Führung selbstständiger kleiner Geschäftsbetriebe und vergibt an 100 Gründerinnen und Gründer Startkapital.

 

 

Eine Gruppe steht mit Kanistern vor einem Trinkwasserfass.

Wasser: Basis für Leben und Frieden

Die ausreichende Versorgung mit Trinkwasser zählt derzeit zu den größten Alltagsnöten. In Sanaa zum Beispiel sind aktuell ganze Viertel von der Wasserversorgung abgeschnitten. CARE hilft mit 15 Tanklastwagen und vielen freiwilligen Jugendlichen und Frauen, die Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten. Im ländlichen Raum verteilt CARE Wasserkanister und Silberionen-Filter. In sieben Gemeinden wurden Wasseraufbereitungsanlagen instand gesetzt, mit Solarpumpen versehen und Dorfmitglieder in der Wartung geschult.


Blogbeiträge aus dem Jemen

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge von CARE-Mitarbeitern. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel reiste im Frühjahr 2017 in den Jemen. Hier schildert er seine Eindrücke, berichtet über die Situation der Menschen und die CARE-Hilfe vor Ort.

Blog #1: Reise in eine vergessene Krise

Blog #2: Am Rande einer absoluten Katastrophe

Weitere Blogbeiträge aus dem Jemen


So können Sie helfen

80 Euro

3 Trinkwasser-Filter

120 Euro

4 Hygiene-Paket

200 Euro

Lebensmittel-Hilfe für 3 Familie


News

Cholera im Jemen: Fünf wichtige Fragen


Mehr als 700 Menschen sind bisher gestorben, tausende erkrankt.

Informieren

Zahlen und Fakten

Unser Factsheet zeigt die wichtigsten Fakten rund um den Krieg im Jemen im Überblick.

Fünf Fragen an... Karl-Otto Zentel

CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel beantwortet wichtige Fragen zur Situation im Jemen.

Informieren


Fotogalerie: Choleraausbruch im Jemen

Mutter am Krankenbett ihres Cholera-kranken Kindes. (CARE/Abdulhakim Ansi)

Über 200.000 Menschen sind laut WHO bereits an der Cholera erkrankt, mehr als 1.400 bereits gestorben.

Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen – ein Nährboden für die Cholera.

Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen – ein Nährboden für die Cholera. CARE-Helfer verteilen Tabletten zur Wasserreinigung.

Mädchen an einer Wasserstelle in Jemen

Mädchen sind oft für die Wasserversorgung zuständig und müssen schwere Kanister weite Strecken tragen.

CARE Helfer bei der Bereitstellung von Wassertanks (CARE/Abdulhakim Ansi).

CARE-Helfer installieren Wassertanks, um wieder Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

CARE Mitarbeiter an einer Wasserstelle

Alleine im Jemen benötigen 18,8 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Sauberes Trinkwasser ist besonders wichtig.

Geschäftsführer Zentel mit Schülern im Jemen

CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel mit Schülern, die über Maßnahmen gegen Cholera aufgeklärt werden.


Ja, ich werde Förderer!

Ja, ich möchte die CARE eNews!

nach oben