Eine junge Frau lacht in die Kamera.

Frauen und Mädchen

Warum Frauen und Mädchen helfen?

Ganz einfach: Weltweit tragen Frauen und Mädchen die Hauptlast der Armut. Immer dann, wenn Lebensmittel knapp sind, sind es Mädchen und Mütter, die zuletzt essen. Wenn das Geld fehlt, um Kinder zur Schule zu schicken, müssen die Mädchen zu Hause bleiben, ohne Ausbildung. In vielen Ländern der Welt haben Frauen nicht das Recht, Land zu besitzen, obwohl sie es bewirtschaften. Sie haben keine Mitsprache, wenn es um Entscheidungen in der Gemeinde geht - oder um ihren eigenen Körper. Das Recht auf Familienplanung, spätere Heirat und die freie Wahl des Partners bleibt Frauen in vielen Teilen der Welt verwehrt.

Das Gesicht der Armut ist weiblich. Doch so auch der Schlüssel, sie zu besiegen: Er liegt in der Hilfe für Frauen und Mädchen. Die Erfahrung von CARE aus 70 Jahren Armutsbekämpfung zeigt: Eine Frau, die wir befähigen, sich aus der Armut zu befreien, erreicht das Gleiche für ihre Familie und wird Akteurin des Wandels für ihre ganze Gemeinschaft. 


CARE-Studien zu Frauen und Mädchen in Krisen

(Foto: CARE/Josh Estey)

Frauen und Mädchen werden benachteiligt – in Deutschland, in Europa, weltweit. Im Fall einer Katastrophe kann das zur Todesgefahr werden. Nach Naturkatastrophen, im Krieg und in Krisen werden die Bedürfnisse von Frauen häufig vergessen oder vernachlässigt:

  • Weil die Wege zu den Waschräumen weit und unbeleuchtet sind werden sie nachts häufiger Opfer von Überfällen und sexualisierten Übergriffen.
  • Sie sterben bei der Geburt ihrer Kinder, weil die Ärzte in den Flüchtlingscamps keine Erfahrung mit Geburtshilfe haben. 
  • Sie sitzen nicht am Tisch, wenn über ihr Schicksal entschieden wird – weil sie schon vor dem Konflikt nicht zur Schule gegangen sind.

Wie sich Frauen dabei fühlen und was getan werden muss, um sie besser zu schützen, stellt die Hilfsorganisation CARE mit dem Bericht „Women and Girls in Emergencies“ vor.

Lesen Sie hier die Studie (Englisch)

Ein besonderes Augenmerk auf das Schicksal von Mädchen auf der Flucht werfen wir anlässlich des Weltmädchentages in unserem Bericht "Far From Home: The 13 Worst Refugee Crises for Girls".

Lesen Sie hier den Bericht (Englisch)

 


Wenn die Schwangerschaft lebensgefährlich ist

Eine Mutter hält ihr Kind auf dem Schoß

Jeden Tag sterben weltweit über 800 Frauen während der Schwangerschaft oder Geburt – weil sie in vielen Ländern zu Hause entbinden, nur mit Hilfe traditioneller Geburtshelferinnen oder allein. Die Gefahren für die werdenden Mütter und ihre Babys sind immens: Risiken wie Bluthochdruck, Blutarmut oder eine ungünstige Lage des Kindes im Bauch werden nicht entdeckt, Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen nicht richtig behandelt. Dabei sind eine gesunde Schwangerschaft und eine sichere Geburt keine Glückssache.

Die meisten Frauen und Babys könnten gerettet werden – durch einfache Gesundheitsmaßnahmen wie eine bessere medizinische Versorgung, die richtigen Medikamente und gut ausgebildete Hebammen, die wissen, was im Notfall zu tun ist.

Eine sichere Geburt für Mutter und Kind – dank der Hilfe von CARE

CARE ist weltweit in 51 Ländern im Einsatz, um das Leben von Müttern und Kindern zu retten. Wir kümmern uns um die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal und den dringend notwendigen Ausbau von Gesundheitsstationen vor allem im ländlichen Raum. Werdende Mütter klären wir zu Themen wie Geburtsvorbereitung und Schwangerschaft auf. In Ayacucho, Peru, konnten wir die Müttersterblichkeit durch einfache Maßnahmen um 50 Prozent senken. Und auch nach der Entbindung begleiten wir die Mütter und ihre Neugeborenen und stellen sicher, dass sie gesund bleiben.

Wir kümmern uns seit Jahren darum, die Ausbildung von Hebammen zu verbessern und errichten Gesundheitsstationen, in denen Schwangere medizinisch versorgt werden. Werdende Mütter klären wir über Schwangerschaftsrisiken auf und leisten Gesundheitsvorsorge – einfache Maßnahmen, die im Notfall Leben retten können!

Unterstützen Sie unsere Hilfe für Mütter und ihre Kinder mit Ihrer Spende!

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Kinderbräute & Zwangsehe

Mädchen in gelber Kleidung in Äthiopien

Nicht jede Ehe hält für immer, aber Kinderehen haben lebenslange Konsequenzen. Mädchen werden in die Ehe gezwungen, ohne überhaupt zu verstehen, was das für sie bedeutet - nämlich schlechtere Chancen auf Bildung, Gesundheitsrisiken und Störungen in ihrer Entwicklung. Die größte Gefahr ist aber die Schwangerschaft für Mädchen: Für unter 15-jährige ist die Gefahr, bei einer Entbindung zu sterben, fünf Mal höher als für ausgewachsene Frauen über 20. Diese Praxis darf nicht ignoriert werden. Gesellschaftlicher Fortschritt wird unmöglich, wenn Frauen durch frühe Heirat ins Abseits gedrängt werden.

CARE arbeitet mit Familien, Gemeinden und Organisationen zusammen, um Kinderehen und ihre Folgen durch bildende und verhaltensändernde Programme zu bekämpfen.

Heirat statt Schule, alle zwei Sekunden. Das ist die traurige Wahrheit für Mädchen in rund 26 Ländern, in denen CARE tätig ist. Statistiken besagen, dass die Chance unter 18 Jahren verheiratet zu werden dort größer ist, als die, eine weiterführende Schule zu besuchen. Für die meisten Mädchen bedeutet „in guten wie in schlechten Zeiten“ immer schlechte Zeiten, „in Armut und Reichtum“ immer Armut. Sie sind gezwungen, ein Armutsgelübde abzulegen. In der CARE-Studie „Vows of Poverty“ erfahren Sie mehr über die Gründe von Kinderhochzeiten, die Barrieren von Ausbildung für Mädchen und die Schritte, die jeder machen kann, um Kinderehen eines Tages zu eliminieren.

InformierenStudie lesenWeitere Publikationen


Video: Bildung statt Zwangsheirat – Jenifers CARE-Paket

In Kasungu, dem Dorf in dem Jenifer lebt, sind Kinderehen an der Tagesordnung. Viele junge Mädchen können deshalb nicht zur Schule gehen. Doch ohne Bildung leben sie in Armut und können ihre Familie kaum ernähren. Das CARE-Projekt "Join My Village" fördert den Schulbesuch von Mädchen und möchte so den Teufelskreis der Zwangsehen durchbrechen. 

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So können Sie Mädchen und Frauen in Armut helfen

40 Euro

Aufklärung eines verheirateten Mädchens

84 Euro

Schulung eines ehrenamtlichen Helfers

138 Euro

Schulstipendium für ein Mädchen


Gegen Gewalt an Frauen

(Foto: CARE/Carey Wagner)

Wenn gewaltsame Konflikte ausbrechen, wenn Menschen in Massen flüchten müssen, verlieren Frauen und Mädchen oft den Schutz durch ihre Familien und Dorfgemeinschaften und werden leicht Opfer sexualisierter Übergriffe. In der Demokratischen Republik Kongo zum Beispiel gehen Schätzungen nach zwei Jahrzehnten Flucht und Gewalt von über einer Million vergewaltigter Frauen aus. Was bleibt sind schwere Verletzungen – an Körper und Seele. Häufig werden die missbrauchten Frauen nach der Tat von ihren Ehemännern und den Dorfgemeinschaften verstoßen und müssen mit den Folgen alleine zurechtkommen. 

Das Leid, das viele Frauen und Mädchen erfahren – sexuelle Gewalt, Vergewaltigung, Stigmatisierung – ist unermesslich", berichtet Stépha Rouichi, die als CARE-Helferin in der Demokratischen Republik Kongo tätig ist.

CARE arbeitet in mehr als 40 Ländern weltweit daran, den Überlebenden zu helfen und Gewalt gegen Frauen zu verringern: durch medizinische und psychosoziale Hilfe, die den missbrauchten Frauen hilft, das Erlebte zu verarbeiten, durch das Aufbrechen alter Denkstrukturen und Aufklärung zu Rollenbildern und Gleichberechtigung und durch die Befähigung, sich durch CARE-Spargruppen ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, sich damit eine Lebensgrundlage aufzubauen und so ihren Platz in der Gesellschaft wiederzufinden.

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#deardaddy

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Frauen und Mädchen stärken

Eine junge Frau aus Uganda, hält eine Pflanze in die Luft.

CARE unterstützt Frauen und Mädchen in ihrem Kampf für umfassende und gleiche Menschenrechte. Unser Ziel ist es, die Stimmen von Frauen zu stärken und ihnen die effektive Beteiligung an all jenen Entscheidungen zu ermöglichen, die ihr Leben bestimmen. Im letzten Jahr versorgten wir über 2,7 Millionen Frauen in 59 Ländern mit Informationen und Werkzeugen, die ihnen dabei helfen, Ungleichheiten in Frage zu stellen sowie gleiche Rechte und Möglichkeiten einzufordern.

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist für CARE dabei nicht nur ein Ziel unter vielen, sondern wesentlicher Teil unserer gesamten Arbeit: Von Gesundheitsprojekten über die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten bis zu Aufklärung und politischer Teilhabe für Frauen und Mädchen. Fast ein Drittel aller CARE-Projekte fördert Gleichberechtigung.

Zum CAREaffair Magazin über Frauen



Und wo bleiben die Männer?

Eine junge Frau und ein junger Mann halten gemeinsam einen Zettel mit der Aufschrift "challenge attitudes" in den Händen.

Armut ist häufig eng mit Geschlechterungerechtigkeit verbunden. Auf dem Weg zur Hilfe für Frauen und Mädchen sind Männer unverzichtbare Partner. Deshalb arbeitet CARE auf dem Balkan mit jungen Erwachsenen für die Gleichstellung der Geschlechter. In Workshops lernen junge Männer neue Verhaltensweisen und Einstellungen kennen. So können gewalttätige Übergriffe auf Mädchen und Frauen gestoppt und neue Werte an die nächste Generation weitergegeben werden. Frei nach dem Motto: Sei ein Mann, ändere die Spielregeln.

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