Ein Baby wird gewogen.

Hunger bekämpfen

Jetzt helfen: Auf eine Hungerkrise folgt die nächste

Hungerkrise in Afrika: Nach der monatelang andauernden Dürre sind viele Regionen in Ostafrika jetzt von Starkregen, Überschwemmungen und Sturzfluten betroffen. Hunderttausende Menschen in Kenia, Somalia und Äthiopien mussten ihre Häuser verlassen, Felder stehen unter Wasser, Ernten und somit Lebensgrundlagen sind zerstört. Diese Menschen brauchen weiterhin dringend unsere Hilfe, denn der Höhepunkt der Hungerkrise ist noch nicht erreicht, da mit anhaltenden und stärkeren Regenfällen gerechnet wird.

Und eine weitere tödliche Gefahr droht: Die Zerstörung und Überflutung von Sanitäranlagen durch die starken Regenfälle haben zu einer Verunreinigung des Trinkwassers geführt, was die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera beschleunigt.

SO HILFT CARE GEGEN HUNGER

CARE verteilt an Familien Trinkwasser und Nothilfe-CARE-Pakete gefüllt mit Getreide, Hülsenfrüchten und Speiseöl, um den ersten Hunger zu stillen. Unterernährte Kinder versorgt CARE mit medizinischer Aufbaunahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen und ihr Körper wieder normale Nahrung verträgt. CARE verbessert die Gesundheitsversorgung mit mobilen Ärzteteams, die auch den Ernährungsstatus der Kleinkinder überprüfen. Gleichzeitig repariert CARE Brunnen und Wasserquellen, denn sauberes Trinkwasser und Hygiene sind überlebenswichtig. 

Langfristig hilft CARE durch Schulungen in wasserschonenden Anbaumethoden, mit dürreresistentem Saatgut, mit Getreidebanken und Bewässerungssystemen um den Hunger zu bekämpfen. 

Bitte helfen Sie, diese Hilfe auszuweiten und gegen Hunger zu kämpfen. Jeder Tag zählt.

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Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Hunger, Hungerkrise, Hungersnot

Im Jemen leiden 14 Millionen Menschen Hunger, 5 Millionen Kinder sind akut unterernährt.

Was bedeutet es, wenn eine Hungersnot erklärt wird? Und leiden die Menschen schon vorher Hunger? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

1. Hunger ohne Hungersnot – geht das?

Ja. Auch wenn wir im Alltag von einer Hungersnot sprechen, sobald Menschen zu wenig zu essen haben – technisch korrekt dürfen wir den Begriff „Hungersnot“ erst verwenden, wenn bestimmte messbare Kriterien erfüllt sind. Auch wenn offiziell noch keine Hungersnot erklärt wurde, können Menschen hungern. Das ist zum Beispiel gerade im Jemen der Fall, wo 14 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht sind.

2. Wann spricht man denn nun von einer Hungersnot?

Die Hungersnot ist die letzte und damit schwerste Stufe auf einer fünfstufigen Skala. Offiziell erklärt werden kann eine Hungersnot nur von den Vereinten Nationen oder der jeweiligen Landesregierung. Dazu müssen jedoch verschiedene Kriterien erfüllt sein, damit niemand die Erklärung einer Hungersnot für politische Zwecke nutzen kann und die Situation in verschiedenen Ländern international vergleichbar ist.

Folgende Kriterien beschreiben eine Hungersnot:

  • Die Unterernährungsrate bei Kindern liegt höher als 30 Prozent.
  • Jeden Tag sterben mehr als zwei von 10.000 Menschen.
  • Mindestens jedem fünften Haushalt fehlen nahezu alle Lebensmittel.

Handeln müssen die Helfer aber schon vorher: Denn auch bei der dritten und vierten Stufe („Krise“ und „Notfall“) leiden die Betroffenen Hunger und benötigen dringend Hilfe. In der Vergangenheit, etwa während der großen Dürre in Somalia 2011, starben die meisten Menschen bereits vor der offiziellen Ausrufung einer Hungersnot.

3. Wird im Jemen bald eine Hungersnot erklärt?

In einem Bürgerkriegsland wie dem Jemen an verlässliche Informationen aus allen Landesregionen zu kommen, ist ein großes Problem. Diese wären aber notwendig, um feststellen zu können, ob die Kriterien erfüllt sind. In einem Drittel des Landes waren nach Angaben der Vereinten Nationen bereits vor einem Jahr zwei von drei Kriterien für eine Hungersnot erfüllt.

Sicher ist, dass die Menschen im Jemen heute schon Hilfe brauchen. Seit drei Jahren herrscht Krieg. Die grausamen Folgen: Vertreibung, Gewalt, Seuchen und steigende Lebensmittelpreise. Aktuell sind 14 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Fünf Millionen Kinder sind so stark unterernährt, dass ihre Eltern nicht wissen, ob sie überleben. Jeden Tag sterben Hunderte von ihnen, andere tragen durch die Mangelernährung bleibende gesundheitliche Schäden davon.

4. Wann wurde zuletzt eine Hungersnot erklärt?

Zuletzt erklärten die Vereinten Nationen 2017 eine Hungersnot in zwei Bundesstaaten des Südsudan. Den meisten Menschen brachte diese Einstufung aber nichts mehr, viele Hungerleidende waren bereits gestorben oder starben in anderen Bundesstaaten, in denen nie eine Hungersnot erklärt wurde.

Leider findet Hunger oft erst mit der offiziellen Ausrufung einer Hungersnot die notwendige Aufmerksamkeit von Regierungen, Medien und Spendern – wenn es für viele Menschen bereits zu spät ist. Helfen Sie uns dabei, das zu ändern!

5. Wie kann ich helfen?

Schon eine kleine Spende kann Menschenleben retten. CARE ist in den meisten Krisenregionen bereits im Einsatz, lange bevor eine Hungersnot offiziell erklärt wird. CARE-Helfer verteilen Trinkwasser und Lebensmittelpakete, um den ersten Hunger zu stillen. Häufig hilft auch Bargeld oder ein Gutscheinsystem, damit die Familien das erwerben können, was sie am dringendsten benötigen. Unterernährte Kinder versorgen wir mit medizinischer Aufbaunahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen. Im Jemen reparieren wir außerdem Brunnen und Wasserquellen, denn sauberes Trinkwasser und Hygiene sind überlebenswichtig.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit im Jemen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit im Jemen und anderen Ländern, in denen Menschen Hunger leiden, mit Ihrer Spende!


SO KÖNNEN SIE HELFEN HUNGER ZU BEKÄMPFEN

50 Euro

Medizinische Zusatznahrung für 5 Kinder

90 Euro

Dürreresistentes Saatgut für 3 Familien

200 Euro

Bau eines Brunnens oder einer Solarpumpe (anteilig)


Im Kampf gegen den Hunger

 

 

Eine Frau streut Samen in die Erde.

 

Stoppt den Hunger: In Krisen- oder Katastrophensituationen wie nach dem Erdbeben in Nepal leistet CARE Nahrungsmittelhilfe und rettet hunderttausende Menschenleben vor der Hungerkrise. 

CARE-Hilfe in Nepal

Eine Frau hält ein weinendes Kind auf dem Arm.

 

Ohne Nahrung keine Entwicklung: Bekommen Kinder nicht genug zu essen, bleiben Gesundheit, Bildung und späteres Einkommen aus. Im Südsudan bekämpft CARE Unterernährung und Hunger bei Kindern. 

CARE-Hilfe im Südsudan

Ein kleiner Junge sitzt auf einem Feld.

 

Nachhaltige Landwirtschaft: Bauern helfen sich von Hunger und Armut zu befreien. CARE unterstützt Familien beim Anlegen von Gemüsegärten, Fischteichen und Kleinviehzucht in Peru.

CARE-Hilfe in Peru

Ein akut unterernaehrtes Kleinkind blickt in die Kamera.


Wettlauf gegen die Zeit
: Seit drei Jahren leiden weite Teile der Bevölkerung des Jemens aufgrund des Krieges Hunger. 22 Millionen Menschen sind inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

CARE-Hilfe im Jemen


Frau mit Kind auf dem Schoß

Somalia: Mütter erzählen über die Hungerkrise

In einem Camp in Bosaso, im Norden Somalias, suchen verzweifelte Familien Zuflucht vor der Dürre. CARE betreibt hier ein Ernährungszentrum, um unterernährten Kindern, sowie schwangeren und stillenden Müttern zu helfen. Hunger trifft vor allem Frauen und Kinder. Fünf von ihnen erzählen ihre Geschichte der Hungerkrise.

Blogbeitrag aus Somalia lesen

Obst- und Gemüseverkäuferin aus einem CARE-Projekt auf den Philippinen

Ernährungssicherung und Verbesserung der Ernährungsweise

Eine vielschichtige Herausforderung: Mangelernährung weltweit! In diesem Factsheet beschäftigt sich CARE Referentin für Ernährung und Ernährungssicherung, Theresa Jeremias, mit diesem Thema.

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Fotogalerie: Dürre in Somalia

Eine Mutter steht mit ihren Kindern vor einem Zelt in Somalia

Dürre

„Früher gab es immer irgendwo Wasser und Nahrung, aber jetzt ist das ganze Land betroffen“, sagt Nura Abdi Nuur, Mutter von sieben Kindern. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mehrere Ziegen trinken aus dem Brunnen

Brunnen

Dieser Brunnen wurde von ausgewanderten Somaliern in den USA finanziert und von CARE gebaut und gewartet. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Eine Familie holt gemeinsam Wasser

Versorgung

Der Brunnen versorgt etwa 5.000 Menschen und ihr Vieh mit Wasser. Zusätzlich werden hier täglich etwa 20-25 Tanklaster mit Wasser befüllt. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Ein Vater und seine Töchter stehen vor einem Brunnen

Fußweg

Mahdi Hirsi Maah und seine Töchter Hodan und Kawsar müssen bis zu sieben Stunden zum Brunnen hin- und zurücklaufen. (Foto: CARE/Anders Nordstoga)

Mitarbeiter von CARE sprechen mit Somaliern

CARE-Mitarbeiter

CARE-Mitarbeiter sprechen mit einer Frau, die wegen Dürre und Hunger ihre Heimat verlassen musste. (Foto: CARE/Anders Nordstega)


Was bedeutet Hunger?

Hunger! Das Gefühl kennt jeder. Der Magen knurrt, die Konzentration schwindet und plötzlich geht nichts mehr. In vielen Teilen der Welt ist es nicht mit einem Gang zum Kühlschrank oder Supermarkt getan. Dabei könnte die gesamte Menschheit von den Erträgen des Planeten leben und kein Kind müsste mehr hungern. Die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, Wissen um nährstoffreiche Ernährung und fairer Handel sind dafür einige wichtige Schritte. Und auch Bildung für Kinder ist wichtig um Hunger zu bekämpfen: Wer in der Schule etwas gelernt hat, kann später einen Beruf ausüben und seine Familie ernähren. Genau da setzt CARE an: Bis zum Jahr 2020 sollen rund 50 Millionen Menschen Zugang zu einer sicheren Ernährung erhalten und durch Bildungsprogramme ihre Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen. Bildung bei Kindern stärken um Hunger zu bekämpfen ist die Devise. 


Quizantwort Mandela

Ernährung in Zeiten globaler Krisen

Klimawandel, Kriege und Konflikte und eine steigende Weltbevölkerung bedrohen den Kampf gegen Hunger und Mangelernährung, der von der Weltgemeinschaft mit der Postulierung des zweiten, nachhaltigen Entwicklungszieles „Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern!“ bis 2030 noch entschiedener verfolgt werden soll.

Dieses Positionspapier beschreibt die Problematik, erklärt den Ansatz von CARE und geht auf einige unserer Projekte ein, die sich eine verbesserte Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung von Betroffenen zum Ziel gesetzt haben. Um nachhaltig eine Reduzierung von Hunger und Mangelernährung zu erreichen, brauchen wir eine Politik, die das Menschenrecht auf Nahrung berücksichtigt und entsprechende Maßnahmen fördert und umsetzt.

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Weitere Publikationen


Welternährungstag: Wir brauchen mehr Gerechtigkeit

Solange das globale Nahrungssystem ungerecht bleibt, wird der Klimawandel noch stärker zum Hunger in der Welt beitragen. Während Frauen in Entwicklungsländern fast die Hälfte aller Kleinbauern ausmachen, besitzen nur 15 Prozent von ihnen Land. Ihr eingeschränkter Zugang zu Technologien, finanziellen Ressourcen und Land zeigt die ungerechte Verteilung und  begrenzt zugleich die landwirtschaftliche Produktivität. In der CARE-Studie „Cultivating Equality“ erfahren Sie mehr über Ergebnisse des Berichts und Empfehlungen von CARE für ein gerechteres Nahrungssystem. 

Kurzfassung der Studie (englisch)Vollständige Studie (englisch)

Weitere Publikationen


Quizantwort Hepburn


Na, hast Du Hunger?

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