Die Einjährige Sani wird gefüttert

Hunger bekämpfen

CARE-Hilfe gegen Hunger

SO HILFT CARE GEGEN HUNGER 

CARE hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 rund 50 Millionen Menschen darin zu unterstützen, Zugang zu einer sicheren Ernährung zu bekommen und zusätzlich die Landwirtschaft an die veränderten Gegebenheiten des Klimawandels anzupassen. Die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und Wissen um nährstoffreiche Ernährung sind dafür einige wichtige Schritte. 


CARE verteilt direkt nach einer Katastrophe Trinkwasser und Nothilfe-CARE-Pakete gefüllt mit Getreide, Hülsenfrüchten und Speiseöl an notdürftige Familien. Unterernährte Kinder versorgt CARE mit medizinischer Aufbaunahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen und ihr Körper wieder normale Nahrung verträgt. CARE verbessert die Gesundheitsversorgung mit mobilen Ärzteteams, die auch den Ernährungsstatus der Kleinkinder überprüfen. Gleichzeitig repariert CARE Brunnen und Wasserquellen, denn sauberes Trinkwasser und Hygiene sind überlebenswichtig. 

Zudem führt CARE Schulungen zu wasserschonenden Anbaumethoden durch und hilft mit dürreresistentem Saatgut, Getreidebanken und effizienten Bewässerungssystemen. Neben der Umsetzung von Projekten engagiert sich CARE auch auf politischer Ebene gegenüber Regierungen und der internationalen Gemeinschaft durch Anwärterschaft für mehr Investitionen zum Thema Hunger und Mangelernährung. 

Bitte helfen Sie, diese Hilfe auszuweiten und gegen Hunger zu kämpfen. Jeder Tag zählt.


SO KÖNNEN SIE HELFEN HUNGER ZU BEKÄMPFEN

80 Euro

Aufbaunahrung für 8 unterernährte Kinder

100 Euro

Medikamente und medizinische Geräte für eine mobile Klinik 

200 Euro 

Wetterresistentes Saatgut für 8 Familien 


Was ist Hunger? Die wichtigsten Fakten im Überblick

Foto: CARE

Hunger! Das Gefühl kennt jeder. Der Magen knurrt, die Konzentration schwindet und plötzlich geht nichts mehr.

In vielen Teilen der Welt ist es nicht mit einem Gang zum Kühlschrank oder Supermarkt getan. Dabei könnte die gesamte Menschheit von den Erträgen des Planeten leben und kein Kind müsste mehr hungern. Die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, Wissen um nährstoffreiche Ernährung und fairer Handel sind dafür einige wichtige Schritte.

Und auch Bildung für Kinder ist wichtig um Hunger zu bekämpfen: Wer in der Schule etwas gelernt hat, kann später einen Beruf ausüben und seine Familie ernähren.

Genau da setzt CARE an: Bis zum Jahr 2020 sollen rund 50 Millionen Menschen Zugang zu einer sicheren Ernährung erhalten und durch Bildungsprogramme ihre Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen. Bildung bei Kindern stärken, um Hunger zu bekämpfen, ist die Devise. 

Welche Arten von Hunger gibt es?

Akuter Hunger

Akuter Hunger bezeichnet einen zeitlich begrenzten Zustand der Unterernährung.

Im Englischen wird dieser Zustand auch „acute malnutrition“ oder „wasting“ (auf Deutsch: „Auszehrung“) genannt, wobei dabei noch verschiedene Schweregrade unterschieden werden und ob Begleitsymptome wie Wasseransammlungen in Armen und Beinen auftreten.

Häufig sind neben dem Mangel an Nahrung noch Infektionskrankheiten, wie Diarrhö oder Cholera der Grund für den akuten Hunger. Die Menschen sehen sehr abgemagert aus - diese Bilder sieht man oft in den Medien im Zusammenhang mit Krisen wie in Syrien oder bei Dürrekatastrophen. Allerdings sind auch Menschen davon betroffen, die in stabilen Ländern wie zum Beispiel Laos leben. Laut dem Globalen Ernährungsbericht 2018 sind weltweit davon 50,5 Millionen Kinder unter 5 Jahren betroffen. 

Chronischer Hunger

Chronischer Hunger, oder auch "chronische Unterernährung", betrifft den größten Teil der Hungernden und beschreibt einen dauerhaften Zustand der Unterernährung aufgrund von längerer unzureichender Aufnahme von Nahrung und einseitiger Ernährung.

Untergewicht ist auch eine Form der Unterernährung. Durch beispielsweise einen schlechten Gesundheits- und Ernährungszustande der Mutter während der Schwangerschaft kann es bereits zu einer Unterernährung des Fötus im Mutterleib kommen. Oft hat das Kind dann ein zu geringes Geburtsgewicht. Folgt eine schlechte Ernährung des Kindes in den ersten zwei Lebensjahren, kommt es zu Wachstumsverzögerungen: Die Kinder sehen im Vergleich zu gleichaltrigen, normal entwickelten Kindern kleiner und oft auch jünger aus. Auch die geistige Entwicklung kann darunter leiden. 2017 waren weltweit schätzungsweise 150,8 Millionen Kinder unter 5 Jahren von chronischer Unterernährung betroffen. 

Verborgener Hunger

Verborgener Hunger (Im Englischen: „hidden hunger“) bezeichnet einen Zustand, bei dem Menschen zwar ausreichend Kalorien zu sich nehmen, ihnen aber durch einseitige Ernährung oder einem erhöhten Nährstoffbedarf (z.B. während der Schwangerschaft) wichtige Vitamine und Mineralstoffe fehlen.

Oft sieht man den Betroffenen einen Mikronährstoffmangel nicht an. Das ist bedenklich - manche Defizite führen zu einer vermehrten Infektionsanfälligkeit bis hin zum Tod. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit zwei Milliarden Menschen von verborgenem Hunger betroffen sind. Auch in Deutschland leiden viele Menschen darunter: Vor allem Mädchen und Frauen haben oft mit Eisenmangel zu kämpfen.

1. Hungersnot ohne Hunger - geht das?

Ja. Auch wenn wir im Alltag von einer Hungersnot sprechen, sobald Menschen zu wenig zu essen haben – technisch korrekt dürfen wir den Begriff „Hungersnot“ erst verwenden, wenn bestimmte messbare Kriterien erfüllt sind. Auch wenn offiziell noch keine Hungersnot erklärt wurde, können Menschen hungern. Das ist zum Beispiel gerade im Jemen der Fall, wo 14 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht sind.

2. Wann spricht man denn nun von einer Hungersnot?

Die Hungersnot ist die letzte und damit schwerste Stufe auf einer fünfstufigen Skala. Offiziell erklärt werden kann eine Hungersnot nur von den Vereinten Nationen oder der jeweiligen Landesregierung. Dazu müssen jedoch verschiedene Kriterien erfüllt sein, damit niemand die Erklärung einer Hungersnot für politische Zwecke nutzen kann und die Situation in verschiedenen Ländern international vergleichbar ist.

Folgende Kriterien beschreiben eine Hungersnot:

  • Die Unterernährungsrate bei Kindern liegt höher als 30 Prozent.
  • Jeden Tag sterben mehr als zwei von 10.000 Menschen.
  • Mindestens jedem fünften Haushalt fehlen nahezu alle Lebensmittel.

Handeln müssen die Helfer aber schon vorher: Denn auch bei der dritten und vierten Stufe („Krise“ und „Notfall“) leiden die Betroffenen Hunger und benötigen dringend Hilfe. In der Vergangenheit, etwa während der großen Dürre in Somalia 2011, starben die meisten Menschen bereits vor der offiziellen Ausrufung einer Hungersnot.

4. Wann wurde zuletzt eine Hungersnot erklärt?

In dem Bürgerkriegsland Jemen wurde 2019 eine Hungersnot erklärt. In einem Drittel des Landes waren nach Angaben der Vereinten Nationen bereits vor einem Jahr zwei von drei Kriterien für eine Hungersnot erfüllt.

Davor erklärten die Vereinten Nationen 2017 eine Hungersnot in zwei Bundesstaaten des Südsudan. Den meisten Menschen brachte diese Einstufung aber nichts mehr, viele Hungerleidende waren bereits gestorben oder starben in anderen Bundesstaaten, in denen nie eine Hungersnot erklärt wurde.

Leider findet Hunger oft erst mit der offiziellen Ausrufung einer Hungersnot die notwendige Aufmerksamkeit von Regierungen, Medien und Spendern – wenn es für viele Menschen bereits zu spät ist. Helfen Sie uns dabei, das zu ändern!


Verbreitung von Hunger

Wo gibt es Hunger?

Laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen litten 2017 schätzungsweise 821 Millionen Menschen an Hunger - 1 von 9 Menschen.  

Geographisch gesehen ist Afrika am meisten betroffen: 21% der Bevölkerung leidet an Hunger. Dort hat sich die Situation in vielen Regionen des Kontinents in den letzten Jahren zudem stark verschlimmert. Länder südlich der Sahara wie Malawi, Sambia, Mosambik und Äthiopien in Ostafrika tauchen in diesen traurigen Statistiken noch immer auf. Auch Südasien und Südostasien sind stark von chronischem und akutem Hunger und Unterernährung betroffen, besonders in Ländern wie Laos und Kambodscha. Zumeist sind die Ärmsten der Armen von Hunger und Formen von Fehlernährung betroffen. Oft sind schwangere Frauen und Kinder unter 5 Jahren unter ihnen.  

Meldungen über akuten Hunger und oder bevorstehende Hungersnöte kommen jedoch auch aus Krisengebieten wie dem Jemen oder Syrien. Aktuell sind nach der Flutkatastrophe in Mosambik, Malawi und Simbabwe dort tausende Menschen betroffen und benötigen Nahrungsmittelhilfe.
 

Eine Frau streut Samen in die Erde.

 

Stoppt den Hunger: In Krisen- oder Katastrophensituationen wie nach dem Erdbeben in Nepal leistet CARE Nahrungsmittelhilfe und rettet hunderttausende Menschenleben vor der Hungerkrise. 

CARE-Hilfe in Nepal

Eine Frau hält ein weinendes Kind auf dem Arm.

 

Ohne Nahrung keine Entwicklung: Bekommen Kinder nicht genug zu essen, bleiben Gesundheit, Bildung und späteres Einkommen aus. Im Südsudan bekämpft CARE Unterernährung und Hunger bei Kindern. 

CARE-Hilfe im Südsudan

Ein kleiner Junge sitzt auf einem Feld.

 

Nachhaltige Landwirtschaft: Bauern helfen sich von Hunger und Armut zu befreien. CARE unterstützt Familien beim Anlegen von Gemüsegärten, Fischteichen und Kleinviehzucht in Peru.
 

CARE-Hilfe in Peru

Ein akut unterernaehrtes Kleinkind blickt in die Kamera.


Wettlauf gegen die Zeit
: Seit 4 Jahren leiden weite Teile der Bevölkerung des Jemens aufgrund des Krieges Hunger. 22 Millionen Menschen sind inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
 

CARE-Hilfe im Jemen


Ursachen von Hunger

Welche Ursachen von Hunger gibt es?

Alle unterschiedlichen Arten von Hunger haben genauso viele unterschiedliche Hunger-Ursachen. Sie alle sind vielfältig und komplex: Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Dürre zerstören Ernten und damit die Existenzgrundlage von Kleinbauern. Armut führt dazu, dass Menschen hungern, weil sie sich nicht genügend Lebensmittel leisten können. Doch auch politische Konflikte und Kriege können Ursache für akuten Hunger und Unterernährung sein. 

Ursachen von Hunger


Folgen von Hunger

Welche Folgen hat Hunger?

Hunger ist tödlich. Hunger kann insbesondere in Kombination mit Infektionskrankheiten wie Lungenentzündungen oder auch Malaria zum Tod führen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 45% der Todesfälle bei Kindern unter 5 Jahren auf Unterernährung zurückzuführen.

Diejenigen, die nicht sterben, müssen oft mit lebenslangen Folgen für ihre Gesundheit leben. Es gibt Untersuchungen dazu, dass vor allem die „ersten 1000 Tage“ im Leben eines Menschen – von der Empfängnis im Mutterleib bis zum 2. Lebensjahr – besonders entscheidend für die geistige Entwicklung sind. Die Mutter und das Kind müssen also optimal mit Nährstoffen versorgt werden um Unter- und Mangelernährung zu verhindern. Deshalb zielen sehr viele Projekte von CARE auf eine Verbesserung der Ernährung von Mutter und Kind in diesem kritischen Zeitfenster ab. 

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Folge: Wenn ein Großteil der Bevölkerung an akutem oder chronischem Hunger leidet, dann gibt es wenig Menschen, die voll leistungsfähig sind und zur Entwicklung des Landes beitragen können

 


Wie kann ich Hunger bekämpfen?

Spenden gegen Hunger 

88,6 Prozent der Spenden für CARE fließen bei uns direkt in die Projektarbeit. Im Bereich Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit gab es 2017 weltweit 518 Projekte. Mehr als 19 Mio. Menschen konnten mit Ernährungssicherungsprogrammen weltweit erreicht werden, wodurch ihre Ernährungssituation und ihre Anpassungsfähigkeit bezüglich Auswirkungen des Klimawandels verbessert wurde. Dabei waren etwa zwei Drittel der unterstützten Personen Frauen und Mädchen.


Nahrungsmittelverschwendung

Laut der Welternährungsorganisation wird ein Drittel der produzierten Lebensmittel weltweit weggeschmissen. Das ist katastrophal - angesichts der Tatsache, dass es noch so viele hungernde Menschen auf der Welt gibt. Wir können alle etwas tun, um das Wegschmeißen von Lebensmitteln zu vermeiden. 

In Entwicklungsländern liegt das Problem eher bei Nachernteverlusten wegen schlechter oder keiner Lagermöglichkeiten der Nahrungsmittel. Dort wird von Haushalten wenig Essen weggeschmissen.  


Blogbeiträge und weiterführende Themen

Persönliche Geschichten - und: Wie kann man Ernährung sichern?

Frau mit Kind auf dem Schoß

Somalia: Mütter erzählen über die Hungerkrise

In einem Camp in Bosaso, im Norden Somalias, suchen verzweifelte Familien Zuflucht vor der Dürre. CARE betreibt hier ein Ernährungszentrum, um unterernährten Kindern, sowie schwangeren und stillenden Müttern zu helfen. Hunger trifft vor allem Frauen und Kinder. Fünf von ihnen erzählen ihre Geschichte der Hungerkrise.

Blogbeitrag aus Somalia lesen

Obst- und Gemüseverkäuferin aus einem CARE-Projekt auf den Philippinen

Ernährungssicherung und Verbesserung der Ernährungsweise

Eine vielschichtige Herausforderung: Mangelernährung weltweit! In diesem Factsheet beschäftigt sich CARE Referentin für Ernährung und Ernährungssicherung, Theresa Jeremias, mit diesem Thema.

Jetzt lesen


Wir brauchen mehr Nahrungsgerechtigkeit

Solange das globale Nahrungssystem ungerecht bleibt, wird der Klimawandel noch stärker zum Hunger in der Welt beitragen. Während Frauen in Entwicklungsländern fast die Hälfte aller Kleinbauern ausmachen, besitzen nur 15 Prozent von ihnen Land. Ihr eingeschränkter Zugang zu Technologien, finanziellen Ressourcen und Land zeigt die ungerechte Verteilung und  begrenzt zugleich die landwirtschaftliche Produktivität. In der CARE-Studie „Cultivating Equality“ erfahren Sie mehr über Ergebnisse des Berichts und Empfehlungen von CARE für ein gerechteres Nahrungssystem. 

Kurzfassung der Studie (englisch)Vollständige Studie (englisch)

Weitere Publikationen



SO KÖNNEN SIE HELFEN HUNGER ZU BEKÄMPFEN

50 Euro

Medizinische Zusatznahrung für 5 Kinder

 

120 Euro

8.000 Liter sauberes Wasser 

 

200 Euro 

Lebensmittelhilfe für 3 Familien 

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