Eine Frau steht mit einem Kind im Arm im Wasser.

KLIMAWANDEL

Dem Klimawandel ein Gesicht geben

In vielen Weltregionen sind die Folgen des Klimawandels längst bittere Realität: Knapper werdende Wasserressourcen, eine schnellere Verkarstung der Böden, aber vor allem unkalkulierbare Wetterzyklen mit Dürren und Überschwemmungen erschweren Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien den Kampf um das Überleben. Konflikte um Wasser, Land und Holz nehmen zu.

Deshalb setzt CARE alles daran, noch vorhandene Ressourcen zu schützen. Neben gezielter Aufforstung und der Einführung alternativer Anbaumethoden werden regenerative Technologien zur Energie- und Wassergewinnung dabei immer wichtiger. In vielen Projekten arbeitet CARE bereits erfolgreich mit Biogasanlagen, solar betriebenen Kochern, Pumpen und wiederbelebten traditionellen Bewässerungstechniken, wie dem Terrassenfeldbau, der Kanal-, Schmelzwasser- oder Tröpfchenbewässerung.

Auf der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn war CARE vor Ort und rückte besoners die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, in den Fokus. Erfahren Sie mehr dazu!


Klimaheldinnen: Eine CARE-Ausstellung zur COP23

Quang Thi Kien ist eine von zwölf Klimaheldinnen, die sich auf der ganzen Welt gegen die Folgen des Klimawandels einsetzen. Anlässlich der UN-Klimakonferenz COP23 widmet CARE ihnen eine Wanderausstellung, die durch verschiedene Städte und Schulen tourt.

Quang Thi Kien ist präziser als jede Wetter-App: Sie sagt nicht nur Unwetter und Hitzewellen vorher, sondern empfiehlt Bauern auch Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Kiens Ziel ist es, ihre Gemeinde besser auf extreme Wetterverhältnisse vorzubereiten. Denn sie weiß wie es ist, Hunger zu leiden.

Die Vietnamesin ist eine von zwölf „Klimaheldinnen“, die für die gleichnamige Ausstellung ausgewählt wurden. Von Fidschi bis Peru schaffen sie mit ihrem Einsatz positive Veränderungen und ermöglichen ihren Gemeinden die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Mit Beginn der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn zeigt CARE in Kooperation mit der Fotoagentur laif die Wanderausstellung in verschiedenen deutschen Städten und Schulen. Premiere feierten die „Klimaheldinnen“ am 12. November in Bonn vor der Verleihung des CARE-Millenniumspreises an Christiana Figueres, ehemalige Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und eine der Protagonistinnen der Ausstellung. Alles zur Klimaheldinnen-Fotoaustellung erfahren Sie auch in unserer Broschüre.

Lesen Sie hier die Geschichten der Klimaheldinnen:

Philippinen: MinetVietnam: KienDeutschland: Antje

USA: Jade


Klima aktuell: Forderungen und Positionen zur COP23

CARE-Empfehlungen zur Bewältigung des Klimawandels & zur Stärkung der Resilienz der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen

1. Klimaschutz: Die Länder müssen den Klimaschutz im Einklang mit der 1.5°C –Grenze des Paris-Abkommens beschleunigen und dieses zur Messlatte für die Verhandlungen für 2018 und darüber hinaus machen.

2. Anpassung: Die finanzielle Unterstützung für geschlechtergerechte Anpassung an die Klimafolgen in Entwicklungsländern muss erhöht werden.

3. Klimaschäden: COP23 soll ein Mandat für den Warschau-Mechanismus beschließen, Finanzierungsmechanismen für geschlechtergerechte und armutsorientierte Maßnahmen zur Bewältigung von Klimaschäden zu entwickeln.

4. Landwirtschaft: COP23 sollte ein Arbeitsprogramm zu Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit beschließen.

5. Gender: Die Regierungen sollen einen ambitionierten UNFCCC-Aktionsplan mit Finanzierung zu seiner Umsetzung beschließen, rasch seine Umsetzung beginnen, und Gender und Menschenrechte in die Verhandlungen zum Paris-Regelbuch integrieren.

CARE-Positionen zur COP23

COP23: Frauen & Mädchen im Fokus

Updates vom CARE-Klimateam


So können Sie helfen

80 Euro

Zwei Fischteich-Pakete

120 Euro

Ein Kurs in Katastrophenvorsorge (anteilig)

 

 

200 Euro

200 Baumsetzlinge


El Niño: Dürre und Hunger

Seit mehr als einem Jahr sorgt das Wetterphänomen El Niño rund um den Globus für extreme Wetterereignisse. Am Horn und im Süden Afrikas, auf den pazifischen Inseln sowie in weiten Teilen Südostasiens und Zentralamerikas, hat es zu extremer Dürre geführt; andernorts litten und leiden die Menschen unter Stürmen und Überschwemmungen. El Niño gilt nun als vorüber, doch noch immer sind rund 60 Millionen Menschen von seinen Folgen betroffen.  Die Trockenheit in Äthiopien gilt als eine der schlimmsten seit drei Jahrzehnten. Die Ernte des Landes ist vollständig ausgefallen. In pazifischen Staaten wie Papua Neuguinea, Vanuato und Timor-Leste sind fast fünf Millionen Menschen vom Hunger gefährdet. Und als wäre es nicht genug: Das Wetterphänomen La Niña, welches häufig im Anschluss an El Niño auftritt, könnte die Situation in vielen von  betroffenen Ländern weiter verschlimmern.

Ohne weitere finanzielle Unterstützung werden zehntausende Menschen in den nächsten Monaten nichts mehr zu Essen haben. CARE konnte durch die Verteilung von Lebensmitteln, Wasser und anderer Hilfsgüter bislang mehr als 1,8 Millionen Menschen in acht Ländern helfen. Doch auch der Blick in die Zukunft ist wichtig: CARE hilft betroffenen Gemeinden bei der Vorbereitung auf zukünftige Dürreperioden und Hungerkrisen und stärkt sie in ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterextremen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende.

 Jetzt spenden Fakten im Überblick

CARE Mitarbeiter Wolfgang Jamann redet mit einer Frau aus Äthiopien über die Dürre

„Diese Dürre ist härter als jemals zuvor“

Vor kurzem reiste Wolfgang Jamann, Generalsekretär von CARE International, nach Äthiopien, um die Auswirkungen von El Niño auf das Land am Horn von Afrika besser zu verstehen. In Ost-Haraghe traf er Tuba Alyi und sprach mit ihr darüber, wie sie sich durch Sparen auf schwere Zeiten vorbereitet.

Zum CARE-Blog

Ein durch den Klimawandel vertrocknetes Feld

Das verheerende Ausmaß von El Niño

Marc Nosbach, CARE-Länderdirektor in Mosambik, im Gespräch mit der Deutschen Welle über die Dringlichkeit der Situation: Viele Menschen haben ihre Nahrungsmittel aufgebraucht und versuchen jetzt, Hühner, Ziegen und Kühe zu verkaufen, um ihre Familien zu versorgen. 

Zum Artikel 

Ein durch den Klimawandel ausgetrocknete Landschaft

El Niño als Folge des Klimawandels

Im Interview mit dem WDR 5 Morgenecho warnt Mosambik-Länderdirektor Nosbach vor den Auswirkungen des Wetter-Extrems El Niño. Er erklärt, welche Maßnahmen CARE momentan vor Ort ergreift, um das Ausbrechen einer Hungerkatastrophe abzuwenden.

Zum Radio-Interview

El Niño am Horn von Afrika

El Niño trifft die Ärmsten der Armen: In Somalia, wo seit Jahren Unsicherheit und Hunger herrscht, waren schon zuvor mehr als eine Million Menschen im eigenen Land vertrieben. Weitere Zehntausende, die jetzt vor den Auswirkungen von El Niño fliehen, finden in den Flüchtlingscamps und Notbehausungen kaum mehr Platz. Die CARE-Mitarbeiter Thomas Rottland und Johanna Mitscherlich berichten im Video über die Situation vor Ort.

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Somalia: Flüchtlinge, Hunger & Hoffnung


Klimawandel in Südostasien

Was hat eine surfende Garnele mit dem Klimawandel zu tun? Nicht viel, könnte man denken. Doch ein 12-minütiger Kurzfilm zur Anpassung an den Klimawandel in Indonesien und Thailand überzeugt vom Gegenteil. Film ab!

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Die Abenteuer der kleinen Mi



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