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Mangelernährung ist ein großes Problem in Sambia. CARE unterstützt Mütter und Schwangere mit Nahrungsmittelhilfe.

Unsere Erfolge 2016

Pressesprecherin Sabine Wilke im Gespräch mit der geflüchteten Berivan, die in Griechenland in der Warteschleife hängt.

Syrienhilfe – Leben auf der Flucht

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In Malawi kämpft CARE gegen Hunger und Mangelernährung.

Malawi – Hilfe, die Früchte trägt

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CARE-Mitarbeiter kümmern sich um neue Wasserleitungen und Sanitäranlagen in Flüchtlingslagern im Irak.

Nordirak – Leben in Zeltstädten

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Im Tschad sparen Frauen in Kleingruppen gemeinsam für ihre Zukunft.

Tschadsee – Hilfe, wo die Welt nicht hinschaut

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Projekt gegen Mangelernährung in Laos.

Laos – Gesunde erste 1.000 Tage

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KIWI bedeutet Kultur, Integration, Werte, Initiative und hilft geflüchteten Kindern und Jugendlichen.

KIWI – Kinder und Jugendliche Willkommen

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Unsere Erfolge 2016

Das CARE-Jahr 2016 stand im Zeichen der Überlebenshilfe für Menschen in akuten Kriegs- und Katastrophengebieten. Gleichzeitig arbeiteten wir mit Gemeinden Hand in Hand dafür, dass sie Wege aus der Armut finden und für kommende Herausforderungen gut gerüstet sind. Dank der Unterstützung durch unsere Spender konnten wir bemerkenswerte Erfolge erzielen, von denen wir hier berichten möchten.

An dieser Stelle finden Sie auch den bald erscheinenden Jahresbericht 2016, mit weiteren umfangreichen Informationen zu unseren Aktivitäten und Projekten aus diesem Jahr.


Syrienhilfe – Leben auf der Flucht

Pressesprecherin Sabine Wilke im Gespräch mit der geflüchteten Berivan, die in Griechenland in der Warteschleife hängt.

Der Syrienkonflikt ging 2016 mit unverminderter Gewalt in sein sechstes Jahr.
Die traurige Bilanz: 13,5 Millionen Menschen in Not, 470.000 Tote.

 
2,8 Millionen Betroffene des Syrienkonfliktes erreichte die CARE-Hilfe 2016 insgesamt. CARE Deutschland trug mit 3,5 Millionen Euro zu dieser Hilfe bei.

Unsere Erfolge im Überblick:

  • In Syrien unterstützte CARE die Menschen mit lebensrettender Nahrung, Wasser, Hygienepaketen, Unterkünften und mobiler medizinischer Versorgung.
  • In den Nachbarländern Libanon und Jordanien waren wir 2016 erneut in den großen Flüchtlingscamps und Städten aktiv. Wir schaffen sichere Räume für Frauen und Mädchen und ermöglichen Kindern Zugang zu Bildung und Sport.
  • Entlang der Fluchtwege Richtung Europa, in Serbien und Kroatien, weiteten wir die Hilfe für neuankommende Flüchtlinge aus. 
  • Erstmals starteten wir 2016 auch Hilfsprogramme in Griechenland: 50.000 Menschen warten hier unter sehr schlechten Bedingungen in Zelten, Lagerhallen und überfüllten Wohnungen auf eine politische Lösung. Wir unterstützen sie mit Bargeld, Rechtsberatung und psychosozialer Hilfe.


„Jedes Mal wenn mein Telefon klingelt, bete ich und hoffe inständig, am Ende der Leitung wird mir gleich jemand sagen, dass ich endlich nach Deutschland darf.“ – Berivan aus Aleppo
 


Malawi – Hilfe, die Früchte trägt

Fast 40 Prozent der malawischen Bevölkerung haben nicht ausreichend zu Essen, knapp die Hälfte der Kinder ist mangelernährt. Die Gründe sind vielfältig: Ein Großteil der Bevölkerung lebt vom Kleinanbau und verlässt sich auf eine einzige Maisernte im Jahr. Diese wird durch Dürre und Überschwemmungen regelmäßig gefährdet. Im letzten Jahr so stark, dass sich die Lebensmittelpreise verdoppelt haben und der nationale Notstand ausbrach.

Seit vielen Jahren ist CARE vor Ort und arbeitet daran, die Ernährungssituation für die Menschen zu verbessern.

Unsere Erfolge im Überblick:

  • In mehreren Dörfern schulte CARE ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer in neuen Anbaumethoden, welche ihr Wissen nun an die lokale Bevölkerung weitergeben. Außerdem bilden wir Ernährungs-, Still- und Hygieneberaterinnen aus.
  • Um die ausgebildeten Trainer bei ihrer Arbeit zu unterstützen, verteilte CARE Saatgutpakete, Obstbaumsetzlinge, Dünger, Pflanzsäcke und Tretpumpen. Neue Bewässerungssysteme und Modell-Getreidespeicher sind entstanden.
  • 40 Prozent der Familien können ihre Ernährung bereits erfolgreich sichern. 
  • In den Dörfern von Salima und Dedza fanden Schulungseinheiten zu Hygiene, Durchfallvermeidung und Kleinkindernährung statt.
  • Für 7.500 Familien, die durch plötzliche Überschwemmungen alles verloren hatten, stellten wir finanzielle Soforthilfe bereit.


„Ich wurde unter 600 Frauen ausgewählt und zur CARE-Trainerin in neuen Anbaumethoden geschult. Mein Wissen gebe ich jetzt im Dorf weiter. Ich werde respektiert, weil unsere Ernten wirklich steigen.“ – Emily Makalipeni aus Sakonzeka, Malawi


Nordirak – Leben in Zeltstädten

CARE-Mitarbeiter kümmern sich um neue Wasserleitungen und Sanitäranlagen in Flüchtlingslagern im Irak.

Den größten Einsatz für Vertriebene leistete CARE im Nordirak: 3,5 Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimatregion vertrieben und suchen hier Schutz vor Gewalt. Allein in Dohuk und Ninewa leben 160.000 Vertriebene in Zeltstädten. Der gestiegene Bedarf an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung stürzt die Gastgemeinden in Not.

CARE engagiert sich, um die schnell entstandenen Zeltstädte lebenswerter zu machen, etwa durch den Aufbau von Müllabfuhren, Toiletten und Waschstationen, mit Hilfsgütern und Schulungen, die Hoffnung spenden.

Unsere Erfolge im Überblick:

  • CARE unterstützte in Dohuk, Ninawa sowie in der Region um Mossul 65.000 Vertriebene und Notleidende in Zeltstädten und bedürftigen Gemeinden. 
  • In den Camps von Bersive baute CARE mehr als 500 neue Latrinen und mehr als 600 Waschstationen, sorgte mit Generatoren für eine zuverlässige Wasserversorgung und organisierte die Abfallentsorgung.
  • Die Bewohner beider Camps erhielten Hygiene- und Sicherheitsschulungen sowie Kochsets, Kanister, Matten und Winterhilfe. 
  • In den Camps Chamishku und Sheikhan schulte CARE Wasser- und Abfallmanager sowie Hygieneberater. Sie sichern jetzt eigenständig den Betrieb und die Wartung von Brunnen und Müllabfuhr. 
  • An der syrischen Grenze in Ninawa baute CARE eine zerstörte Gesundheitsstation wieder auf und erweiterte sie um eine Entbindungsstation. In dieser wurden bereits 1.650 Schwangere versorgt. Mütter erhielten Babypakete und wurden zur Gesundheit und Familienplanung geschult.
  • Im Süden Mossuls versorgte CARE Binnenvertriebene.

 

„Seit zwei Jahren leben wir in einem Zelt. Im Sommer ist es heiß, im Winter bitterkalt, doch CARE unterstützt uns so gut es geht und bezieht uns in seine Hilfe mit ein.“ – Zahara, Jesidin im Nordirak

 

 


Tschadsee – Hilfe, wo die Welt nicht hinschaut

Es gibt viele Krisen, die es nicht in die Nachrichten schaffen. Die Situation Vertriebener in der Tschadsee-Region ist eine davon. 17 Millionen Menschen sind hier von Gewalt und Vertreibung betroffen, viele fliehen aus dem Norden Nigerias. Tausende Menschen suchen in Bol und Bagasola am Tschadsee Schutz. Allein in Bagasola sind nun 50.000 Menschen ohne Obdach. Neue Flüchtlingssiedlungen entstehen inmitten der weltweit ärmsten Dörfer, die selbst um das Überleben ringen.

Unsere Erfolge im Überblick:

  • Internationale CARE-Projekte versorgten in der Region 47.000 Geflohene, Einheimische und Rückkehrer mit lebensrettender Nahrung, mit Hilfsgütern, Wasser und Schulungsprogrammen. 
  • CARE Deutschland stattete davon mehr als 8.000 Menschen mit Unterkünften sowie 2.000 Familien mit Koch- und Hygienematerialien aus.
  • Geschulte Gruppenberater arbeiten jetzt in den Gemeinschaften zu den Themen Schwangerschaft, Familienplanung und Schutz vor sexualisierter Gewalt. Gesundheitszentren erhielten Schulungen, Medikamente, Verhütungsmittel und Verbandsmaterial. 
  • Die medizinische Versorgung von Schwangeren, Neugeborenen und unterernährten Kinder hat sich seitdem verbessert. 
  • 16.500 Menschen in der Region erreichte die Hilfe aus Deutschland insgesamt. 


„CARE ist besonders. Ihr kümmert Euch um alle, die von Gräueltaten und Kriegen betroffen sind. Ich habe Küchen- und Hygienematerial bekommen, meine alte Mutter eine Unterkunft. Ich danke Euch von Herzen.“
Falmata Abakar, Tschad

Im Tschad sparen Frauen in Kleingruppen gemeinsam für ihre Zukunft.

Laos – Gesunde erste 1.000 Tage

Projekt gegen Mangelernährung in Laos.

In den Bergen von Laos ist die Müttersterblichkeit weltweit eine der höchsten. Das liegt nicht nur am beschwerlichen Weg der Schwangeren zur nächsten Klinik. Ein Mangel an Wissen, Sprachbarrieren,
manchmal auch der fehlende Respekt des Klinikpersonals ethnischen Minderheiten gegenüber
hindern Frauen daran, lebensrettende Hilfe anzunehmen.
Die CARE-Hilfe setzt hier an!

Unsere Erfolge im Überblick:

  • Um die hohe Mutter-Kind-Sterblichkeit zu senken, hat CARE in 44 Bergdörfern Frauengruppen und Gesundheitskomitees gegründet. In Schulungen lernen sie das Wichtigste rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt. 
  • Ein bebildertes Trainingshandbuch entstand, das so erfolgreich ist, dass es vom Gesundheitsministerium jetzt auch in anderen Regionen eingesetzt wird.
  • Jedes Dorf entwickelte einen Notfallplan, der den Transport und die Begleitung von kritischen Geburten in die nächste Klinik sicherstellt.
  • Acht Dörfer unterschiedlicher Ethnien wählten je eine Person, die CARE zwei Jahre lang zur Hebamme ausbildet.
  • Das Personal der umliegenden Kliniken schulte CARE zu den Bedürfnissen Entbindender aus ethnischen Minderheiten und überzeugte sie, Impfkampagnen in den Dörfern auch mit Schwangerenvorsorge, kindermedizinischen Maßnahmen und Aufklärung zur Familienplanung zu verbinden. 
  • Die Besuche in den Dörfern stärken das Vertrauen der Bevölkerung in das medizinische Personal. In Khua nutzen inzwischen 83 Prozent der Schwangeren, in Mai 51 Prozent und in Samphan 38 Prozent der werdenden Mütter medizinische Klinikleistungen. 
  • 15.000 Menschen erreicht das Projekt insgesamt. Ein Folgeprojekt ist geplant.


„Meine Mutter starb bei meiner Geburt. Ich bin stolz, für mein Dorf Hebamme zu werden und anderen dieses Schicksal zu ersparen.“ – Somphat aus Samphan, Laos


KIWI – Kinder und Jugendliche Willkommen

Rund 400.000 Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter kamen seit 2015 nach Deutschland. Sie flohen vor Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat. Ihre soziale Integration ist eine zentrale Herausforderung.

Auf dem Balkan führte CARE bereits seit Jahren erfolgreich Integrationsprojekte durch und beschloss, die hier gewonnen Erfahrungen in Deutschland einzubringen. 2016 startete die Pilotphase des Integrationsprojekts KIWI an 28 Schulen Nordrhein-Westfalens.

Unsere Erfolge im Überblick:

  • Um Schüler zu erreichen, wendet sich KIWI zunächst an ihre Lehrkräfte. Ein Lehrer-Handbuch entstand mit 150 Übungen und Workshop-Anregungen zu Themen wie Geschlechterrollen, Respekt, Toleranz, Berufsorientierung und Stärken der Teilhabechancen für zugewanderte Jugendliche.
  • Eine Fortbildung macht die Lehrkräfte mit den Materialien vertraut. Auf Wunsch führt KIWI in den Schulen anschließend Workshops mit gemischten Schülergruppen durch und unterstützt sie bei der Umsetzung eigener Integrations-Initiativen.
  • 98 Prozent der Lehrkräfte bewerteten die KIWI-Maßnahmen mit sehr gut (57%) oder gut (41%). Zugewanderte Jugendliche seien durch KIWI in kurzer Zeit selbstbewusster und aktiver geworden, der Klassenzusammenhalt sei gestärkt.
  • Seit Oktober 2016 setzt CARE das KIWI-Projekt bundesweit um. 


„Meine Eltern waren sehr arm und wir haben in einem kleinen Dorf gelebt, deshalb konnte ich nicht in die Schule gehen. In Deutschland kann ich meinen Abschluss nachholen und eine Ausbildung machen.“ – Togola (15) aus Mali

KIWI bedeutet Kultur, Integration, Werte, Initiative und hilft geflüchteten Kindern und Jugendlichen.

CARE sagt Danke!

Für das 2016 gemeinsam Erreichte sagen wir aus allen Ecken und Enden unserer CARE-Welt Danke. Denn die CARE-Hilfe für Menschen in Not und Armut wäre nicht möglich ohne Sie: unsere Spender, öffentlichen Geber und Partner. Sie haben es unseren Helfer-Teams 2016 ermöglicht, viel zu erreichen: 80 Millionen Menschen, die weltweit von Gewalt, Vertreibung und chronischer Armut betroffen sind, erhielten Hilfe. Gleichzeitig ebneten wir mit langfristigen CARE-Programmen 69 Millionen Menschen einen Weg aus ihrer Armut.

Insgesamt waren CARE-Teams in 962 Hilfsprogrammen in 94 Ländern aktiv und setzten sich dafür ein, dass ein Leben in Würde auch dort möglich wird, wo zentrale Voraussetzungen dazu fehlen.

Sie haben diese Hilfe ermöglicht!
Danke!


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