Frauen machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus – und werden doch bis heute weltweit benachteiligt und diskriminiert. Aus unserer 75-jährigen Erfahrung wissen wir jedoch: Fortschritte, die für Frauen erreicht werden, sind auch Fortschritte für ihre Familie und ihre gesamte Gemeinschaft.

Deshalb setzt sich CARE für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern weltweit ein. Das Ziel ist, die Situation von Frauen und Mädchen nachhaltig zu verbessern und ihnen Bildung, Einkommenssicherung, politische Teilhabe und ein gesundes Leben zu ermöglichen.

  Strukturelle Diskriminierung beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung haben weitreichende Folgen:

CARE-Maßnahme: Bildung & wirtschaftliche Stärkung

Frauen leben häufiger in Armut als Männer und sind auch stärker von Extremereignissen wie Naturkatastrophen, Konflikten und Wirtschaftskrisen betroffen. Um sie dagegen zu wappnen, ist Resilienz das Stichwort: CARE fördert den Schulbesuch von Mädchen, klärt über ihre Rechte auf und unterstützt Bildungsprogramme, damit junge Frauen auch nach der Schule ihrem Bildungswunsch folgen können. Darüber hinaus ist die wirtschaftliche Stärkung von Frauen eines der effizientesten Mittel, um ihre Unabhängigkeit zu unterstützen und sie resilienter gegenüber externen Problemen zu machen.

Gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort ermöglicht CARE Frauen, sich beruflich zu entwickeln und hilft ihnen mit Kleinkrediten, die ihre finanzielle Unabhängigkeit stärken. Wir fördern so die Gründung eigener Unternehmen durch Frauen und unterstützen das Bilden von Netzwerken weiblicher Unternehmerinnen. Diese ermöglichen es ihnen, sich auch in politischen Belangen zu engagieren und mit einer gemeinsamen, lauten Stimme zu sprechen. Auf diesem Wege können sich Frauen aus der Armut befreien und nachhaltigen Wandel für ihre Gemeinschaften bewirken.

CARE-Maßnahme: Sanitärversorgung & Hygieneartikel

Der Zugang zu Wasser ist lebensnotwendig. Doch zu einer menschenwürdigen Sanitärversorgung gehört auch der Zugang zu den richtigen Hygieneartikeln, um Krankheiten und Infektionen vorzubeugen. Frauen und Mädchen benötigen besonderen Schutz und besondere Hygieneartikel, welche in Krisenzeiten oft vergessen werden. Die Hilfe von CARE setzt hier an: Nach Katastrophen verteilt CARE Hygieneartikel speziell für Frauen, in Flüchtlingscamps sorgen wir für geschützte Waschräume und Licht auf dunklen Fluren, Mädchen klären wir über Menstruationshygiene auf. Wir leisten Aufklärungsarbeit in lokalen Gemeinschaften und setzen stets alles daran, dass die speziellen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen bei allen Maßnahmen, sei es nach Katastrophen oder während langjährigen Entwicklungsprojekten, im Fokus stehen. 

In Flüchtlingscamps sind gute hygienische Verhältnisse, insbesondere für Frauen und Mädchen, essenziell. CARE installiert hier Latrinen und Waschgelegenheiten, wo Frauen und Mädchen etwas Privatsphäre und Sicherheit bekommen und sich vor sexuellen Übergriffen schützen können. Außerdem sind Mädchen, die die Möglichkeit haben zur Schule zu gehen, oft gezwungen, während ihrer Periode zu Hause zu bleiben – aus kulturellen Gründen oder weil es in der Schule kaum separate Waschmöglichkeiten für angemessene Menstruationshygiene gibt. Auch hier setzt die Hilfe von CARE an, leistet Aufklärungsarbeit in den Gemeinschaften und schafft Sanitäranlagen in den Schulen für die Mädchen.

CARE-Maßnahme: Schutz & psychosoziale Hilfe

Die Beendigung und Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Frauenrechte und der Gleichstellung der Geschlechter. Dafür arbeitet CARE in mehr als 100 Ländern daran, alte Denkstrukturen aufzubrechen und Aufklärung über Rollenbilder und Gleichberechtigung zu leisten.

Überlebende von physischer und sexualisierter Gewalt bekommen durch CARE Zugang zu medizinischer und psychosozialer Hilfe. Im Nachgang wird ihnen dabei geholfen, wieder in die Gesellschaft zurückzufinden, etwa durch Ausbildung oder einer Teilnahme an Kleinspargruppen.