Khadija aus Somalia

Starker Partner in der Krise!

 

Im März 2020, gleich zu Beginn der Corona-Pandemie, startete Beiersdorf das größte Hilfsprogramm seiner Unternehmensgeschichte. "Care Beyond Skin" stützt sich auf zwei Säulen: Soforthilfe und langfristige Unterstützung bei der Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie. Das Programm konzentriert sich auf Regionen mit schwachen öffentlichen Gesundheitssystemen und richtet sich an die am stärksten gefährdeten Menschen und ihre Gemeinden. Beiersdorf hat CARE als Partner ausgewählt, um vor allem Frauen und Mädchen, die besonders stark unter der COVID-19-Krise leiden, in verschiedenen Bereichen ihres täglichen Lebens gezielt zu unterstützen.


Das Projekt

 

Bis zum 12. Oktober 2020 wurden in den Projektländern über 140.000 Fälle von COVID-19 bestätigt, darunter etwa 3.000 registrierte Todesfälle. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die tatsächliche Zahl der Fälle aufgrund der begrenzten Testkapazitäten in vielen Ländern der Region deutlich höher ist als derzeit gemeldet. Schwere Verläufe der Infektion sind aufgrund der hohen Vorerkrankungen in der Bevölkerung wahrscheinlicher. Es besteht ein gravierender Mangel an Intensivpflegekapazitäten, vor allem außerhalb der großen Städte. Eine gemeindebasierte Überwachung und Kontaktverfolgung sowie die Unterstützung von Gesundheitspersonal und -einrichtungen sind unerlässlich, um zu verhindern, dass die Gesundheitssysteme überfordert werden.

CARE wird den Zugang zu gerechteren und qualitativeren Gesundheitsdiensten für Frauen, Mädchen und ihre Gemeinden verbessern. Hygiene und Gesundheitsversorgung sind besonders in Zeiten einer Pandemie unerlässlich. Durch die Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen und die Ausbildung von Gesundheitspersonal wird CARE die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen, Mädchen und ihren Gemeinden verbessern. Darüber hinaus wird CARE die langfristigen Auswirkungen von COVID-19 durch die Unterstützung der Village Savings and Loan Associations (VSLA) angehen, einem erfolgreichen Mikrofinanzierungsmodell auf Gemeindeebene. Es befähigt Frauen und ihre Familien, in einkommensschaffende Aktivitäten zu investieren und so den Teufelskreis der Armut zu überwinden. Die Projekte starten im Januar 2021.


Die Schwerpunkte

Informationen zum Schutz vor COVID-19

Bessere Gesundheitsversorgung

Sicherung der Lebensgrundlagen


Die Projektländer

 

Äthiopien

Projektort: In Dire Dawa gibt es viele Menschen, die mit leeren Händen aus dem Nahen Osten über die Grenze nach Äthiopien zurückkehren. 

Situation: Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass 100% der städtischen Bevölkerung und 50% der Landbevölkerung durch die Pandemie als gefährdet gelten. Nur 15% der Einreisestellen (Points of Entry) und 59% der Gesundheitsstationen haben Informationsmaterial über COVID-19 und deren Risiken erhalten. 

Zielgruppe/Aktivitäten: Das Projekt richtet sich mit COVID-19-Sensibilsierungskampagnen an ca. 100.000 Menschen in der Region. Familien, die in der Stadt Dire Dawa leben, erhalten Hilfsgüter und werden dabei unterstützt, ihren Lebensunterhalt wiederherzustellen oder kleine Unternehmen zu gründen. Besonders gefährdete und einkommensschwache Menschen werden hierbei berücksichtigt, darunter Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.

 

Kenia

Projektort: Bezirke Kakamega und Bungoma, Westliche Region Kenias

Situation: In Kenia hat die COVID-19-Pandemie wirtschaftliche Herausforderungen mit sich gebracht, die eine ernsthafte Bedrohung für die geschäftlichen Aktivitäten junger Frauen darstellen. Die sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Krise treffen Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stärker und gefährden die jahrzehntelang hart erkämpften Errungenschaften für mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft.

Zielgruppe/Aktivitäten: Das Projekt wird die Menschen über lokale Radiokanäle sensibilisieren und mit COVID-19-Präventions- und Hygienebotschaften aufklären. Dazu werden besonders gefährdete Frauen und Jugendliche wirtschaftlich durch Kleinspargruppen unterstützt, um sich eine neue Lebensgrundlage aufzubauen.

 

Somalia

Projektort: Afgoye liegt 30 Kilometer entfernt von Mogadischu und verbindet die Hauptstadt mit vielen Regionen.

Situation: Somalia kämpft mit vielen Herausforderungen: interne Konflikte und Vertreibungen, klimawandelbedingte Überschwemmungen und Dürren oder der Befall der Heuschrecken. Mehr als 2,4 Millionen Menschen benötigen bereits lebenswichtige medizinische Versorgung und Ernährung. Die schwierige sozioökonomische Dynamik im Land wie auch die prekäre Gesundheitslage stellt die Menschen vor eine ungewisse Zukunft. Die Komplexität der Situation hat zu einer humanitären Krise geführt, die durch die Pandemie weiter verschärft wird. 

Zielgruppe/Aktivitäten: Die Hauptstadt ist durch den Konflikt verwüstet und verfügt nur über begrenzte Gesundheitseinrichtungen und kaum medizinisches Personal. Um mit Krankheitsausbrüchen wie COVID-19 fertig zu werden, wird der Zugang zu lebenswichtigen Einrichtungen und gemeindebasierten Gesundheitsdiensten noch wichtiger, vor allem für Frauen und Mädchen.  

 

Sudan

Projektort: Kassala ist einer der ärmsten Bundesstaaten im Sudan.

Situation: Der Sudan ist ein komplexes Land mit einer turbulenten Geschichte. Die allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der fragilen wirtschaftlichen Situation, den politischen Verhältnissen und der hohen Inflation führte zum Sturz des amtierenden Präsidenten. 56% der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen und es herrscht ein akuter Mangel an Medikamenten und grundlegenden Gesundheitsdiensten. Dies macht die Menschen extrem anfällig. Ohne externe Unterstützung kann COVID-19 verheerende Auswirkungen haben, einschließlich einer hohen Sterblichkeitsrate.

Zielgruppe/Aktivitäten: Das Projekt richtet sich an den Bedürfnissen der am stärksten gefährdeten Familien aus, insbesondere an von Frauen und Kindern geführten Haushalten. CARE arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium, dem Landwirtschaftsministerium und den lokalen Räten zusammen, um das Projekt durchzuführen und die Nachhaltigkeit sowohl auf lokaler als auch auf staatlicher Ebene zu verbessern.


Über die Kooperation

 

Stefan De Loecker

CEO Beiersdorf AG

„Mit unseren globalen Partnerschaften mit Plan International und CARE verstärken wir unser soziales Engagement und setzen einen langfristigen Fokus auf die Stärkung von Mädchen. Heranwachsende Frauen sind besonders von den indirekten Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Wir wollen einen positiven Beitrag für Mädchen und junge Frauen in Lateinamerika und Afrika leisten und ich bin zuversichtlich, dass wir dies mit diesen beiden starken Partnern an unserer Seite schaffen werden. 'Care Beyond Skin by Empowering Girls' verdeutlicht unser gesellschaftliches Engagement und hilft denen, die Hilfe und Unterstützung so dringend benötigen.“ 

Kartl-Otto Zentel

Karl-Otto Zentel

Generalsekretär CARE Deutschland e.V.

"In früheren Pandemien haben wir gesehen, dass Gesundheitseinrichtungen dazu neigen, die Versorgung von Müttern und Schwangeren zu vernachlässigen. Diese Frauen haben oft keine Stimme, mit denen sie auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen können. Das Schließen von Einrichtungen kann daher mehr Todesfälle verursachen als die Pandemie selbst. Wir sind sehr dankbar, dass wir mit Beiersdorf zusammenarbeiten, um Frauen und Kinder in diesen Krisenzeiten zu schützen, eine angemessene Gesundheitsversorgung sicherzustellen und ihnen die Möglichkeiten bieten, Geld zu verdienen um ihre Familien zu ernähren."


Möchten Sie auch CARE-Partner werden?

CARE gestaltet innovative Partnerschaften mit Unternehmen, die unsere Vision einer besseren Welt teilen. Gemeinsame Ziele lassen gemeinsames Handeln entstehen und vergrößern die Wirkung für die Ärmsten in der Gesellschaft – weltweit. Ob sich Ihr Unternehmen durch eine Spende in der Nothilfe, durch die Förderung von langfristigen Projekten oder durch eine Mitarbeiter- und Kundenaktionen engagiert – Ihr Unternehmen hilft! Sprechen Sie uns an.

Jetzt informieren  Jetzt spenden


nach oben