Allgemeines über CARE

1. Wofür steht der Name CARE?

Bei der Gründung von CARE im Jahr 1945 stand der Name für „Cooperative for American Remittances to Europe“. Als sich die Aktivitäten von CARE ausweiteten, wurde dies geändert in „Cooperative for Assistance and Relief Everywhere“. Heute wird der Begriff CARE kaum noch als Akronym (Kurzwort aus Anfangsbuchstaben), sondern als Eigenname verstanden: care = englisch für „sorgen für, sich kümmern um“.

2. Ist CARE eine amerikanische Organisation?

Nein. CARE wurde zwar 1945 in den Vereinigten Staaten gegründet, um das bis dahin größte private Hilfsprogramm für die Menschen im zerstörten Europa durchzuführen (CARE-Pakete). Inzwischen jedoch gehört CARE mit 12 nationalen und rechtlich eigenständigen CARE-Organisationen und zwei weiteren Mitgliedern im Aufnahmeprozess in Europa, Amerika, Asien und Australien zu den großen internationalen Nicht-Regierungsorganisationen. 

CARE fördert Projekte in rund 95 Ländern. Wir leisten unsere Hilfe politisch, konfessionell und weltanschaulich ungebunden. Ein Generalsekretariat in Genf koordiniert die Arbeit der Mitgliedsorganisationen, zu denen auch CARE Deutschland-Luxemburg gehört. 

3. Ich habe noch nie von CARE gehört – Sind die vertrauenswürdig?

Bei der Verleihung des Transparenzpreises durch das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers vor drei Jahren ist CARE Deutschland-Luxemburg mit dem 1. Platz ausgezeichnet worden. CARE nahm erst zum dritten Mal an diesem Wettbewerb teil und belegte jedes Mal einen Platz unter den ersten Zehn. Diese Auszeichnung ist Bestätigung unserer Arbeit und Ansporn, auch in Zukunft den hohen Anforderungen und Erwartungen unserer Spenderinnen und Spender gerecht zu werden. 
Aufgrund jahrzehntelanger Expertise hat CARE Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. CARE Deutschland-Luxemburg ist Mitglied im Koordinierungsausschuss humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes, im Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regierungsorganisationen (VENRO) und gehört den Bündnissen Aktion Deutschland Hilft und Gemeinsam für Afrika an. 
CARE Deutschland-Luxemburg ist Mitglied beim Deutschen Spendenrat und beachtet die vom Spendenrat herausgegebenen "Goldenen Regeln für Spender":  

  • CARE ist als gemeinnützig anerkannt.
  • CARE stellt auf Wunsch aussagekräftiges Material über die Aktivitäten und über die Organisation selbst zur Verfügung.
  • CARE informiert die Spender regelmäßig über durchgeführte und aktuelle Projekte.
  • CARE unterlässt aggressive Werbung.
  • CARE hat sich zu Transparenz und Offenheit verpflichtet. Dafür steht das Logo des Deutschen Spendenrates e.V.
  • CARE veröffentlicht einen Jahresbericht mit Aussagen über die Mittelverwendung.

4. Wie finanziert CARE seine Projekte?

Knapp 60 Prozent unserer Einnahmen erhalten wir als öffentliche Zuwendungen von Regierungen und internationalen Institutionen. Die wichtigsten Zuwendungsgeber von CARE Deutschland-Luxemburg sind die Europäische Kommission, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Auswärtige Amt. Die verbleibenden Mittel bringen wir durch Kooperationspartner und aus privaten Geldern auf. Spenden aus der Bevölkerung, von Firmen, Stiftungen und aus Benefizveranstaltungen bilden deshalb eine unerlässliche und wichtige Grundlage unserer Hilfe.

5. Wie viel von meiner Spende kommt in den Projekten an?

Im Jahr 2014 hat CARE Deutschland-Luxemburg insgesamt 9,86 Millionen Euro Spenden eingenommen. Insgesamt 87,34 Prozent unserer Ausgaben wurden für die Förderung und Begleitung von Projektarbeit ausgegeben. Die allgemeine Verwaltung kostete 4,44 Prozent, für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wurden 6,49 Prozent aufgewandt und 1,73 Prozent flossen in die satzungsmäßige Aufklärungs- und Bildungsarbeit. Zudem belegte CARE beim Transparenzpreis des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers 2008 und 2012 den ersten und zweiten Platz. 2014 wurde CARE aufgrund des sorgsamen und transparenten Umgangs mit Spendengeldern in den Deutschen Spendenrat aufgenommen und erhielt von der Europäischen Kommission erneut die Partnerbestnote. 
Alle diese Zahlen können Sie unserem Jahresbericht 2015 entnehmen.

6. Kann ich CARE-Projekte besuchen?

Ab und zu erhalten wir Anfragen von Spendern, die gerne CARE-Projekte besuchen würden, etwa weil sie ohnehin eine Reise in die Region planen. Hierzu ein offenes Wort: Unsere Mitarbeiter vor Ort haben in der Regel einen sehr langen Arbeitstag und sind zum Teil erheblichen Belastungen ausgesetzt. Gefragt, ob sie Besucher aufnehmen können, sind sie meist zu höflich um abzulehnen, aber eine entsprechende Betreuung hält sie dann oft von dringlicheren Aktivitäten ab, was die Wirksamkeit und Kosteneffizienz unserer Projekte beeinträchtigt.

Aus diesem Grund kann CARE von seinem Projektpersonal nicht verlangen, Besucher zu empfangen, es sei denn als Teil eines organisierten Besuches, der sich in die Projektaktivitäten einfügt.

7. Warum verwendet CARE in Spenderbriefen und anderen Publikationen immer wieder Fotos von Hungerkrisen in Afrika?

Immer wieder kommt es vor, dass Hungerkrisen und Dürrekatastrophen in Afrika ausbrechen – in den Ländern der Sahelzone im Schnitt alle drei Jahre. Dann sind oft direkt Millionen Menschen akut vom Hunger bedroht. CARE startet in den meisten Fällen umgehend einen Nothilfe-Einsatz und ist dabei auf Spenden angewiesen. 

Um die dringend benötigten Spenden für solche Hilfsprojekte zu sammeln, steht in Postaussendungen immer wieder das Thema Hunger in Afrika im Mittelpunkt. Dabei werden auch Bilder von den betroffenen Menschen gezeigt. Natürlich nehmen wir Kritik an der Darstellung von notleidenden Menschen ernst und unterziehen unsere Fotoauswahl einer internen Prüfung. Dabei folgt CARE dem VENRO-Kodex für Öffentlichkeitsarbeit (PDF). Die Rückmeldungen von Spenderinnen und Spendern zu verschiedenen Bildmotiven sind sehr unterschiedlich und helfen uns dabei, unsere Kommunikation weiterzuentwickeln. Ein Bild sagt sprichwörtlich mehr als tausend Worte – und im besten Fall erzeugt es Sympathie, Mitgefühl und beim Betrachter den Wunsch, mitzuhelfen. 

Auch außerhalb von Dürrezeiten hilft CARE gegen den Hunger: CARE bereitet Familien auf Dürren vor, damit diese besser überstanden werden können – indem beispielsweise in den Dörfern Kornspeicher mit Vorräten für Dürrezeiten angelegt werden oder Saatgut, das Dürren besser standhält, verteilt wird. Leider ist es nicht einfach, für solche vorsorgenden Aktivitäten Spenden einzuwerben – die Aufmerksamkeit für eine akute Katastrophe ist naturgemäß immer höher. Und diese Aufmerksamkeit müssen und wollen wir nutzen, um schnelle und umfassende Nothilfe leisten zu können. Das machen wir auch – aber nicht ausschließlich – mit Motiven, die die betroffenen Menschen und ihre Lebenssituation zeigen.


CARE unterstützen

1. Wie kann ich am besten helfen?

CARE verfügt über umfassende Erfahrung in der Planung und Durchführung von Hilfsmaßnahmen. Spenden an CARE Deutschland-Luxemburg sind die effektivste Möglichkeit, diese Kompetenz in erfolgreiche Projekte umzusetzen. 
Regelmäßig Spenden per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung (jederzeit widerrufbar) sind besonders wirksam, denn sie helfen uns,

  • Programme vorausschauend zu planen und damit kostengünstig arbeiten zu können;
  • in Krisen- und Katastrophenfällen umgehend reagieren zu können;
  • Verwaltungs- und Werbekosten zu senken. So kommt noch mehr Geld direkt den Projekten zu Gute.

2. Kann ich ein CARE-Paket verschicken?

Hilfsbereite Spender fragen uns gelegentlich, ob sie – ähnlich wie US-Bürger in der Nachkriegszeit – CARE-Pakete an ausgewählte Adressaten schicken können. Dies ist leider nicht mehr möglich. Das vor 70 Jahren lebensrettende CARE-Paket, Ursprung und Symbol unserer Organisation, verliert in der zeitgemäßen Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit an Bedeutung. Eine solche humanitäre Dienstleistung „von Haus zu Haus“ würde immense Transport- und Verwaltungskosten und einen logistischen Aufwand verursachen, der im Sinne eines verantwortungsbewussten Umganges mit Spenden heute nicht mehr zu vertreten wäre.

3. Nimmt CARE Sachspenden von Einzelpersonen an?

Leider ist es CARE Deutschland-Luxemburg nicht möglich, Sachspenden von Einzelpersonen entgegen zu nehmen, und zwar aus folgenden Gründen:

In der Regel werden Gebrauchtwaren gespendet, deren Wert oft niedriger ist als die Kosten für Verpackung und Transport zu den Empfängern.

Die gespendeten Sachgüter entsprechen häufig nicht den im Krisengebiet vorherrschenden kulturellen Gewohnheiten der Bevölkerung.

Die Bereitstellung unterschiedlicher Waren lässt keine gerechte Verteilung an die Bedürftigen vor Ort zu. Das gilt auch für fertig gepackte Lebensmittelpakete, da diese auf die Größe der Familien zugeschnitten sein sollten.

Der Transport von Hilfsgütern, die durch Einzelspenden zusammengestellt wurden, stellt uns vor große Probleme bei den Grenzformalitäten. Da es nicht möglich ist, den Inhalt jedes einzelnen Päckchens zu überprüfen, können auch keine korrekten Frachtpapiere erstellt werden, die für den Grenzübertritt nötig sind. Dadurch können die Einfuhrbestimmungen der Länder nicht beachtet werden, in denen die betroffenen Menschen leben oder Zuflucht gefunden haben.

Wenn Sie sinnvoll helfen möchten, bitten wir Sie um eine Geldspende, die dazu verwendet werden kann, direkt vor Ort oder in benachbarten Regionen Hilfsgüter einzukaufen, die dringend benötigt werden. Online-Spenden sind auch direkt über diese Website möglich.

4. Nimmt CARE Sachspenden von Firmen an?

CARE entscheidet im Einzelfall gemeinsam mit dem Anbieter von Sachspenden, ob ein Transport in das jeweilige Projektgebiet sinnvoll ist. Wichtige Kriterien hierfür: Die Kosten für Verpackung und Transport dürfen den Wert der Sachspenden nicht übersteigen; die Sachspenden müssen standardisiert sein, damit sie zollrechtliche Bestimmungen erfüllen; die Sachspenden müssen den im Krisengebiet vorherrschenden kulturellen Bedürfnissen entsprechen.

5. Ich würde gern eine Sammelaktion für CARE organisieren.

Basare, Versteigerungen, Benefizkonzerte oder Spendenaktionen mit Schulen – gemeinsam etwas zu bewegen ist nicht schwer! Wir freuen uns über kreative CARE-Freunde und unterstützen ehrenamtliches Engagement mit Rat und Hilfe. Fragen Sie uns.

6. Kann ich als Freiwilliger in Krisen- oder Projektgebieten helfen?

Gerade bei Katastrophen bieten viele Menschen CARE ihre Mitarbeit vor Ort an. Wir haben Hochachtung vor ihrer Hilfsbereitschaft und der Absicht, sich im Ausland für Not Leidende persönlich zu engagieren.

Leider können wir solche Angebote meist nicht annehmen, weil in Krisengebieten fast ausschließlich einheimische CARE-Mitarbeiter eingesetzt werden. Eine Ausnahme sind die wenigen Projektkoordinatoren, die in der Zusammenarbeit mit internationalen Hilfs- und UN-Organisationen erfahren sind. Der überwiegende Einsatz lokaler Kräfte hat folgende Gründe:

Einheimische Helfer kennen den kulturellen Hintergrund und die Sprache der betroffenen Menschen. Sie können sich problemlos mit ihnen verständigen.

Sie kennen die Möglichkeiten der heimischen Infrastruktur sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden der Region und finden rasch den örtlichen Bedingungen angepasste Lösungen.

Der Einsatz von lokalen Mitarbeitern schafft Arbeitsplätze im Krisengebiet oder in den häufig wenig entwickelten Regionen, die Flüchtlinge aufnehmen. Er sichert das Grundeinkommen von Familien und erhöht die Akzeptanz von Flüchtlingen unter der einheimischen Bevölkerung.

Die Kosten für An- und Rückreise sowie für den Aufenthalt freiwilliger Helfer aus Deutschland entsprechen oft einem Vielfachen der Monatsentlohnung einheimischer Fachkräfte. 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – mit dem CARE eng zusammenarbeitet – bietet für junge Leute ein Programm an, das „weltwärts“ heißt. Dort finden Interessierte alle möglichen Chancen und Möglichkeiten, als Freiwillige oder Freiwilliger zu arbeiten. Das Programm ist für Menschen zwischen 18 und 28 Jahren konzipiert.

7. Kann ich für CARE arbeiten?

Freie Stellen innerhalb der verschiedenen CARE-Organisationen und das jeweils entsprechende Anforderungsprofil finden Sie auf dieser Homepage unter Mitarbeit.

CARE Deutschland-Luxemburg inseriert Stellenanzeigen auch in Print- und Online-Medien.


Wie CARE Hilft

1. Wie arbeitet CARE Deutschland-Luxemburg mit seinen Schwesterorganisationen zusammen?

Alle CARE-Mitgliedsorganisationen sind rechtlich selbstständig, koordinieren jedoch ihre Arbeit unter der Bezeichnung „CARE International“ durch ein Generalsekretariat in Genf. CARE fördert Projekte in über 90 Ländern weltweit.

CARE verfügt über Regional- und Länderbüros, die direkt mit den Betroffenen, mit Gemeinden, Partnerorganisationen, Behörden und Regierungen sowie den Vereinten Nationen zusammenarbeiten. CARE besitzt auch deshalb das Vertrauen seiner Projektteilnehmer, weil die überwältigende Mehrheit der CARE-Mitarbeiter aus den Staaten kommt, in denen wir arbeiten. Dieses Personal spricht die jeweilige Landessprache, kennt und versteht die einheimische Kultur am besten.

Jedes CARE-Projekt wird durch einen Koordinator geleitet, der das Programm direkt vor Ort überwacht und bei Bedarf Experten aus Drittländern anfordert, die einheimisches Personal in technischen, gesundheitlichen, organisatorischen, finanziellen oder kaufmännischen Fragen weiterbilden.

Vor allem bei Katastrophen und Krisen nutzen die CARE-Organisationen ihre Ressourcen gemeinsam, um Stärken, Fachwissen und -kräfte so aufeinander abzustimmen, dass umfassende und bedarfsgerechte Hilfe schnell organisiert werden kann.

2. Kann ich ein CARE-Paket verschicken?

Hilfsbereite Spender fragen uns gelegentlich, ob sie – ähnlich wie US-Bürger in der Nachkriegszeit – CARE-Pakete an ausgewählte Adressaten schicken können. Dies ist leider nicht mehr möglich. Das vor 65 Jahren lebensrettende CARE-Paket, Ursprung und Symbol unserer Organisation, verliert in der zeitgemäßen Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit an Bedeutung. Eine solche humanitäre Dienstleistung „von Haus zu Haus“ würde immense Transport- und Verwaltungskosten und einen logistischen Aufwand verursachen, der im Sinne eines verantwortungsbewussten Umganges mit Spenden heute nicht mehr zu vertreten wäre.

3. Führt CARE noch Paket-Aktionen durch?

Nicht mehr in der Form, dass Spender – wie nach dem Zweiten Weltkrieg – ein CARE-Paket an bestimmte Empfänger schicken können. In Krisen-, Kriegs- und Armutsgebieten sind Hilfspakete mit bedarfsgerecht zusammengestelltem Inhalt aber noch ein Bestandteil unserer Nothilfe und Armutsminderung.

„Echte“ CARE-Pakete mit Grundnahrungsmitteln kamen in größerem Umfang zuletzt während der Spenden-Aktion „Helft Russland“ mit ZDF und STERN zum Einsatz. Während des Hungerwinters 1990/91 wurden dort mehr als 600.000 CARE-Pakete verteilt. Jüngere Beispiele für den Einsatz von CARE-Paketen mit Lebens- und Hygienemitteln, Kleidung oder Medikamenten sind Hilfsaktionen in Bulgarien und im Kosovo. 

Vor Ort geben CARE-Mitarbeiter die Pakete an besonders gefährdete und arme Bevölkerungsgruppen, Flüchtlinge und Vertriebene aus. Diese werden zuvor in Absprache mit einheimischen Hilfsorganisationen und örtlichen Sozialbehörden identifiziert. CARE überwacht und protokolliert den Empfang in zentralen Ausgabestellen, so dass die Verteilung an Unberechtigte oder mehrfache Ausgabe von Paketen an dieselben Empfänger ausgeschlossen sind.

4. Kann ich selbst ein CARE-Paket erhalten?

Leider nicht. CARE ist ausschließlich im Ausland tätig. Rechtliche Bestimmungen verbieten es uns außerdem, Einzelfallhilfen zu leisten.

5. Kann CARE mir oder einer anderen Person helfen?

Durch Anfragen erfahren wir gelegentlich von persönlichen Lebensumständen, die Mitbürger zwingen, Hilfsorganisationen wir CARE um Hilfe zu bitten. Wir wissen, dass ein solcher Schritt niemals leicht fällt – und gleichzeitig mit großen Hoffnungen verbunden ist.

Anlass solcher Hilfeersuchen sind existenzielle Sorgen und Nöte: Die Absender (oder ihnen nahe stehende Menschen) sind in finanzielle Schwierigkeiten geraten, schwer erkrankt oder haben einen anderen Schicksalsschlag erlitten. Öfter wird auch der Wunsch geäußert, Not leidenden Bekannten im Ausland über CARE Unterstützung zukommen zu lassen.

Die Antwort fällt uns nie leicht, doch beides ist leider nicht möglich. So gerne wir manchmal eine Ausnahme machen würden: Rechtliche Bestimmungen verbieten uns, einzelne Personen oder Familien humanitär oder finanziell zu unterstützen. Darüber hinaus ist CARE ausschließlich im Ausland tätig.

Verstoßen wir – selbst in guter Absicht – gegen diese Bestimmungen, kann das zum Entzug der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt führen. Unserem Kampf gegen Hunger, Krankheit und Armut in den ärmsten Ländern der Welt, in Katastrophen- und Kriegsgebieten wäre damit die finanzielle Grundlage entzogen.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir keine Einzelfallhilfe leisten können.

6. Kann CARE meine Organisation unterstützen?

Wir bedauern, dass wir keine anderen Organisationen fördern können. Das Geld, das CARE aus Spenden und öffentlichen Mitteln erhält, wird durch CARE-Länderbüros in rund 80 Staaten für Nothilfe und Armutsminderung umgesetzt.

Wir unterstützen unsere Partner in anderen Ländern, auch wenn sie nicht zur CARE-Organisation gehören. Aber auch hier gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen unserer Geschäftsstelle in Bonn und den jeweiligen Länderbüros. So hat CARE Deutschland-Luxemburg beispielsweise im Jahr 2010 die nepalesische Nichtregierungsorganisation Shanti Griha mit dem CARE-Partnerschaftspreis ausgezeichnet.

7. Kann CARE mir Empfehlungen und praktische Tipps für Auslandsreisen geben?

CARE kann und darf keine Empfehlungen oder Tipps für Reisen in Entwicklungsländer und Krisengebiete geben. Bitte wenden Sie sich für diese Art von Information an das Auswärtige Amt oder ein Reisebüro. 
Tipp: Als besonderen Service für unsere eNews-Abonnenten stellen wir Ihnen verschiedene kostenlose Downloads, unter anderem auch Länderberichte zu beliebten Reisezielen wie Peru, Brasilien oder Thailand, zur Verfügung.  Sie können sich diese nach Ihrer Anmeldung zum Newsletter von CARE kostenlos herunterladen.

8. Kann CARE mich bei der Erstellung meiner Schul- / Studien- / Examensarbeit / Umfrage unterstützen?

In der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit seit Jahrzehnten tätig und anerkannt, wird CARE regelmäßig gebeten, bei der Erstellung von Schul-, Studien- und Examensarbeiten, wissenschaftlichen Untersuchungen oder Umfragen behilflich zu sein. Lange Zeit haben wir alle Anliegen dieser Art nach besten Kräften bearbeitet.

Schweren Herzens mussten wir uns jedoch entscheiden, diese Serviceleistung nicht mehr anzubieten. Die Zahl entsprechender Anfragen hat - möglicherweise durch den wachsenden Bekanntheitsgrad von CARE - in den letzten Jahren so zugenommen, dass der erforderliche Bearbeitungsaufwand die Ressourcen unserer Geschäftsstelle zu Lasten der eigentlichen Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit über Gebühr in Anspruch nahm.

Natürlich erfordert nicht jede Anfrage großen Bearbeitungsaufwand. Doch in der Summe der Wünsche, die von einfachen Fragebögen über Literaturrecherchen bis hin zu längeren Telefoninterviews oder ausführlichen Gesprächen mit MitarbeiterInnen reichen, ist der zusätzliche Arbeitsanfall doch erheblich.

Viele Informationen zu CARE finden Sie auf dieser Homepage. Über unser Bestell-Formular können Sie bequem weitere Printmaterialien anfordern oder Dokumente im Downloadbereich einsehen und herunterladen. Darüber hinaus gehende Detailrecherchen oder Informationsgespräche zu speziellen Themen sind uns leider nur noch möglich, wenn Sie für die Medienarbeiten.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir von dieser Regelung keine Ausnahme machen können - auch wenn Ihre Anfrage "keine große Sache" wäre.


FAQ rund ums Spenden

Alle Antworten zum Thema Spenden finden Sie hier.