CARE Über CARE Transparenz und Qualität Haiti

Qualität: Von der Idee zum Projekt

CARE ist Teil eines globalen Netzwerkes mit Büros in knapp 90 Ländern. In ständigem Austausch entstehen hier die Ideen für die Projekte. Es sind unsere einheimischen Mitarbeiter, die am besten wissen, was vor Ort gegen Armut wirkt. Sie sprechen die lokale Sprache, kennen die Kultur und die Bedürfnisse der Gemeinden.

Erst, wenn alle Herausforderungen und Risiken abgewogen und ein klarer Weg zum Ziel gezeichnet wurde, wird ein Projektantrag formuliert und das Budget entworfen. Projektreferenten aus Deutschland unterstützen die Kollegen, überzeugen sich an Ort und Stelle von der Relevanz und von der Realisierbarkeit des Projektes. Über dessen Förderung entscheidet schließlich der Vorstand von CARE-Deutschland-Luxemburg.


Internationale Standards

Die Qualitätsansprüche an ein CARE-Projekt sind hoch: Es muss unseren Zielen und Werten entsprechen, es soll Modellcharakter haben und muss in einen langfristigen Entwicklungsplan integriert sein. Bei der Umsetzung richten wir uns nach den internationalen Standards wie dem „Code of Conduct“ und den Sphere-Standards für Nothilfe sowie nach den Projektstandards der Europäischen Union (EU), des Auswärtigen Amtes (AA) und des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Wie das Projekt konkret umgesetzt wird, in welchem Zeitraum und wie die Auswertung erfolgt, das wird vertraglich zwischen CARE Deutschland-Luxemburg und dem jeweiligen Länderbüro geregelt. Beide sind auch für die kontinuierliche Qualitätsprüfung verantwortlich. Die Finanzabteilung des jeweiligen Länderbüros berichtet vierteljährlich nach Deutschland, wie das Projekt fortschreitet und wie viel Geld eingesetzt wird. Projekte von über 500.000 Euro werden außerdem einmal im Jahr von externen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft. Das Bundesverwaltungsamt bestätigt die Rechtmäßigkeit der Ausgaben für alle Projekte von CARE.


Kontinuierliche Prüfung

Bei regelmäßigen Monitoring-Reisen überzeugen sich unsere Projektreferenten von der Wirksamkeit der CARE-Projekte. Manchmal fordern sie hierfür auch externe Expertise an oder passen Maßnahmen an aktuelle Entwicklungen an. Natürlich prüfen auch die Zuwendungsgeber von CARE die Umsetzung der Projekte.

Die gründliche Dokumentation der Erfolge, Chancen und Risiken bildet für CARE die Grundlage für die qualitative Weiterentwicklung aller Projekte. Dabei ist auch wichtig, von Fehlern und Erfolgen gleichermaßen für zukünftige Projekte zu lernen. Das übernimmt federführend für alle CARE-Mitgliedsorganisationen die internationale Abteilung „Program Impact, Knowledge and Learning“ bei CARE, die die nachhaltige Wirkung der CARE-Projekte erfasst und für die weitere Planung nutzbar macht. Sie bedient sich dafür unter anderem des CARE International Program Information Network (C-PIN), in das die Projektdaten aller Mitgliedsorganisationen eingepflegt werden. Dieser Pool, auf den alle CARE-Mitgliedsorganisationen zugreifen können, wird ergänzt durch Qualitätsstudien, die die langfristigen Ergebnisse der Projekte analysieren. Wirkungsanalysen sind ein wichtiger Baustein unserer Qualitätssicherung, weil sie es uns ermöglichen, unsere Projekte kontinuierlich zu verbessern.


Schwerpunkte

Wie wird im Falle einer Katastrophe entschieden, ob CARE hilft? Mit Hilfe eines strukturierten Informationssystems im CARE-Netwerk wird auf der Basis eines Kriterienkatalogs zügig eine Entscheidung getroffen. CARE wird aktiv, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

Das Ausmaß der Krise übersteigt die Selbsthilfekräfte vor Ort. Damit öffentliche Fördergelder bereitgestellt werden können, muss der betroffene Staat ein offizielles Hilfeersuchen aussprechen. CARE hat ausreichend personelle und materielle Kapazitäten und Ressourcen, um humanitäre Hilfe umzusetzen. CARE kennt die Region und kann die Nothilfe vor Ort sinnvoll unterstützen. Dem „Do no Harm“ Prinzip wird Rechnung getragen.