
Innerhalb der Bundesregierung ist das Auswärtige Amt (AA) für die Humanitäre Hilfe zuständig. Der weltweite humanitäre Bedarf ist angesichts der Zunahme von Zahl und Dauer humanitärer Krisen stark angestiegen. Humanitäre Hilfe muss zunehmend in langanhaltenden und komplexen Konfliktkontexten und fragilen Staaten geleistet werden. Das AA ist einer weltweit wichtigsten Unterstützer von Humanitärer Hilfe. Seit 1988 erhält CARE Deutschland Fördermittel des AA zur Umsetzung von lebensrettenden Maßnahmen weltweit.
So hilft CARE: Das Projekt stärkt den transformativen Ansatz des Call to Action on Protection from Gender-Based Violence in Emergencies (CAFI). Im Mittelpunkt steht die Verlagerung von Entscheidungskompetenzen: Statt dass Strategien überwiegend von Akteuren in den Hauptquartieren des globalen Nordens bestimmt werden, werden Frauen und Mädchen, Organisationen zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) sowie staatliche Institutionen im globalen Süden gezielt in Führungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden. So werden bestehende Fortschritte auf globaler Ebene mit der tatsächlichen Führungsrolle von Frauen und Mädchen in betroffenen Gemeinschaften verknüpft und nachhaltig gestärkt.
Ziel des Projekts ist es, den Wandel und die Rechenschaftspflicht im humanitären System voranzutreiben. Humanitäre Maßnahmen sollen von Beginn einer Krise an über geeignete Strategien, Strukturen und Mechanismen verfügen, um geschlechtsspezifische Gewalt zu verhindern oder zu verringern und Betroffenen sichere, umfassende und rechenschaftspflichtige Unterstützungsangebote bereitzustellen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung lokaler Akteure. Frauenorganisationen und andere lokale Partner werden dabei unterstützt, humanitäre Maßnahmen aktiv mitzugestalten und Führungsverantwortung zu übernehmen. Dadurch werden die Perspektiven und Erfahrungen von Frauen und Mädchen stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen und die Wirksamkeit humanitärer Hilfe nachhaltig verbessert.
So hilft CARE: Im Jemen können beinahe 20,4 Millionen Menschen, davon 11,3 Millionen. akut bedürftig, ihre grundlegenden Hygienebedarfe nicht decken. Unterernährung und durch Wasser übertragene Krankheiten beeinträchtigen die Gesundheit der Menschen stark, wobei Binnenvertriebene, insbesondere Frauen, Mädchen und Menschen mit Behinderung überproportional betroffen sind. Die COVID-19-Pandemie hat darüber hinaus noch zu einer weiteren Verschlechterung der humanitären Lage im Jemen beigetragen. Seit November 2017 unterstützt das Auswärtige Amt Bargeldtransfers und WASH Maßnahmen in den Gouvernements Hajjah und Hodeidah. Mit diesem Projekt werden die Kernaktivitäten auf andere Gemeinden ausgeweitet und insbesondere die IDPs und Gastgemeinden erhalten lebenswichtige Bargeldunterstützung, Zugang zu sauberem Trinkwasser, angemessene Sanitäreinrichtungen sowie Hygieneaufklärung. Insgesamt wird die Ernährungssicherheit der gefährdeten Bevölkerungsgruppen in den Distrikten (7.000 Haushalte/49.000 Einzelpersonen) durch neue Einkommensmöglichkeiten und bedingte Geldtransfers, Zugang zu sauberem Trinkwasser und verbesserte Hygienepraktiken zur Krankheitsvorbeugung (einschließlich COVID-19) nachhaltig verbessert. Um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, werden wichtige Wasserinfrastrukturen im Gouvernement Hajjah rehabilitiert und das Abfallmanagement unterstützt. Zudem werden Hygieneschulung durchgeführt und NFIs sowie Cholera-Kits verteilt, um einem erneuten Ausbruch von Cholera vorzubeugen.
How CARE helps: In Yemen, nearly 20.4 million people, 11.3 million of whom are acutely in need, cannot meet their basic hygiene needs. Malnutrition and waterborne diseases severely affect people's health, with IDPs, especially women, girls, and people with disabilities, disproportionately affected. In addition, the COVID 19 pandemic has further contributed to the deterioration of the humanitarian situation in Yemen. Since November 2017, the FFOG has been supporting cash transfers and WASH activities in Hajjah and Hodeidah Governorates. This project will expand core activities to other communities and, particularly, provide IDPs and host communities with vital cash assistance and access to safe drinking water, adequate sanitation facilities, and hygiene education. Overall, the food security of vulnerable populations in the districts (7,000 households/49,000 individuals) will improve sustainable livelihoods through new income opportunities and conditional cash transfers, access to safe drinking water, and improved hygiene practices for disease prevention (including COVID-19). To prevent the spread of disease, key water infrastructure in Hajjah Governorate is being rehabilitated and waste management is being supported. In addition, hygiene training is provided and NFIs and cholera kits are distributed to prevent a new outbreak of cholera.
So hilft CARE: In Zusammenarbeit mit dem Institute for Family Health (IFH) und dem Jordanian Hashemite Fund for Human Development (JOHUD) wird CARE in Jordanien den dringenden Bedarf an Schutzmaßnahmen für 10.270 gefährdete Geflüchtete und Jordanier über zwei Jahre hinweg verbessern. Dieses Projekt schlägt ein umfassendes Schutzkonzept vor, das auf dringende Schutzrisiken eingeht, indem es den Zugang zu Dienstleistungen wie Fallbetreuung und Weitervermittlung, Bargeldhilfe und psychosoziale Unterstützung verbessert. Ergänzend zu diesem Programm wird CARE mit den Strukturen der Gemeinschaft zusammenarbeiten, um das schützende Umfeld zu verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schließung von Lücken in der Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) und Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Das Projekt basiert auf dem bewährten Gender Empowerment Framework von CARE und baut auf früheren GFFO-Finanzierungen auf, indem es die Programme stärker integriert.
So hilft CARE:
Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt (GFFO) über die Welthungerhilfe e.V. (WHH) und Aktion Deutschland Hilft (ADH) finanziert. CARE Malawi leitet die Umsetzung des Projekts in Zusammenarbeit mit Eagles Relief and Development im Distrikt Chikhwawa und Church Action in Relief and Development (CARD) im Distrikt Nsanje.
Das WAHAFA-Projekt zielt darauf ab, die Auswirkungen von Überschwemmungen auf bestimmte Gemeinden in den Distrikten Chikhwawa und Nsanje durch die Entwicklung von Notfallplänen (EAPs) zu verringern. Das Projekt hat insbesondere folgende Ziele:
• Ausweitung der Einbindung von Interessengruppen für koordinierte vorausschauende Maßnahmen.
• Förderung einer inklusiven Beteiligung und Einbindung der Gemeinschaft für stärker lokalisierte Maßnahmen.
• Einen Beitrag zur Minimierung der durch Schocks verursachten Verluste und zur Stabilisierung der sozioökonomischen Situation der am stärksten gefährdeten Haushalte zu leisten.
So hilft CARE: Vor dem Hintergrund des akuten humanitären Bedarfs aufgrund langwieriger Konflikte und Naturkatastrophen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) , im Südsudan und in Uganda und damit einhergehender Zwangsvertreibungen, zielt das Projekt auf die Verbesserung des Zugangs zu lebensrettenden Diensten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRH) und zu Hilfsdiensten für Überlebende von geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) sowie die Prävention von GBV. CARE wird dort, wo es notwendig ist, bewusstere und systematischere Verbindungen zwischen SRH und GBV in Notsituationen auf subregionaler Ebene über die Grenzen hinweg herstellen. Die Prävalenz von GBV hat zugenommen und bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern haben sich durch das Chaos und die Spannungen aufgrund der Konflikte und Vertreibungen in den Haushalten, Gemeinschaften und Gesellschaften verstärkt. Gleichzeitig brachen Dienstleistungen zusammen oder wurden unzugänglich, was zu Gesundheitsrisiken für schwangere Frauen und Mädchen führt. CARE wird einige Dienste direkt umsetzen, während andere von lokalen Partnern geleitet werden. Das Projekt lief ursprünglich bis August 2024. In der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan wurde das Projekt bis Ende Dezember 2025 verlängert.
So hilft CARE:
Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt (GFFO) über die Welthungerhilfe e.V. (WHH) finanziert. CARE Somalia leitet die Umsetzung des Projekts in Zusammenarbeit mit Shaqodoon Organisation (SO).
Das Gesamtziel des Projektes ist die Entwicklung eines lokal geleiteten und geschlechtsspezifischen, umsetzbaren, auf Auslösern und Schwellenwerten basierenden Frühwarnprotokolls für Dürren und Konflikte in Sool und Sanaag.
So hilft CARE: Der Südsudan sieht sich weiterhin mit vielen Problemen konfrontiert, die auf die verzögerte und sporadische Umsetzung des Abkommens zur Beilegung des Konflikts im Südsudan zurückzuführen sind. Der ständige Kreislauf von Rekrutierung und Entlassung junger Menschen aus den Streitkräften hat zur Verbreitung von Schusswaffen geführt, was zu noch mehr Gewalt und Kriminalität führt. Übertriebene männliche Normen, die die Anwendung von Gewalt, insbesondere gegenüber Frauen und Mädchen, normalisieren, verschärfen die Spannungen und tragen zum Anstieg der geschlechtsspezifischen Gewalt bei. Das vorgeschlagene Projekt soll auf den Ergebnissen von Phase I dieses Projekts aufbauen, um die geschlechtsspezifische Stabilisierung und Erholung der vom Konflikt betroffenen Frauen, Männer, Mädchen und Jungen in Wau und Pariang weiter zu fördern, indem die Gemeinschaften dabei unterstützt werden, strukturelle Ursachen der Geschlechterungleichheit, die Konflikte und militarisierte Vorstellungen von Männlichkeit fördern und Gewalt normalisieren, zu erkennen und dagegen vorzugehen. Außerdem soll die Verbesserung des Zugangs zu sektorübergreifenden GBV-Diensten angegangen und integrative Entscheidungsfindungsprozesse gefördert werden, um die Beteiligung und Führungsrolle von Frauen und Mädchen zu stärken.
So hilft CARE: Derzeit leben mehr als 4,6 Mio. Menschen in Syrien unter katastrophalen Bedingungen. Die Zahl der Menschen, die in Nord-West Syrien (NWS) humanitäre Hilfe benötigen, ist 2022 auf 4,1 Mio. gestiegen. Laut dem aktuellen Bericht von UN OCHA sind nach wie vor mehr als 2,8 Mio. Menschen in NWS vertrieben, 80% davon Frauen und Kinder, die meistens in unbeständigen und unsicheren Unterkünften leben.Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt hat das Vorhaben zum Ziel, Leid zu lindern, negative Bewältigungsstrategien zu reduzieren, Schutz- und Gesundheitsleistungen zu verbessern und die Resilienz von konfliktbetroffenen Haushalten zu stärken. CARE wird das Projekt in Zusammenarbeit mit lokalen NGOs und direkt durch sein Regionalbüro umsetzen sowie die Gemeinschaft bei der Implementierung einbeziehen und Beschwerdemechanismen einführen. Unterstützung wird sowohl für Binnenvertriebene als auch für Aufnahmegemeinschaften in den Bereichen Gesundheit, Schutz, Winterhilfe, Ernährungssicherheit, WASH, Unterkünfte und Siedlungsbau sowie Existenzsicherung und wirtschaftliche Erholung bereitgestellt.
So hilft CARE: Der Konflikt in der Ukraine hat zu einem starken Anstieg aller Formen geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) und zu einer Verschärfung der Bedürfnisse im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRH) geführt, während wichtige Dienstleistungen oft unterbrochen werden oder die Bedürftigen nicht erreichen. Das Projekt zielt daher darauf ab, auf die erhöhten GBV-Risiken und SRH-Bedürfnisse in ländlichen Gebieten in den Oblasten Dnipro und Zaporizhzhia in der Ukraine und neun Woiwodschaften in Polen zu reagieren, indem sichergestellt wird, dass marginalisierte Menschen umfassende, lebensrettende GBV- und SRH-Dienste erhalten. CARE und seine Partner werden Gesundheitsdienstleister ausbilden und bei der Arbeit begleiten und Gesundheitseinrichtungen mit wichtiger Ausrüstung ausstatten, um die Bereitstellung der wichtigsten SRH- und GBV-Dienste, einschließlich CMR, sichere Entbindungen, pränatale und postnatale Versorgung und Notfallverhütung zu stärken. Die Kapazitäten relevanter Akteure werden gestärkt, um angemessen und überlebensorientiert auf sexuelle Gewalt reagieren zu können.
