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Auswärtiges Amt

Innerhalb der Bundesregierung ist das Auswärtige Amt (AA) für die  Humanitäre Hilfe zuständig. Der weltweite humanitäre Bedarf ist angesichts der Zunahme von Zahl und Dauer humanitärer Krisen stark angestiegen.  Humanitäre Hilfe muss zunehmend in langanhaltenden und komplexen Konfliktkontexten und fragilen Staaten geleistet werden. Das AA ist einer weltweit wichtigsten Unterstützer  von Humanitärer Hilfe. Seit 1988 erhält CARE Deutschland Fördermittel des AA zur Umsetzung von lebensrettenden Maßnahmen weltweit.

Gemeinsame Projekte

Jordanien: Unterstützung und Schutzmaßnahmen für Geflüchtete und Jordanier:innen

  • Projekttitel:           Jordanien: Unterstützung und Schutzmaßnahmen für krisenbetroffene Geflüchtete und Jordanier:innen in fünf jordanischen Städten (JOR1273)
  • Projektlaufzeit:     Feb 2019 – Dez 2021
  • Projektvolumen:   5.542.230 €
  • Projektorte:           Ost-Amman, Irbid, Mafraq, Zarqa, Azraq

So hilft CARE: Mit diesem Projektvorhaben zielt CARE darauf ab, den Schutz und die positiven Bewältigungs¬mechanismen der vulnerabelsten syrischen und jordanischen Haushalte in den urbanen Gebieten von Ost-Amman, Irbid, Mafraq, Zarqa und Azraq zu verbessern und zu stärken. Besonders bei Kindern setzten wir dies durch einen verbesserten Zugang zu Schulen und Stärkung des sozialen Umfelds um. Wir unterstützen erwachsene Familienmitglieder dabei, größeres Bewusstsein für eigene grundlegende Bedürfnisse und deren Befriedigung zu entwickeln. Weitere Projektkomponenten umfassen Notfall- und Winterhilfe, Beratung und Informationsvermittlung, sowie psychosoziale und Freizeitaktivitäten.

Nord-Niger: Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegen islamistische und fundamentalistische Strömungen

  • Projekttitel:           Niger: Steigerung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber der Entwicklung islamistischer, fundamentalistischer Strömungen in Nord-Niger 
  • Projektlaufzeit:     Aug 2019 –April 2022
  • Projektvolumen:   4.783.151 €
  • Projektorte:           Zinder, Agadez, Tahoua, Tillaberyim
     

So hilft CARE: Endogene Faktoren wie extreme Armut, Arbeitslosigkeit, schlechte Regierungsführung, Klimawandel und Perspektivlosigkeit von Jugendlichen und interkommunale Konflikte, erleichtern es jihadistischen Gruppen im Norden Nigers junge Männer und Frauen zu rekrutieren. In Partnerschaft mit der lokalen Organisation HED Tamat, zielt CARE darauf ab, Vertrauen in staatliche Strukturen zu stärken, sowie die Widerstandsfähigkeit gegen islamistische und fundamentalistische Strömungen in den Projektregionen auf lokaler und gemeinschaftlicher Ebene aufzubauen. Projektinhalte umfassen die Sensibilisierung über Gefahren des Fundamentalismus und Terrorismus, den Aufbau kommunaler und regionaler Friedensforen, die Unterstützung von Basisorganisationen, die Ausbildung Jugendlicher, traditioneller und religiöser Führer, Lehrer, Gemeinderäte, staatlicher technischer Dienste, den Aufbau sozialer Basisinfrastruktur, sowie Stärkung der Kultur.
 

Irak: Stärkung von Sexual- und Reproduktionsgesundheit, WASH und Schutzmaßnahmen konfliktbetroffener Bevölkerung

  • Projekttitel:             Irak:  Multisektorale Nothilfe - Stärkung von Sexual- und Reproduktionsgesundheit, WASH und Schutzmaßnahmen konfliktbetroffener Bevölkerung
  • Projektlaufzeit:       Apr 2020 –Dez 2021
  • Projektvolumen:     2.625.000 €
  • Projektorte:             Gouvernorate Anbar, Ninewa und Dohuk


So hilft CARE: Gemeinsam mit unserem lokalen Partner DARY Human setzen wir uns ein für die Verbesserung des Gesundheitszustands, der Schutz von Rückkehrenden und Binnenvertriebenen, Stärkung von Aufnahmegemeinden, sowie die Sicherstellung eines Zugangs zu Basis WASH-Dienstleistungen. Dafür stellt CARE lebensnotwendige Service-Dienstleistungen in den Bereichen sexuelle, reproduktive Gesundheit für Mütter und junge Mädchen zur Verfügung, trifft Schutzmaßnahmen vor geschlechtsbasierter Gewalt (GBV) und bietet psychosoziale Unterstützung. Weitere Maßnahmen sind die Rehabilitation und Instandhaltung der Trinkwasserversorgung, Sanitäranlagen und des Abfallmanagements im Mamrashan Flüchtlingcamp (Dohuk), die Verteilung von Hygiene-Kits, und GBV-Aufklärungssitzungen in einem neueröffneten Gemeindezentrum. 
 

Südsudan: Bekämpfung von konfliktbedingter geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen

  • Projekttitel:           Südsudan: Addressing Violence against Women and Girls as a Catalyst for Peace (SSD1281)
  • Projektlaufzeit:     Dez 2020 – Nov 2022
  • Projektvolumen:   2.500.000 €
  • Projektorte:           Pariang, Wau

So hilft CARE: Im Rahmen dieses Projekts fördert CARE eine geschlechtergerechte Stabilisierung und Erholung der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung. Durch das Projekt unterstützen wir Gemeinschaften insbesondere dabei, strukturelle Ursachen für die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu erkennen und zu überwinden. Unser Fokus liegt dabei auf der Bekämpfung von konfliktbedingter geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen, indem wir den Zugang zu sektorübergreifenden GBV-Diensten verbessern. Um einen nachhaltigen Frieden zu erreichen, wird ein integrativer Entscheidungsfindungsprozess gefördert, bei dem die Beteiligung und die Führungsrolle von Frauen gestärkt werden. Dadurch werden Gemeinschaften bestärkt, potenzielle Lösungen für gewaltsame Konflikte zu finden und so zur Erreichung eines nachhaltigen Friedens auf lokaler und gemeinschaftlicher Ebene beizutragen.
 

Bangladesch: Verbesserte Lebensbedingungen für Rohingya Frauen und Mädchen

  • Projekttitel:           Bangladesch: Verbesserte Lebensbedingungen für Rohingya Frauen und Mädchen in Bangladesch durch Zugang zu Sexual und Reproduktionsmedizin und Präventionsmaßnahmen zur Reduzierung geschlechterbasierter Gewalt (BGD1279)
  • Projektlaufzeit:     Mai 2020 – Apr 2022
  • Projektvolumen:   1.000.000 €
  • Projektorte:           Cox’s Bazar Flüchtlingscamp

So hilft CARE: Durch dieses Projekt schaffen wir eine dezentrale Gesundheitsstation mit qualifizierten Gesundheitsteams und freiwilligen Gesundheitshelferinnen und Helfern, in welchen allgemeine, sowie sexual und reproduktionsmedizinische Gesundheitsdienstleistungen für Geflüchtete angeboten werden. Der zweite Schwerpunkt des Projekts ist ein verbessertes Menstruations-Hygiene Management (MHM), wofür zwei MHM Fazilitäten in der Nähe der bereits existierenden geschützten Räume für Frauen und Mädchen in den Camps 12 und 16 aufgebaut werden und ein Training zur zweckmäßigen Nutzung der Räumlichkeiten durchgeführt wird. Die dritte Säule des Projekts bilden Präventionsmaßnahmen geschlechterbasierter Gewalt, sowie verbesserte Unterstützung Betroffener. In den geschützten Räumen für Frauen und Mädchen werden, Freizeit und Bildungsangebote und Maßnahmen zur Sensibilisierung gegenüber geschlechterbasierter Gewalt durchgeführt. Betroffene erhalten hier fachliche Unterstützung in Form psychosozialer Beratung und werden bei Bedarf an entsprechend spezialisierte Einrichtungen überwiesen.