
Es herrscht ein grausamer Krieg im Jemen, dem ärmsten Land im Nahen Osten. Seit über zehn Jahren leiden die Menschen unter Gewalt, Hunger und dem Ausbruch von Seuchen. CARE ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die weiterhin vor Ort aktiv sind.
Es herrscht ein grausamer Krieg im Jemen, dem ärmsten Land im Nahen Osten. Seit über zehn Jahren leiden die Menschen unter Gewalt, Hunger und dem Ausbruch von Seuchen. CARE ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die weiterhin vor Ort aktiv sind.
Über zehn Jahre Krieg im Jemen voller Armut, Hunger und Gewalt: Fast die Hälfte der Bevölkerung – rund 17,1 Millionen Menschen – leidet unter akuter Ernährungsunsicherheit. Besonders betroffen sind Schwangere und stillende Mütter. Ihnen fehlt der Zugang zu Nahrung, Wasser, Bildung und medizinischer Versorgung. „Dieses wunderschöne Land wurde durch einen jahrelangen Krieg und den wirtschaftlichen Zusammenbruch zerstört“, berichten unsere Teams im Jemen.
Das Gesundheitssystem steht am Rand des Kollapses. Nur rund jede zweite Einrichtung ist voll funktionsfähig und weniger als die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen bietet grundlegende geburtshilfliche Notfallversorgung an. Für Mütter und Neugeborene kann das lebensgefährlich werden. Auch hochinfektiöse Krankheiten wie Cholera stellen eine große Gefahr im Jemen dar, weshalb Hygienemaßnahmen elementar sind. Vorsorge und der Schutz der Bevölkerung vor einer Ansteckung fallen aufgrund des zusammengebrochenen Gesundheitssystems schwer.
„Die Menschen haben schlichtweg keine Reserven mehr. Insbesondere Frauen und Mädchen leiden unter der Situation", sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland. So wird über ein Drittel aller Mädchen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet - mit fatalen Folgen. Die Mädchen gehen häufig nicht mehr zur Schule und werden früh schwanger. Das kann zu einem lebensbedrohlichen Risiko werden, da 60 % der Geburten ohne ausgebildete Hebamme stattfinden müssen.
CARE ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die weiterhin vor Ort aktiv sind und unter schwierigsten Bedingungen Leben retten. Ihre Spende hilft uns, die wichtige Hilfe für die Menschen im Jemen aufrechtzuerhalten und auszubauen.

Nur etwa die Hälfte aller Menschen im Jemen hat Zugang zu sauberem Wasser. Die anhaltenden Kämpfe haben vielerorts die Wasser- und Abwasserinfrastruktur zerstört. CARE setzt Trinkwasser- und Verteilungssysteme sowie Latrinen und Wasserlöcher instand, schult Freiwillige in der Wartung der Anlagen und in der Müllbeseitigung.
CARE-Helfer:innen bilden Hygieneberater:innen aus, um die Risiken für die Ansteckungen mit Krankheiten wie Cholera zu minimieren, und stellen Gesichtsmasken, Handdesinfektionsmittel, Seife und Seifenpulver, Wasserkanister und Wasserreinigungstabletten zur Verfügung.

Über 3,2 Millionen Kinder, gehen nicht in die Schule. Damit nicht eine ganze Generation Kinder verloren geht, setzt sich CARE dafür ein, dass Bildung – und damit ein Stück Normalität – auch in Krisensituationen möglich ist. Wir statten Schulen mit Schulbüchern aus, sanieren Gebäude und stellen Tische, Stühle und wichtige Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.
Zudem informiert CARE Eltern darüber, wie wichtig der Schulbesuch ihrer Kinder für deren Entwicklung und Zukunft ist. Damit auch Jugendliche und junge Erwachsene lernen und sich für Jobs qualifizieren können, saniert CARE Berufsbildungszentren und entwickelt Trainingsmodule für wichtige Wirtschafts- und Berufszweige wie Marketing, Elektrotechnik, Solarenergie, Automechanik und IT.

Jahre des Krieges, Armut und Hunger gehen nicht spurlos an den Menschen vorbei. Unsichtbare Wunden belasten vor allem auch Kinder. CARE bildet Lehrer:innen darin aus, Kinder mit psychosozialer Hilfe zu unterstützen. Ziel ist es, dass sie in ihrem Umfeld eine:n Ansprechpartner:in für ihre Sorgen und Ängste haben und beim Lernen und Spielen einfach Kind sein können.
Gerade in Kriegs- und Krisensituationen werden oft auch die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen nicht berücksichtigt, die von sexualisierten Übergriffen und Gewalt betroffen sind. Um sie besser zu schützen, führt CARE Informationskampagnen zu häuslicher Gewalt und zu Frauenrechten durch.

Viele Männer und Frauen haben durch den Krieg und die Wirtschaftskrise ihre Lebensgrundlage verloren. CARE unterstützt Menschen mit überbrückenden Bargeldhilfen, damit sie zumindest die Grundbedürfnisse ihrer Familien decken können.
Unsere Erfahrung im Jemen und in anderen Krisenregionen dieser Welt zeigt, dass diese Art der Hilfen besonders wirksam und effizient sind. Auch in Al-Mahwit, wo Überschwemmungen und Erdrutsche Zehntausenden Menschen die Lebensgrundlage genommen haben, half CARE schnell und unbürokratisch.

