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Menschen waren 2025 Teil von CARE-Projekten
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CARE-Projekte gab es 2025 weltweit.
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In so vielen Ländern war CARE 2025 aktiv.
Kriege im Sudan, in Gaza und in der Ukraine. Die Auswirkungen der Klimakrise in Form von Waldbränden oder Überflutungen. Erdbeben in Myanmar, Thailand und Afghanistan. Gleichzeitig sinkende Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. 2025 stand die Weltgemeinschaft ein weiteres Jahr in Folge vor großen Herausforderungen, auf die es auch für CARE zu reagieren galt.
So erschütterte im März ein Erdbeben der Stärke 7,7 Südostasien. Besonders in Mandalay in Myanmar sind Häuser eingestürzt, Straßen und wichtige Versorgungswege wurden zerstört. Die Erschütterungen waren bis in die thailändische Hauptstadt Bangkok zu spüren.Mehr als 17 Millionen Menschen waren betroffen. Auch in Afghanistan bebte Ende August die Erde. Es wurden über 2.200 Todesopfer gemeldet und unzählige Menschen haben alles verloren.
Im Sudan sind über 30,4 Millionen Menschen – rund zwei Drittel der Bevölkerung – dringend auf lebensrettende Hilfe angewiesen. Es ist die größte humanitäre Krise der Welt. Auch in der Ukraine kämpfen 14,6 Millionen Menschen ums Überleben. Viele Menschen haben keinen Strom und kein Wasser. Und das seit fast vier Jahren. In Gaza konnte dieses Jahr ein Waffenstillstand erreicht werden. Die aktuelle Waffenruhe ermöglicht den Menschen in Gaza eine Atempause – doch die humanitäre Krise bleibt katastrophal. Über eine halbe Million Menschen sind von Hunger bedroht.
Bei der Fülle an Nachrichten gerät schnell in Vergessenheit, dass hinter all diesen Krisen und Katastrophen Menschen mit individuellen Schicksalen stecken. Und ihre Not hat viele Facetten. Mit unserer Fokussierung auf die Schwerpunkte Nothilfe, Geschlechtergerechtigkeit und Klimakrise konnte CARE über 58,7 Millionen Menschen Unterstützung leisten, mit 1.467 Projekten in 121 Ländern.
Blicken Sie mit uns zurück auf das Jahr 2025 und erfahren Sie, wie Ihre Spende an CARE wirkt!
Durch eine Vielzahl an Krisen und Katastrophen sind Millionen von Menschen auf der ganzen Welt auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hier ist eine Auswahl jener Themen und Kontexte, die uns im vergangenen Jahr am meisten beschäftigt haben.
Im Sudan sind über 30,4 Millionen Menschen – rund zwei Drittel der Bevölkerung – dringend auf lebensrettende Hilfe angewiesen. Besonders gefährdet sind Frauen und Kinder, die aufgrund von Ungleichheit und Armut die schlimmsten Auswirkungen dieser humanitären Krise spüren. 12,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Abdirahman Ali, CARE-Länderdirektor im Sudan, berichtet: „Neben der Gewalt und dem beschränkten Zugang für Hilfsorganisationen gefährden massive Mittelkürzungen unsere Arbeit. Hilfsmaßnahmen stehen vor dem Kollaps, der Ernährungssektor ist chronisch unterfinanziert. Viele Kinder erhalten kaum noch lebensrettende Unterstützung. Wenn die Weltgemeinschaft nicht handelt, werden noch mehr Menschen sterben.“
Trotz der gefährlichen Bedingungen bleibt CARE im Sudan im Einsatz und unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnern Familien mit Nahrung, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und Schutz. Doch um diese lebensrettende Arbeit fortführen zu können, braucht es einen sofortigen Waffenstillstand, sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe sowie die vollständige Finanzierung des humanitären Hilfsplans für den Sudan.
2025 blieb die Lage für die Zivilbevölkerung in der Ukraine äußerst gefährlich. In vielen Städten kam es zu neuen Angriffen, die Menschen zur Flucht zwangen. Inmitten zerstörter Strom- und Wasserversorgung sowie einem akuten Mangel an Medikamenten und Lebensmitteln kämpfen 14,6 Millionen Menschen ums Überleben.
Trotz der Risiken arbeiteten CARE und lokale Partnerorganisationen wie Avalyst und Posmishka UA weiterhin in besonders gefährdeten Gebieten. Sie versorgten Familien mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln, psychosozialer Unterstützung und Materialien für die Reparatur beschädigter Häuser. CARE fordert alle Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten, Zivilist:innen und humanitäre Helfer:innen zu schützen und sicheren Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten.
Zudem ruft CARE Regierungen und Geber dazu auf, Geschlechtergerechtigkeit im Wiederaufbau konsequent zu priorisieren und Frauenrechts- und von Frauen geführte Organisationen aktiv einzubinden.
2025 blieb die humanitäre Lage in Gaza katastrophal. Geschlossene Grenzübergänge verhinderten über Monate die Einfuhr von Hilfsgütern, Lebensmittelvorräte waren erschöpft und die Preise stiegen immer weiter. Schwangere Frauen und Kinder kamen unterernährt in CARE-Kliniken, während Versorgungssysteme zusammenbrachen und Gewalt weiter anhielt.
CARE-Teams vor Ort hielten medizinische Grundversorgung und Trinkwasserversorgung unter extremen Bedingungen aufrecht. Gleichzeitig erschwerten tödliche Vorfälle bei Hilfsgüterverteilungen und neue bürokratische Hürden die Versorgung.
CARE forderte immer wieder einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln sowie sicheren, ungehinderten Zugang für humanitäre Organisationen.
Im November reiste CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel selbst nach Gaza. Er sprach von „Zerstörung in historischem Ausmaß“: ganze Stadtviertel in Trümmern, fehlende Medikamente, zerstörte Infrastruktur und weiterhin gefährliche Bedingungen trotz offiziellen Waffenstillstands. Seine Eindrücke unterstreichen, wie lebensbedrohlich die Lage bleibt. „CARE-Teams leisten Außergewöhnliches", so Zentel.
Damit sich die Lage in Gaza nachhaltig verbessern kann, braucht es jetzt vor allem sicheren und dauerhaften humanitären Zugang. CARE fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihre Unterstützung zu verstärken, damit lebenswichtige Hilfe die Menschen zuverlässig erreicht.
Am 28. März 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 die Region um Mandalay in Myanmar. Gebäude, Straßen und Krankenhäuser wurden zerstört, Millionen Menschen verloren den Zugang zu Wasser, Nahrung, Unterkünften und medizinischer Versorgung. Die Katastrophe traf ein Land, in dem bereits 19,9 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung benötigten. Viele Familien schliefen im Freien, während Rettungsteams weiter nach Vermissten suchten. Die Sorge vor einem möglichen Zyklon und der nahenden Monsunzeit verschärfte die Lage zusätzlich.
CARE und lokale Partnerorganisationen gehörten zu den ersten Einsatzkräften vor Ort. Bereits ab dem zweiten Tag wurden medizinische Notfallsets, sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, Hygiene-CARE-Pakete und Bargeldhilfen verteilt. Später kamen mobile Gesundheitsstationen, Notunterkünfte und Schutzmaßnahmen hinzu. Dabei legten wir einen besonderen Fokus auf den Schutz von Frauen und Mädchen, die in den überfüllten, ungeschützten Unterkünften deutlich höheren Risiken geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt waren.
Für den langfristigen Wiederaufbau rufen wir die internationale Gemeinschaft dazu auf, besonders lokale, von Frauen geführte Organisationen zu unterstützen und ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen.
Zwei Drittel der Bevölkerung Syriens sind auf Hilfe angewiesen, besonders dramatisch ist die Situation im Gesundheitssektor. CARE hat in Nordwestsyrien gemeinsam mit lokalen Partnern lebenswichtige Unterstützung geleistet, unter anderem im Al-Amal-Krankenhaus in Azaz, einer der letzten funktionierenden Mutter-Kind-Kliniken der Region. Dort konnten im vergangenen Jahr rund 47.000 Behandlungen durchgeführt und 2.600 sichere Geburten ermöglicht werden. Gleichzeitig unterstützt CARE Frauen beim Wiederaufbau ihrer Existenz, etwa durch finanzielle Hilfe und Schulungen für kleine Betriebe nach dem Erdbeben, sowie Familien mit Bargeld, Wasser- und Sanitärversorgung in zerstörten und schwer erreichbaren Regionen.
Doch diese Hilfe steht auf der Kippe. Immer mehr Kliniken müssen schließen, Personal kann nicht mehr bezahlt werden, Medikamente und Ausrüstung fehlen. Frauen und Neugeborene sind besonders gefährdet, denn viele finden keine medizinische Versorgung mehr. Trotz zugesagter internationaler Mittel kommen Hilfen oft zu langsam bei den Menschen an, während der Bedarf weiter steigt.
CARE fordert, dass zugesagte Gelder jetzt schnell und verlässlich bereitgestellt werden, mit einem klaren Fokus auf Gesundheitsversorgung, den Schutz von Frauen und Mädchen sowie die Unterstützung lokaler Organisationen. Syrien darf in dieser entscheidenden Phase nicht vergessen werden.

Auch die Frage nach dem Haushaltsetat für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit wurde in diesem Jahr kontrovers debatiert. Bislang hat sich Deutschland hier als verlässlicher Partner gezeigt. Doch der neue Haushalt zeigt: Auch Deutschland zieht sich zunehmend zurück.
„Dieser Sparkurs auf dem Rücken der Ärmsten ist verantwortungslos und zynisch“, sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland. „Statt Führung zu zeigen, reiht sich die Bundesregierung ein in den globalen Trend der Abschottung und Selbstbezogenheit. Wer in einer Welt voller Krisen ausgerechnet bei den Menschen in Not den Rotstift ansetzt, entzieht sich seiner internationalen Verantwortung und schwächt damit auch Deutschlands Glaubwürdigkeit als verlässlicher Partner.“
Was in der Debatte häufig übersehen wird, ist, dass es bei humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit nicht um Zahlen, geopolitische Einflusszonen oder freundliche Gesten geht. Es geht um Menschen. Menschen mit Träumen und Zielen.
Menschen wie Assim, der vor dem Krieg im Sudan fliehen musste und nachts auf Bäumen geschlafen hat, um sich vor wilden Tieren zu schützen. Menschen wie Chantal, die ihr Baby auf einer Bambusmatte zur Welt bringen musste, weil sie sich die Krankenhauskosten nicht leisten konnte. Menschen wie die 66-jährige Larisa, die mit nichts mehr als einem Hut, einem Mantel und Schuhen aus ihrem Heimatdorf fliehen musste.
Diese Menschen nicht zu vergessen ist kein Akt der Freundlichkeit. Es ist eine humanitäre Pflicht. CARE wird sich auch weiterhin für diese Menschen einsetzen.

In einem gesellschaftlichen Umfeld, das weiterhin von Polarisierung, Diskriminierung und globalen Krisen beeinflusst ist, haben wir unsere Arbeit in der diskriminierungskritischen Bildungsarbeit, im KIWI-Programm und im Globalen Lernen mit dem Planspiel zu Klimakrise und Migration fortgeführt.
Erfahren sie mehr in unserer Bilanz zur Inlandsarbeit von CARE in 2025.

Hunger, Kälte, Verzweiflung. Es ist 80 Jahre her, dass Europa vom Zweiten Weltkrieg verwüstet wurde. 22 Wohlfahrtsverbände in den USA beschlossen zu helfen, gründeten C.A.R.E. und schufen das bis heute weltberühmte Paket. Am 21. Februar 1946 stimmt US-Präsident Harry S. Truman der Hilfsidee zu. Er kauft persönlich 100 CARE-Pakete für Europa und fordert das amerikanische Volk auf, es ihm gleichzutun.
Zum 80. Jubiläum von CARE blicken Zeitzeug:innen zurück auf die Anfänge der weltweiten Hilfe. Die Broschüre zeigt bewegende Erinnerungen an das CARE-Paket, vom Wiederaufbau in Deutschland bis zu den Werten, die CARE bis heute prägen.


Emil ist Vorsitzender einer örtlichen Landwirtschaftsgruppe im Tschad und Hüter eines Lagerhauses aus Beton, welches in starkem Kontrast zu den kleinen Strohhütten im Rest des Dorfes steht. Früher gingen große Teile ihrer Ernten verloren weil die Strohhütten nicht stabil genug waren. Heute bewahren die Mitglieder:innen von Emils Gruppe ihre Lebensmittel ohne Angst vor Feuer oder Überschwemmungen auf. Zudem lernen sie neue Bewässerungstechniken, um das vorhandene Wasser effizienter zu nutzen: Zwiebeln und Tomaten wachsen nun groß, süß und im Überfluss. Für Emil und seine Mitstreiter:innen bedeutet das: echte Hoffnung auf eine selbstbestimmte, sichere Zukunft.

Samah arbeitet als Krankenschwester im nordwestsyrischen Al-Amal-Krankenhaus. Trotz Medikamentenmangel, fehlender Ausstattung und jahrelangem Krieg liebt sie ihre Arbeit. Der lange Krieg hat ihre Heimat zerstört und Millionen entwurzelt – auch Samah, die sich trotz aller Hoffnung bewusst ist, wie weit der Weg zum Wiederaufbau noch ist. Immer wieder erlebt sie dramatische Situationen, in denen Mütter oder Neugeborene sterben, weil die Mittel fehlen. Erlebnisse, die sie prägen und belasten. Doch jedes Baby erinnert sie daran, wie wichtig ihr Einsatz ist. CARE betreibt das Krankenhaus mit der Partnerorganisation Violet und der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

Natalia musste wie viele Ukrainer:innen ihre Heimat verlassen. Doch sie nutzt ihre eigene Erfahrung, um traumatisierten Menschen zu helfen. Als mobile Psychologin reist sie täglich in abgelegene ukrainische Dörfer und hört Geschichten, die ihrer eigenen schmerzhaft ähneln: Verlust, Angst, Heimatlosigkeit. Eine Herausforderung dabei ist, Senior:innen zur Flucht zu bewegen. Sie wollen ihre geliebte Heimat nicht verlassen, doch zu bleiben ist oft lebensgefährlich. Trotz all des Leids bewahrt Natalia ihre Kraft, auch mithilfe ihrer selbstgemachten Motanka-Puppen. Diese bastelt sie aus Stoffresten. Für sie ist es auch ein Zeichen der Selbstwirksamkeit, aus alten Sachen etwas Neues und Schönes zu kreieren.
Allen Menschen, die CARE auch dieses Jahr begleitet und unterstützt haben, danken wir von Herzen. Wir wünschen Ihnen Glück und Zuversicht für 2026!

CARE leistet unparteiliche humanitäre Hilfe dort, wo akute Not herrscht. Gleichberechtigung für alle Geschlechter ist uns eine Herzensangelegenheit. Die Klimakrise ist schon lange dort Realität, wo die Menschen am wenigsten dazu beigetragen haben und sich kaum selbst vor den Auswirkungen schützen können. Mehr zu unseren Schwerpunkten:
