
Starke Regenfälle Anfang 2026 verursachten große Zerstörung in Malawi. CARE arbeitet an langfristigen Lösungen um solche Risiken rechtzeitig zu erkennen und Maßnahmen bereits vor ihrem Eintreten einzuleiten.
Starke Regenfälle Anfang 2026 verursachten große Zerstörung in Malawi. CARE arbeitet an langfristigen Lösungen um solche Risiken rechtzeitig zu erkennen und Maßnahmen bereits vor ihrem Eintreten einzuleiten.
Malawi zählt zu den Ländern, in denen die Auswirkungen der Klimakrise bereits heute mit voller Härte spürbar sind. Auf Dürreperioden folgten in der Regenzeit 2025/26 schwere Überschwemmungen, die Häuser, Felder und Lebensgrundlagen zerstörten. Besonders betroffen waren zentrale und südliche Landesteile. Viele Familien verloren innerhalb kurzer Zeit erneut ihre Ernten, Vorräte und Einkommensquellen.
Die Folgen sind gravierend: Über 4 Millionen Menschen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit. Hohe Lebensmittelpreise, wirtschaftliche Unsicherheit und wiederholte Klimaschocks verschärfen die Lage zusätzlich. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen sowie schwangere und stillende Frauen. „Extreme Wetterereignisse werfen Familien immer wieder zurück – gerade dann, wenn sie beginnen, sich zu erholen“, sagt Chikondi Chabvuta, Advocacy‑Leiterin für das südliche Afrika bei CARE in Malawi.
CARE arbeitet gemeinsam mit lokalen Partnern und Behörden, um besonders gefährdete Haushalte mit Bargeldhilfe zu unterstützen. Schulungen zu klimaangepasster Landwirtschaft, besseren Anbaumethoden sowie der Zugang zu Saatgut und Wissen verbessern langfristig die Lebensgrundlage. Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen und Mädchen, die durch Berufsausbildungsprogramme etwa in der Solar- oder Fahrzeugbranche langfristig gestärkt werden und so eigene Einkommensquellen aufbauen.

Im CARE-Krisenreport für das Jahr 2025 wird Malawi als eines jener Länder aufgeführt, die im vergangenen Jahr am wenigsten mediale Aufmerksamkeit erhalten haben. Werfen Sie einen Blick in den Report und erfahren Sie, was wir dagegen tun können!

Um die Ernährungssituation von schwangeren Frauen und Müttern sowie Kleinkindern, Vorschul- und Grundschulkindern dauerhaft zu verbessern, unterstützt CARE Berater:innen, die Ernährungsgruppen ausbilden, die ihr Wissen zu den Themen Ernährung und Hygiene an über 50.000 Menschen Haushalte weitergeben. Sie klären Frauen über gesunde, ausgewogene Ernährung auf, wie sie Gemüsegärten anbauen, die Nahrungsmittel lagern und verarbeiten können, um so sich und ihre Familien mit den wichtigsten Nährstoffen ausgewogen versorgen zu können. Ebenso lernen sie durch einkommensschaffende Maßnahmen und die Teilnahme an Kleinspargruppen, wie sie finanziell unabhängiger werden.

Das Projekt unterstützt junge Menschen in Malawi dabei, den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen – insbesondere Jugendliche, die die Schule früh verlassen mussten oder bislang nur geringe Chancen auf eine Ausbildung hatten. Dafür werden praxisnahe Ausbildungsangebote in Berufen entwickelt, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, etwa in der Solartechnik, der Fahrrad- und Motorradreparatur, im Schweißen oder in der Informationstechnologie. Gleichzeitig werden Ausbilder:innen geschult, Lehrpläne modernisiert und eng mit lokalen Unternehmen und Gemeinden zusammengearbeitet, damit die Ausbildung den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes entspricht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, jungen Frauen und anderen benachteiligten Gruppen den Zugang zu diesen Ausbildungsmöglichkeiten zu erleichtern und sie auf ihrem Weg in eine selbstständige oder feste Erwerbstätigkeit zu begleiten.
