
Unser Faktencheck zu Kürzungen in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.
Unser Faktencheck zu Kürzungen in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.
Wenn im Bundestag über Kürzungen in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit diskutiert wird, fallen fast immer dieselben Argumente. Unser Haushaltsbingo ordnet die häufigsten Aussagen ein und liefert die relevanten Fakten dazu. Fällt eine der Aussagen, ist der Faktencheck nur einen Klick entfernt – let's bingo!
Es ist richtig, dass mehr Länder zur Finanzierung beitragen müssen. Aber wer andere zu mehr Unterstützung auffordert und gleichzeitig selbst kürzt, verliert an Glaubwürdigkeit und Einfluss.
Niemand fordert das. Die Frage ist vielmehr, ob Deutschland seiner Verantwortung als einer der wohlhabendsten Staaten der Welt gerecht wird.
Vergangene Investitionen ändern nichts am heutigen Bedarf. Und der ist historisch hoch. Gerade deshalb sind Kürzungen heute nicht automatisch vertretbar. Entscheidend ist nicht, wie viel in der Vergangenheit investiert wurde, sondern ob die Mittel heute ausreichen, um den aktuellen Bedarf zu decken.
Richtig. Niemand erwartet, dass Deutschland die gesamte Lücke allein schließt. Aber Deutschland kann entscheiden, ob es die Lücke vergrößert oder dazu beiträgt, sie zu verkleinern. Und aktuell kürzt Deutschland auch dort, wo sich künftige Krisen verhindern ließen: bei Entwicklungszusammenarbeit, Konfliktprävention und Klimafolgen.
Finden wir auch. Aber wer humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stärken will, muss die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen. Mit guten Absichten und Versprechen allein können wir leider keine Menschen unterstützen.
Privates Kapital kann öffentliche Entwicklungsfinanzierung ergänzen, aber nicht ersetzen. Denn Investitionen orientieren sich an wirtschaftlichen Chancen – humanitäre Hilfe und Entwicklungsprojekte richten sich dagegen nach dem Bedarf.
„Leave No One Behind“ ist das zentrale Versprechen der Agenda 2030. Doch wenn bei steigenden Bedarfen die Mittel gekürzt werden, bedeutet das konkret, dass Projekte eingestellt werden müssen und weniger Menschen lebensnotwendige Hilfe erhalten. Gerade die Ärmsten und Schwächsten dieser Welt trifft das zuerst.
CARE leistet unparteiliche humanitäre Hilfe dort, wo akute Not herrscht. Gleichberechtigung der Geschlechter ist uns eine Herzensangelegenheit. Die Klimakrise ist bereits dort Realität, wo die Menschen am wenigsten dazu beigetragen haben und sich kaum selbst vor den Auswirkungen schützen können.
