
Zahlreiche Menschen in Simbabwe sind aufgrund der Klimakrise von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen.
Zahlreiche Menschen in Simbabwe sind aufgrund der Klimakrise von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen.
In Simbabwe führen wiederkehrende Klimaextreme und strukturelle wirtschaftliche Herausforderungen weiterhin zu Unsicherheit bei der Nahrungsmittelversorgung. Obwohl die Ernte der Saison 2025/26 landesweit einen Getreideüberschuss erwarten lässt, bestehen in mehreren Distrikten weiterhin lokale Versorgungsengpässe. Besonders in ländlichen Regionen beeinträchtigen Starkregen, Überschwemmungen, Trockenperioden und hohe Produktionskosten die Lebensgrundlagen vieler Familien.
Gleichzeitig erhöhen klimabedingte Krisen das Risiko von Krankheitsausbrüchen. Anfang 2026 führten starke Niederschläge und Überschwemmungen zu einem erhöhten Risiko für Cholera oder Malaria. Schwächen in der Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung verschärften die Situation zusätzlich. Besonders gefährdet sind Frauen, Mädchen und Kinder. Krisenbedingte Belastungen können den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen erschweren.
Unterstützen Sie die Menschen in Simbabwe mit Ihrer Spende.

Im CARE-Krisenreport für das Jahr 2025 wird Simbabwe als eines jener Länder aufgeführt, die im vergangenen Jahr am wenigsten mediale Aufmerksamkeit erhalten haben. Werfen Sie einen Blick in den Report und erfahren Sie, was wir dagegen tun können!

CARE unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnern Familien in den ländlichen Distrikten Buhera und Tsholotsho dabei, ihre Ernährung langfristig zu verbessern und widerstandsfähiger gegenüber Krisen wie Dürren oder Ernteausfällen zu werden. Im Mittelpunkt stehen vor allem Kinder, ihre Mütter und ihre Familien. Dafür vermittelt CARE nachhaltige Anbaumethoden, stärkt den Anbau und die Nutzung regionaler Lebensmittel und fördert einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig werden lokale Gesundheitshelfer:innen geschult, Selbsthilfe- und Spargruppen aufgebaut und die Gemeinden dabei unterstützt, eigene Lösungen für Herausforderungen wie den Zugang zu Wasser zu entwickeln. So können Familien ihre Ernährung langfristig sichern und ihre Lebensgrundlagen nachhaltig stärken.
Die 17-jährige Jennifer lebt in Simbabwe und macht gerade ihren Schulabschluss. Sie wird von Familie, Freund:innen und Lehrkräften als ein starkes und mutiges Mädchen beschrieben, das sich selbstbewusst für ihre Mitschüler:innen einsetzt. Mit großer Sorge beobachtet Jennifer, dass ihre Freundinnen während der Menstruation oft nicht zur Schule gehen.
Im Bezirk Buhera, in dem sie wohnt, leben viele Familien unterhalb der Armutsgrenze. Es ist sehr schwierig für sie, die Schulgebühren für ihre Kinder aufzubringen, geschweige denn Menstruationsprodukte für ihre Töchter zu kaufen. In der Folge bleibt vielen Mädchen der Schulbesuch während ihrer Periode verwehrt.
„Die meisten Mädchen an unserer Schule können sich keine Hygieneprodukte leisten und so kommt es vor, dass einige sogar mehr als eine Woche die Schule versäumen. Viele haben weder richtige Hosen noch Damenbinden, also benutzen wir Tücher, die sehr unpraktisch sind. Einmal fiel einem Mädchen in der Klasse während ihrer Periode das Tuch heraus. Sie schämte sich so sehr, dass sie danach während ihrer Periode immer zu Hause blieb, obwohl sie eigentlich gerne zur Schule ging", erzählt Jennifer.
CARE unterstützt Mädchen wie Jennifer und ihre Familien weltweit mit Menstruations-CARE-Paketen, die Seife, Handtücher, wiederverwendbare Menstruationsprodukte und Unterwäsche enthalten.
Darüber hinaus informieren CARE-Helfer:innen an Schulen über die Periode sowie Hygienemaßnahmen während der Menstruation. So lernen beide Geschlechter mehr über das Thema Menstruation und bauen damit Vorurteile ab. Langfristig hat dies eine positive Wirkung auf die Geschlechtergleichheit auch für kommende Generationen. Das ist ganz in Jennifers Sinne, die seitdem positive Veränderungen bei sich und ihren Mitschülerinnen beobachtet hat. „Offen über das Thema Menstruation sprechen zu können, hat unser Selbstbewusstsein gestärkt. Seitdem wir alle Zugang zu wiederverwendbaren Menstruationsprodukten haben, mussten wir keinen Schultag mehr verpassen”, erzählt sie glücklich.


