
In Bosnien und Herzegowina hilft CARE armen Familien, Angehörigen der Roma und anderer ausgegrenzter Minderheiten sowie Geflüchteten auf dem Weg in eine bessere Zukunft.
In Bosnien und Herzegowina hilft CARE armen Familien, Angehörigen der Roma und anderer ausgegrenzter Minderheiten sowie Geflüchteten auf dem Weg in eine bessere Zukunft.
CARE setzt sich in Bosnien und Herzegowina dafür ein, dass die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechte von gefährdeten und marginalisierten Gruppen anerkannt werden, um zu einem nachhaltigen Frieden in der Region beizutragen. Zu diesem Zweck bietet CARE Programme zur Konfliktprävention und Friedenssicherung an und setzt sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Verhinderung von geschlechtsspezifischer Gewalt ein.
Zudem leisten CARE-Helfer:innen Nothilfe für Geflüchtete und Migrant:innen, die auf der sogenannten „Balkanroute“ in leer stehenden Gebäuden, Hotels, Fabriken und Tankstellen untergebracht sind, und verteilen Nahrung, Bargeldhilfen, Wasser, Kleidung und Decken.
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Future 4 Youth ist ein länderübergreifendes Jugendprogramm auf dem westlichen Balkan. Das Programm unterstützt Jugendliche dabei, sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für die Gleichstellung von Frauen und Männern einzusetzen. In der westlichen Balkanregion sind patriarchale Strukturen noch immer vorherrschend. Schon in jungen Jahren lernen viele Männer, dass ein „echter Mann“ die Familie zu versorgen und zu beschützen habe. Aggressivität und Konkurrenzdenken spielen in ihrem Leben häufig eine große Rolle.
Daher führt CARE gemeinsam mit Partnerorganisationen Aufklärungskampagnen an Schulen durch. Pädagog:innen und Lehrkräfte werden geschult und für diese Themen sensibilisiert. In „Be a Man Klubs (BMKs)“ werden Schüler:innen zu Mentor:innen ausgebildet, um ihrerseits Jugendliche für die Thematik zu sensibilisieren.
Das Future 4 Youth-Projekt wird in Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kroatien, Kosovo, Nordmazedonien und Albanien an Schulen als Anti-Gewaltprogramm umgesetzt. CARE arbeitet dabei eng mit lokalen Partnerorganisationen und Behörden zusammen. Das Programm wurde bereits im Jahr 2006 ins Leben gerufen – damals unter dem Namen „Young Men Initiative“ und mit einem primären Fokus auf männliche Jugendliche, während es sich heute an Jugendliche aller Geschlechter richtet – und fördert neben demokratischen Werten und der Gleichstellung der Geschlechter auch den Frieden in der Region. Durch den länderübergreifenden Austausch begegnen sich Jugendliche aus verschiedenen Ländern, lernen unterschiedliche Perspektiven kennen und stärken die gegenseitige Toleranz und Verständigung.


Roma leben in vielen Staaten des Balkans am Rande der Gesellschaft. Der Zugang zu Bildung ist besonders Mädchen oft verwehrt, während sie Gefahren wie Diskriminierung, sexualisierte Gewalt und Menschenhandel ausgesetzt sind. CARE unterstützt lokale Roma-Organisationen dabei, diese Situation zu ändern. Bei der Regierung setzt sich CARE für den Zugang zu Bildung, für Schutz und die Umsetzung der Menschenrechte für alle ein. Ziel ist, Roma-Frauen aus den Zielgemeinden dazu zu befähigen, an sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen und positive Veränderungen in ihren Gemeinden zu bewirken.

Damit Kinder ihr volles Potenzial entfalten können, fördert CARE den regelmäßigen Schulbesuch und damit ihr Selbstwertgefühl und ihre sozialen Kompetenzen. CARE und seine Projektpartner ermöglichen außerschulische Betreuung und Nachhilfeunterricht im Tageszentrum sowie die Durchführung von altersgerechten Seminaren zu Lebenskompetenzen und eines Toleranz-Workshops an den öffentlichen Schulen. Außerdem werden durch die regelmäßige Teilnahme am Fußballtraining und an Sportfestivals die sozialen Kompetenzen der Kinder verbessert. Wichtig ist dabei die geschlechter-, ethnien- und altersübergreifende Zusammenstellung von Klassen und Mannschaften.
