Kampf gegen den Klimawandel in Madagaskar

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt und geprägt von einer beeindruckenden Naturvielfalt. Gleichzeitig leben viele Familien, besonders in ländlichen Gebieten und Küstenregionen, in großer Armut.

Die Folgen der Klimakrise treffen das Land besonders hart. Wiederkehrende Dürren, Zyklone und Überschwemmungen zerstören Ernten, Häuser und Infrastruktur. Viele Menschen verlieren immer wieder ihre Lebensgrundlage. Vor allem im Süden verschärfen anhaltende Trockenperioden die Ernährungsunsicherheit. In der Mitte des Landes treten hingegen immer wieder Zyklone auf. Besonders Kinder sind von Mangelernährung bedroht.

„Frauen und Mädchen sind von den extremen Wetterbedingungen besonders betroffen. Wenn Ernten ausfallen oder Häuser zerstört werden, tragen sie oft die größte Last bei der Versorgung ihrer Familien“, sagt Monique Morazain, CARE-Länderdirektorin in Madagaskar

Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützt CARE Familien mit Nothilfe und stärkt gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit – etwa durch bessere Wasserversorgung, klimaangepasste Landwirtschaft, Einkommensmöglichkeiten und gezielte Angebote für Frauen und Mädchen.

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Das Cover des CARE-Krisenreports 2025 auf orangenem Hintergrund

CARE-Krisenreport 2025

Im CARE-Krisenreport für das Jahr 2025 wird Madagaskar als eines jener Länder aufgeführt, die im vergangenen Jahr am wenigsten mediale Aufmerksamkeit erhalten haben. Werfen Sie einen Blick in den Report und erfahren Sie, was wir dagegen tun können!

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So hilft CARE in Madagaskar

Teilnehmerinnen eines Aufforstungsprogramms stehen an einem Strand und pflanzen Bäume.

Klima- und Katastrophenfinanzierung

Der Klimawandel trifft Madagaskar besonders schwer. Jedes Jahr sind tausende Menschen mit Naturkatastrophen und Missernten konfrontiert. Dies äußerte sich zuletzt durch die Zyklone Fytia und Gezani. Rund 66.000 Menschen wurden vertrieben, 160.000 Kinder konnten zeitweise nicht zur Schule gehen, weil Bildungseinrichtungen zerstört wurden. Durch die Naturkatasrophen ergibt sich zudem eine Gefahr von zunehmender Mangelernährung, weil rund 80 Prozent der Bevölkerung im ländlichen Raum leben und von Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei abhängig sind.

In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern fördert CARE die Entwicklung und Umsetzung von geschlechtergerechten, armutsorientierten und menschenrechtsbasierten Ansätzen der Klimarisikofinanzierung und -vorsorge. Außerdem leistet CARE Nothilfe für Gemeinden, die von Überschwemmungen heimgesucht werden und unterstützt die Betroffenen beim Bau oder der Reparatur ihrer Häuser und bei der Wiederaufnahme landwirtschaftlicher Tätigkeiten.

Quellen

  • FEWS NET: Madagascar - Food Security Outlook Update, Mai 2026
  • FAO: Madagascar Emergency and Resilience Plan 2026–2028, Mai 2026
  • OCHA: Madagascar Humanitarian Snapshot, April 2026