Eine rekordverdächtige Trockenperiode in vielen Gebieten des südlichen Afrika treibt die Bevölkerung an den Rand einer humanitären Katastrophe. Die Region erlebt die geringsten Niederschläge seit mindestens 40 Jahren – mit verheerenden Folgen für die Landwirtschaft, die Verfügbarkeit von Wasser und Lebensgrundlagen. Das stellt viele Familien vor große Herausforderungen, denn sie wissen oft nicht, woher sie jetzt noch Wasser bekommen sollen. Durch die Dürre kam es seit Oktober 2023 zu massiven Ernteausfällen und Viehverlusten, bereits über 9.000 Rinder starben. Matthew Pickard ist CARE-Regionaldirektor für das südliche Afrika und zeigt sich besorgt über die Situation: „Die anhaltende Dürre und die unregelmäßigen Regenfälle in Verbindung mit dem seit Jahresbeginn andauernden Choleraausbruch hat eine echte Notlage verursacht. Die Ernte verdorrt, das Vieh stirbt, und Million Menschen, besonders Frauen und Mädchen, leiden unter dem Nahrungsmittel- und Wassermangel.“

Zwei Frauen gehen über ein trockenes Feld.

Die Auswirkungen sind deutlich spürbar

Durch den ausbleibenden Regen wurde eine Million Hektar Ackerland in Sambia zerstört. Die Regierung rief den nationalen Katastrophennotstand aus. Mehr als fünf Millionen Menschen sind betroffen. In Malawi leiden laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen durch die Dürre über 6,8 Millionen Menschen an Nahrungsmittelknappheit. In Madagaskar sind mehr als 600.000 Menschen betroffen. Die El-Niño-bedingte Dürre in Verbindung mit dem anhaltenden Konflikt in Mosambik droht dazu zu führen, dass bis September 2024 mehr als 7,6 Millionen Menschen von akutem Hunger betroffen sein werden. In Simbabwe führen Trockenstress, zerstörte Ernten und Viehseuchen dazu, dass mehr als fünf Millionen Menschen hungern.

Dies trifft auch Menschen wie Esther und ihre Enkelin Rudo. Anstatt zur Schule zu gehen, muss die 13-Jährige der Familie helfen, Essen aufzutreiben. „Die unerbittliche Trockenheit im südlichen Afrika hält nicht nur an, sondern nimmt auch an Umfang zu. Ohne sofortiges Eingreifen droht eine humanitäre Katastrophe. CARE appelliert an die internationale Gemeinschaft, sofort zu handeln. Das Leben von Millionen Menschen hängt davon ab“, betont Pickard.

Esther und ihre Enkelin stehen vor der Tür ihrer Hütte.
Ein Baumstumpf liegt in einer trockenen Landschaft.

So hilft CARE

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen leistet CARE Nothilfe für bedürftige Gemeinden in Sambia, Malawi, Madagaskar, Mosambik und Simbabwe und hilft Betroffenen, ihre Widerstandsfähigkeit gegen künftige Krisen zu verstärken. Wir helfen den Menschen beim Wiederaufbau ihrer Existenzen, verteilen Nothilfepakete und dürrerestistentes Saatgut.

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