Niger: Nothilfe für Flüchtlinge und Hungernde

Immer wieder führen klimatische Extremereignisse im Niger wie Überschwemmungen zu schweren Schäden: Häuser werden zerstört, Ernten vernichtet und Menschen verlieren ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage. Gleichzeitig verschärft die zunehmende Gewalt in einigen Regionen die Lage erheblich. Allein Anfang 2026 wurden über 110.000 Menschen neu vertrieben. Die Flucht hunderttausender Menschen verstärkt die ohnehin prekäre Situation zusätzlich. Extreme Armut, Arbeitslosigkeit, unsichere Lebensbedingungen, die Folgen des Klimawandels sowie anhaltende Konflikte tragen dazu bei, dass sich die Perspektivlosigkeit weiter verschärft.

Zur gezielten Stärkung von Frauen initiierte CARE bereits vor rund 30 Jahren im Niger die ersten selbstverwalteten Kleinspargruppen. Diese ermöglichen Frauen, gemeinsam zu sparen und Kredite zu vergeben, wodurch sie ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken und in kleine Einkommensaktivitäten investieren können. Darüber hinaus fördern die Gruppen die gesellschaftliche Teilhabe der Frauen: Sie gewinnen an Selbstvertrauen und übernehmen Verantwortung.

Frauen und Kinder stehen bei Ziegen.

So hilft CARE im Niger

Frauen sitzen auf dem Boden und diskutieren miteinander

Einsatz für Frieden

Vor allem die Grenzregionen des Nigers sind von Fundamentalismus und Terrorismus bedroht. CARE fördert eine Kultur des Friedens, des Dialogs und der positiven Konfliktlösung. In mehreren Regionen unterstützt CARE die Sensibilisierung über Gefahren fundamentaler Strömungen und die Schulung von Konfliktlösungstechniken, mithilfe derer extremen Tendenzen begegnet werden kann. Das Projekt wird mit dem nigrischen CARE-Partner HED-Tamat umgesetzt, der seit vielen Jahren vor Ort arbeitet und das Vertrauen der Bevölkerung genießt.

Frau aus Niger

CARE unterstützt 200.000 Haushalte mit Geräten für die Landwirtschaft. Zudem können Landwirte und Bäuerinnen an Schulungen teilnehmen, bei denen es um Klimaanpassung, Ernährung und Landnutzungstechniken geht. Diese sogenannten Pilotproduzent:innen zeigen die gelernten Techniken anderen. So konnten bereits zahlreiche Brunnen in Betrieb genommen oder Erosionsschutzmaßnahmen entwickelt werden. 

1,6 Mio.
... Kinder im Niger leiden an akuter Mangelernährung.

Quellen