
Weltweit stärkt CARE Menschen durch Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung und Gleichstellung.
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Weltweit stärkt CARE Menschen durch Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung und Gleichstellung.
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Entwicklungszusammenarbeit bedeutet, dass Staaten, Organisationen und lokale Gemeinschaften zusammenarbeiten, um Armut zu verringern und den Zugang zu Bildung, Nahrung, sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Chancen zu sichern.
Im Zentrum stehen praktische Lösungen vor Ort: von der Ausbildung von Lehrkräften und Gesundheitsfachkräften über die Förderung klimafreundlicher Landwirtschaft bis hin zur Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen. CARE engagiert sich hier seit Jahrzehnten – mit Programmen, die lokale Strukturen stärken und Gemeinden widerstandsfähiger machen.

Der Begriff „Entwicklungshilfe“ stammt noch aus den 1960er Jahren und wird heute kaum noch verwendet. Er vermittelt ein Bild von einseitiger Unterstützung – reiche Länder helfen armen Ländern. In der Praxis führte dieser Ansatz oft zu Abhängigkeiten und spiegelte ein hierarchisches Verhältnis wider.
„Entwicklungszusammenarbeit“ hingegen beschreibt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Länder, Organisationen und Menschen arbeiten gemeinsam daran, Lebensbedingungen zu verbessern und globale Herausforderungen wie Armut, Hunger oder den Klimawandel zu bewältigen. Anstatt einseitig Hilfe zu geben, setzt die Entwicklungszusammenarbeit auf gegenseitiges Lernen, gemeinsame Verantwortung und nachhaltige Lösungen.

Entwicklungszusammenarbeit verfolgt das übergeordnete Ziel, Armut zu bekämpfen und die Lebensbedingungen von Menschen weltweit nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören der Zugang zu Nahrung, sauberem Trinkwasser, Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Chancen. Auch Themen wie Gleichberechtigung, Menschenrechte, Klimaschutz und Friedensförderung sind zentrale Bestandteile.
Viele dieser Ziele sind in den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen festgehalten, die seit 2016 den globalen Rahmen für Entwicklungspolitik bilden. Entwicklungszusammenarbeit trägt also nicht nur zur akuten Unterstützung bei, sondern stärkt Strukturen langfristig, damit Menschen ihre Zukunft selbst gestalten können.
Entwicklungszusammenarbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auf staatlicher Ebene trägt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die politische Verantwortung. Die Umsetzung erfolgt durch Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Daneben spielen auch Kirchen, Stiftungen und insbesondere Nichtregierungsorganisationen wie CARE eine zentrale Rolle. Während staatliche Akteure vor allem auf große Infrastruktur- und Strukturprogramme setzen, können NGOs nah an den Menschen arbeiten und lokale Projekte umsetzen. Diese Mischung aus staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren macht Entwicklungszusammenarbeit vielfältig und wirkungsvoll.
CARE verfolgt einen partnerschaftlichen Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit und setzt dabei konsequent auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Arbeit richtet sich darauf, lokale Strukturen und Gemeinschaften zu stärken, damit Menschen ihre Lebensbedingungen langfristig selbst gestalten können.

Lokale Partnerorganisationen spielen in der Arbeit von CARE eine zentrale Rolle. Im Jahr 2025 wurden 72 % der CARE-Projekte gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen umgesetzt. Diese bringen regionale Erfahrung und Fachwissen ein, identifizieren dringend benötigte Maßnahmen und begleiten die Programme vor Ort.
Ihre Mitwirkung erhöht die Wirksamkeit der Projekte und trägt dazu bei, nachhaltige Strukturen in den Gemeinden aufzubauen. Gleichzeitig stellen die Partnerorganisationen sicher, dass Programme an den realen Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sind und langfristig wirken. Besonderen Wert legt CARE dabei auf die Zusammenarbeit mit Organisationen, die Frauenrechte und -chancen fördern.
CARE stärkt diese Partnerschaften durch Schulungen für Mitarbeitende, finanzielle Unterstützung und den Aufbau von Netzwerken zwischen Partnerorganisationen. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe. Sie basiert auf Vertrauen, Transparenz und Gleichberechtigung sowie dem gemeinsamen Ziel, Armut zu bekämpfen und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.
Entwicklungszusammenarbeit bei CARE berücksichtigt gezielt die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen, die oft besonders von Armut, Krisen oder Naturkatastrophen betroffen sind. Sie gehören zu den marginalisierten Gruppen, die häufig eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, finanziellen Mitteln und politischer Teilhabe haben. Gleichzeitig tragen sie zusätzliche Lasten, zum Beispiel in Form von Care-Arbeit, Pflege von Familienmitgliedern oder der Sicherstellung der Ernährung.

CARE stellt sicher, dass Entwicklungsprojekte diese unterschiedlichen Lebensrealitäten berücksichtigen und nicht unbewusst bestehende Ungleichheiten verstärken. Dazu werden systematische Analysen durchgeführt, die Bedarfe, Risiken und vorhandene Ressourcen der Menschen sichtbar machen. Ein zentrales Instrument ist die Rapid Gender Analysis (RGA). Mit ihr kann CARE schnell feststellen:

Auf Grundlage dieser Analysen werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die die Situation vor Ort verbessern und Gleichberechtigung aktiv fördern. Ein Beispiel dafür sind die Kleinspargruppen, die CARE vor Ort aufbaut:

Darüber hinaus bindet CARE Frauen aktiv in Planungs- und Entscheidungsprozesse ein. Grundlage dafür ist unter anderem das Modell „Women Lead in Emergencies“, mit dem CARE die Führungsrolle von Frauen in humanitären Krisen gezielt stärkt. Im Rahmen dieses Ansatzes arbeitet CARE insbesondere mit Frauen zusammen, die von Armut betroffen oder aus anderen Gründen gesellschaftlich marginalisiert sind. Obwohl diese Frauen häufig kaum an humanitären Entscheidungsprozessen beteiligt werden, gehören sie in Krisensituationen oft zu den Ersten, die Maßnahmen ergreifen, um ihre Familien und Gemeinschaften zu schützen.
Der Ansatz von „Women Lead in Emergencies“ basiert darauf, nicht mit einzelnen Personen, sondern gezielt mit Frauengruppen zu arbeiten und deren Führungsfähigkeiten zu stärken.

Sylvie, 27, lebt in einem größeren Dorf im Süden Tschads und ist Mitglied einer CARE-Kleinspargruppe. Sie gehört zu den fünf ursprünglichen Gruppen, die das Projekt gestartet hat. Inzwischen haben sich zehn weitere Gruppen gebildet, darunter Rode, 40, die ebenfalls beigetreten ist. Jede Gruppe trägt eine eigene Uniform, und wenn sie zu den Treffen marschieren, bleiben die Dorfbewohner stehen, lachen und applaudieren. „Sie sehen, was wir tun, und wollen mitmachen“, sagt Sylvie.
Die ursprünglichen Gruppen erhielten jeweils 30 Ziegen. Die Milch nutzen sie für den Eigenbedarf und den Verkauf, die männlichen Ziegen tauschen sie für zusätzliches Einkommen. „Wenn ein Kind zur Schule muss oder jemand krank ist, können wir eine Ziege verkaufen“, erklärt Sylvie. Heute besitzt sie vier Ziegen. Früher war es schwer, sie und ihre Tochter litten an Malaria, doch das Geld für Medikamente fehlte. Heute hat Sylvie ein eigenes Geschäft, kocht und verkauft Mahlzeiten und träumt davon, ein Haus zu bauen und ein Restaurant zu eröffnen.
Anfangs waren die Männer skeptisch, erinnert sich Sylvie: „Sie hielten es für Unsinn. Aber als sie sahen, wie wir Probleme lösen konnten, traten auch sie bei. Wir arbeiten alle gleich. Mein Mann sieht, dass ich für unsere Familie sorgen kann. Früher war es seine Aufgabe, Geld zu verdienen. Jetzt teilen wir sie.“

CARE unterstützt Menschen weltweit durch Entwicklungszusammenarbeit dabei, nachhaltig Wege aus der Armut zu finden. Doch unsere Arbeit ist nur dank Ihrer Solidarität möglich. Ihre Spende fließt direkt in Projekte, die lokale Gemeinschaften stärken, Bildung fördern und eigenständige Perspektiven schaffen.
Unterstützen Sie jetzt nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit!
